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Eine Diät beginnen | Der beste Zeitpunkt

Philosophie einer Diät

Ich höre das ständig von Leuten „Ach was solls, ich fange Montag mit meiner Diät an“, normalerweise wenn sie den fünften Keks innerhalb von zwei Minuten verschlingen. Es ist in Ordnung, am Montag mit der Diät zu beginnen, also… theoretisch zumindest. Ich meine, Montag ist der Start der Arbeitswoche für die meisten Menschen und fungiert als klarer Startpunkt. Das Problem ist allerdings, dass dann viele Leute das Wochenende als „ich esse so viel Müll, wie ich kann, weil meine Diät am Montag beginnt“ Philosophie nutzen. Aber wenn du das tust, schaffst du für die nur die Ausgangslage für eine anstrengendere und längere Diät, um dein Ziel zu erreichen.

 


 

Eine Diät beginnen | Der beste Zeitpunkt

 
Diät beginnen
 

Ein weiteres übliches Problem bei diesem Ansatz ist, dass die Menschen dabei in der Woche zu weit gehen und fast gar nichts mehr essen. Die „Salat und frische Luft“ Diät, wie ich sie gerne nenne. Und da sie es dann zu schwierig finden, sich daran zu halten, kommen die Leute vom Weg ab, essen ein paar Kekse und was folgt ist die „Ach was solls, ich fang Montag mit meiner Diät an“ Fressorgie, die von Neuem beginnt. Klingt das vertraut?

Normalerweise entscheidet deine Kalorienzufuhr darüber, ob du ab- oder zunimmst. Dann wiederum hängt es auch davon ab, wieviel Energie du verbrennst. Energiebalance (Kalorien rein gegen Kalorien raus) ist der primäre Faktor, der darüber entscheidet, ob du Gewicht verlierst oder zulegst. Wenn du dir am Samstag und Sonntag also von deiner Diät „frei nimmst“ und so isst, als hättest du die ganze Woche über nichts gegessen und am Ende beider Tage jeweils über 4.000 kcal zu dir genommen hast, wird dein Körper diese Kalorien nicht einfach „vergessen“. Es gibt keinen Neustart am Montag, wenn du dich entscheidest „brav“ zu sein. Diese Kalorien tragen zu deiner Wochenbilanz oder täglichen Durchschnitts-Kalorienzufuhr bei, je nachdem für welchen Ansatz du dich entscheidest.

 


 

Schwarz und Weiß

 
Diät beginnen
 

Die meisten Menschen denken in schwarz und weiß, sie sind entweder auf Diät oder außerhalb davon. Sie sind der Meinung, dass sie automatisch Fett verlieren müssen, wenn sie auf Diät sind. In ihrem Gedankengang können nur zwei Dinge passieren, entweder sie verlieren Fett oder eben nicht. Wie ein Lichtschalter, entweder ein oder aus.

In der Realität allerdings solltest du dir Fettabbau eher als Dimmer-Schalter vorstellen und nicht als Ein/Aus-Schalter. Außerdem solltest du dir den Fettabbau über einen längeren Zeitraum ansehen und nicht ein paar Tage (oder Trainingseinheiten, was auch manche tun) als Fettverbrennung. Was zählt ist, was du im Durchschnitt tust. Es ist deine durchschnittliche Kalorienzufuhr über einen Zeitraum von einer Woche oder einem Monate, die darüber entscheidet, ob du Gewicht verlierst oder zulegst.

Ich bin ein kleiner Nerd und mag Zahlen, also habe ich ein paar Zahlen zusammengestellt, die dir verdeutlichen sollen, was zum Teufel ich eigentlich meine… Es ist also Wochenende und du verfolgst den „Ach was solls, ich fange Montag mit meiner Diät an“ Ansatz und isst einfach alles, was du in die Finger bekommst…

Am Ende des Tages nimmst du über 4.000 kcal am Samstag und Sonntag zu dir. (Oh verdammt, ich habe am Wochenende aber viel gegessen. Ich fange besser Montag mit der Diät an). Also bist du von Montag bis Freitag wirklich „brav“ und nimmst nur 1.500 kcal pro Tag zu dir. Das ergibt eine Summe von 15.500 kcal für die sieben Tage und durchschnittlich 2.215 kcal pro Tag. Wenn deine Erhaltungskalorien (also die Kalorienzufuhr, auf der du dein Gewicht hältst) bei 2.500 kcal liegen, liegt dein tägliches Kaloriendefizit bei nur 285 kcal.

Wenn du allerdings am Wochenende nicht völlig durchgedreht bist und nur 2.500 kcal pro Tag zu dir genommen hast, läge deine wöchentliche Summe bei 12.500 kcal. Was in einem täglichen Durchschnitt von 1785 kcal resultiert und 715 kcal Defizit pro Tag.

Das ist natürlich ein enormer Unterschied zu den armseligen 285 kcal aus dem ersten Beispiel. Liest du noch mit? Oder haben dich all diese Zahlen noch mehr verwirrt? Hier ist eine Tabelle, die dir das hoffentlich noch besser verdeutlicht.

 


 

Beispiel 1 Beispiel 2
Tag Kalorienzufuhr Kalorienzufuhr
Samstag 4000 2500
Sonntag 4000 2500
Montag 1500 1500
Dienstag 1500 1500
Mittwoch 1500 1500
Donnerstag 1500 1500
Freitag 1500 1500
Total 15.500 12.500
Tagesdurchschnitt 2214 1786
Durchschnittliches tägliches Defizit
(Bei angenommenen Erhaltungskalorien von 2.500)
286 714
Gesamter Kaloriendefizit 2.000 5.000

Beispiel 1 liefert einen Kaloriendefizit von 2.000 kcal über die sieben Tage. Ausgehend von 3.500  kcal pro Pfund Körperfett müsstest du also pro Woche  ein halbes Pfund abnehmen. Wohingegen in Beispiel 2 ein Kaloriendefizit von 5.000 kcal gegeben ist. Was in etwa 1,5 Pfund resultiert.

 

Das ist also ein wenig mehr!

 

Zugegebenermaßen ist das keine große Summe, aber verdammt nochmal besser als 0,5 Pfund pro Woche.

Jetzt verstehst du also hoffentlich, warum es ziemlich bescheuert ist, an den Tagen vor dem Beginn deiner Diät in Massen zu essen. Und es wird schwerer und länger für dich, die Menge an Fett zu verlieren, die du loswerden möchtest.

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admin

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