Supplemente

Was sind Kurkuma & Curcumin? | Vorteile, Nebenwirkungen & Dosierung

Wusstest Du, dass 60% des Gewürzanbaus in Indien auf Kurkuma entfallen (1)?

Dieses Gewürz, welches von der Wurzel der Curcuma Longa (Ein Mitglied der Familie der Ingwergewächse) gewonnen wird, zählt zu den beliebtesten der asiatischen Küche. Dort wird es auch seit langer Zeit als Heilkraut für eine Fülle an Krankheiten genutzt. Die Bandbreite ist hier riesig und reicht von Blähungen über Gelbsucht bis Blasenentzündung. Aber auch bei der Wundheilung, Infektionen und bei Entzündungsprozessen wird Kurkuma eingesetzt (1).

Aber welche dieser Krankheiten können tatsächlich effektiv durch den Konsum von Kurkuma bekämpft werden und lohnt es überhaupt Kurkuma in die Diät einzubauen?

Lies weiter und lerne wie Du deinen Supplementplan und die Diät aufpeppen kannst, dank der Wunder des Kurkuma!

 


 

Was ist Kurkuma?

Curcumin

Erste Erwähnungen dieses Gewürzes finden wir in den Reiseberichten des Marco Polo aus dem Jahre 1290. Die Vorzüge und Wirkweisen des Kurkuma wurden in der gesamten indischen Geschichte durchgehend dokumentiert.

In der britischen Kolonialzeit wurde Kurkuma vor allem bekannt als Bestandteil des Curry und verbreitete sich in der westlichen Welt. Seine goldgelbe Farbe erhält das Kurkuma durch das enthaltene Curcumin. Als man erkannte, dass Speisen welche mit Kurkuma versetzt waren länger haltbar waren wurde begonnen die gesundheitlichen Vorzüge näher zu beleuchten.

Curcumin und seine Derivate (Curcuminoide) machen zwar nur 2 – 5% der Molekülstruktur des Gewürzes aus, sind aber die Schlüsselkomponente in seiner Gesundheitswirkung (2).

Einige Sorten des Kurkuma enthalten sogar bis zu 9% Curcumin und daneben noch ätherische Öle, Omega 3 Fettsäuren sowie Kohlehydrate und Eiweiße (1). Dazu kommen noch weitere natürlich vorkommende Pflanzenwirkstoffe (Phytochemikalien) wie das wasserlösliche Antioxidans Turmerol (3).

 


 

Was ist Curcumin?

 

Curcuminoid Moleküle sind so genannte Polyphenole. Sie sind jeweils an eine unterschiedliche Zahl von Molekülen der Karbolsäure gekoppelt. Abhängig von der Struktur werden sie als Curcumin I, II oder III bezeichnet. Auch wenn es ist nicht eindeutig zu sagen ist welche dieser Arten die aktivste Form ist, so ist es eindeutig, dass Curcumin die wichtigste Komponente des Kurkuma ist (4-5).

Das Spektrum der Möglichkeiten dieses Moleküls umfasst in der Gesundheit und Physiologie ein großes Spektrum. Angefangen als Entzündungshemmer bis zum Schutz der Organe und der Leber im Speziellen.  Die entzündungshemmenden Eigenschaften stehen dabei besonders im Zusammenhang mit der Zellentwicklung, der Signaltransduktion sowie der Aufrechterhaltung der Level der Schlüsselproteine und der Wachstumsfaktoren.

Beschäftigen wir uns mal näher mit diesen Wundertaten des Curcumin

 


 

Biologische Vorgänge des Curcumin

Curcumin

Wie bereits erwähnt sind die Anwendungszwecke von Curcumin vielfältig:

– Antiseptisch

– Schmerzlindernd

– Hemmt Malaria

– Anti oxidative Eigenschaften (6-11)

Um ein so großes Spektrum an positiven Wirkweisen hervorzubringen modifiziert Curcumin eine Vielzahl von Schlüsselkomponenten der Molekularbiologie.

 

Ein Beispiel

 

Es konnte beobachtet werden, dass Curcumin verschiedene Transskriptionsfaktoren positiv beeinflusst, was die allgemeine Gesundheit verbessert (12-16). Hierbei wird die Zellteilung positiv beeinflusst.

Zusätzlich werden die Zytokinlevel (17-18) und auch Wachstumsfaktoren (19-22) sowie Kinase Enzyme angepasst.

Diese Werte werden so modifiziert, dass die Reproduktionsraten der Zellen gesteigert werden können und uns daher vor Krankheiten schützt und das Wohlbefinden verbessert.

 

Entzündungshemmende Effekte

 

Die natürlichen entzündungshemmenden Eigenschaften von Curcumin sind sehr ausgeprägt und sogar vergleichbar mit der des nichtsteroidalen Antirheumatikas Phenylbutazon (24) und übertreffen die von Iboprufen sogar noch (25)!

Und all das ohne die Nebenwirkungen der chemischen Entzündungshemmer. Die entzündungshemmenden Mechanismen arbeiten über verschiedene Wege:

– Hemmung von Cyclooxygenase-2 (COX-2). Einem Enzym welches für Entzündungen und Schmerz verantwortlich ist (26-27)

– Hemmung von LOX-2 (Ein weiteres entzündungsförderndes Enzym) (28-30).

– Hemmung von Zytokinen (31-36 und Transkriptionsfaktoren (37-41) welche für eine Entzündungsreaktion verantwortlich sein können.

– Hemmung der Produkte der Stickstoffmonoxid-Synthasen (42).

– Zusätzlich gibt es Hinweise, dass die entzündungshemmenden Faktoren des Curcumin auf seinen antioxidativen Eigenschaften beruhen (43-46).

 

Antioxidative Wirkung

 

Der Zusammenhang zwischen der Lipidperoxidation und der oxidativen Schädigung durch freie Radikale an der DNS und Zellproteinen ist hinreichend bekannt und steht in Verbindung zu vielen Krankheiten und auch den Alterungsprozessen. Curcumin kann den oxidativen Stress an diesen Stellen mildern.

Der Schutz vor oxidativen Schäden wird durch die Kontrolle des Verhältnisses aus Redox und Reduktionsreaktionen gesteuert. Einfach ausgedrückt. Eine Reduktionsreaktion bedeutet ein Elektron wird aufgenommen (dadurch sinkt der Oxidationszustand). Bei einer Oxidation passiert hingegen das Gegenteil und ein Elektron geht verloren und der Oxidationszustand steigt. Curcumin zeigte mehrfach die Fähigkeit positiven Einfluss auf die Oxidationszustände von Zellen zu nehmen.

Ein Beispiel: Curcumin hemmt die Lipidperoxidation und Schützt dadurch die Zellwände (47-51). Zusätzlich steigert Curcumin die Ausschüttung von Glutathion (52-56) einem der wichtigsten Radikalfänger im Körper.

Der oxidative Stress wird dadurch signifikant reduziert.

Zu guter Letzt verhindert Curcumin weitere Oxidation durch seine Fähigkeit Eisen zu binden (57). Daher ist es also nicht verwunderlich, dass Curcumin (und damit Kurkuma) einen positiven Einfluss auf alle Krankheitsbilder hat die durch oxidativen Stress verursacht werden. Fett und wasserlösliche Curcuminextrakte sind sogar gleich stark wie andere Antioxidantien wie Vitamin C und E (58).

 


 

Kurkuma und Curcumin:  Medizinischer Nutzen

Curcumin

Zuerst eine kleine Anmerkung. Nach aktuellem Wissensstand wurde das therapeutische Potential von Curcumin noch nicht systematisch in randomisierten Studien mit Doppelverblindung in verschiedenen Institutionen durchgeführt (59) dennoch wurden viele Vorzüge bereits in Fallstudien sowie vorklinischen und epidemiologischen Studien gezeigt.

 

#1 Wundheilung

 

Der verbreitetste Anwednungszweck von Curcumin in der Folklore und in der Medizin ist die Wundheilung (60). Die antioxidativen Eigenschaften unterstützen hierbei die Wundheilung. Das zeigten Laborstudien und Tierversuche (61-63). Diese Eigenschaften schützen Haut und Kollagenzellen vor freien Radikalen wie Wasserstoffperoxid während des Heilungsprozesses.

 

#2 Arthritis

 

In Humanstudien wurden die Möglichkeiten der Behandlung von Arthritis durch Curcumin erörtert. So wurde in einer Studie (64) einer randomisierten Gruppe mit rheumatischer Arthritis entweder Curcumin (1200mg pro Tag) oder das nichtsteroidale Antirheumatika Phenylbutazon (300mg pro Tag) über einen Zeitraum von zwei Wochen verabreicht.

Curcumin erzielte hierbei gleich gute Ergebnisse und das ohne Nebenwirkungen. Symptome wie Unbeweglichkeit am Morgen und Gelenkschwellungen wurden signifikant gemildert und die Gehdistanzen der Patienten erhöht. Dies wurde auch durch andere Arthritisstudien gezeigt welche an Knorpelgewebe (65-67) und an Tieren durchgeführt wurden (68).

 

#3 Krebs

 

Eine der aufsehenerregendsten Vorteile von Curcumin sind sicherlich seine antikarzinogegen Effekte. Sowohl die entzündungshemmenden als auch antioxidativen Komponenten beeinflussen die Transformation maligner Zellen positiv (69).

So wurde beispielsweise eine zehnprozentige Reduktion der Läsionsgröße eines Tumors bei Mundhöhlenkrebs beobachtet unter lokalem Einsatz von Kurkuma welches direkt auf die Zunge aufgetragen wurde. (70).

Curcumin unterstützt zudem das Absterben von Krebszellen, was bei den verschiedensten Krebsarten gezeigt wurde wie:

– Kopf und Nacken (71)

– Lungenkrebs (72)

– Bauchspeicheldrüsenkrebs (73)

– Eierstockkrebs (74)

– Brustkrebs (75)

Das ist auch der Grund warum Curcumin als universell einsetzbares Mittel zur Krebsvorsorge untersucht wird.

 

#4 Schuppenflechte

 

Eine besonders interessante Untersuchung beobachtete die Effekte von Curcumin bei lokaler Anwendung bei Schuppenflechte (81). Bei diesem Experiment wurde ein Gel mit 1% Curcumin bei einer Gruppe von zehn Personen mit Schuppenflechte angewandt. Fünf dieser Personen hatten eine 90%ige Reduktion ihrer Läsionen nach 2-6 Wochen erfahren. Die restlichen fünf Teilnehmer hatten nach acht Wochen eine Verbesserung von 50-85% zu verzeichnen.

Beim Vergleich mit einem Alkohol basierten Gel zeigte die Curcumin behandelte Gruppe nach einem Monat eine Verbesserung von 25 – 75% während die Kontrollgruppe entweder keine Verbesserungen (33%) oder sogar eine Verschlechterung (66%) erfahren haben.

 

#5 Weitere Vorzüge von Kurkuma und Curcumin?

 

Generell decken die therapeutischen Möglichkeiten des Curcumin ein zu großes Spektrum für diesen Artikel hier ab. Wir konzentrieren uns daher mal auf weitere Bereiche in denen wir die antioxidativen und entzündungshemmenden Effekte zu sehen bekommen.

– Reduzierung und Milderung von Bauchspeicheldrüsenentzündungen (76)

– Hemmung der antiinflammatorischen Immunantwort beim Reizdarmsyndrom (77)

– Verbesserung der histologischen Zeichen bei Darmentzündungen (Kolitis) (78)

– Schutz vor Magengeschwüren (79)

– Reduktion der Mastzellenaktivierung durch Allergien (80-81)

– Hemmung der Virusreplikation bei HIV (82)

– Steigerung der Serotoninlevel und Reduktion von depressivem Verhalten (gezeigt an Mäusen) (83).

– Hemmung der Hyaluronidase Enzyme in Schlangegiften. Dadurch Verminderung von Gewebeschäden und verlängerte Überlebenszeit. (84).

 


 

Risiken und Nebenwirkungen

Curcumin

Eine umfangreiche Studie zu Curcumin im Menschen wurde 2001 durchgeführt (85) obwohl in der langen Nutzungsgeschichte es zu keinen bekannten Nebenwirkungen kam.

Ergebnisse

Bei dieser Studie wurde Curcumin bei einer Reinheit von 99,3% in verschiedenen Dosierungen an Niedrig und Hochrisikopatienten getestet. Hierbei wurden täglich 500-8000mg über einen Zeitraum von drei Monaten verabreicht.

– Die Ergebnisse zeigt auch bei 8000mg keine Giftigkeit.

– Auch noch höhere Dosierungen (12g) über drei Monate zeigten keinerlei Probleme (86). Bezogen auf eine Konzentration von 95% Curcuminoide mit einem Anteil von 75% Curcumin. Die einzigen Gegenanzeigen bei den Höchstdosierungen waren Kopfschmerz, Hautausschlag und Durchfall.

 


 

Dosierung

 

Die verbreitetste Dosierung in den Studien lag bei 500-8000mg Kurkuma. Extrakte werden typischer Weise in geringeren Dosen von 250 – 2000mg gegeben. Zeiträume von drei bis vier Monaten zeigten sich hier als passend.

Stichpunkte

Die Anwendungszwecke von Kurkuma und seinem Hauptbestandteil Curcumin sind riesig! Die antioxidativen und entzündungshemmenden Effekten aus den Studien zeigen uns den Grund für die lange Nutzung von Kurkuma in der Menschheitsgeschichte anhand einfacher molekularer Zusammenhänge.

Deshalb sollten wir darüber nachdenken unseren Konsum von Kurkuma zu erhöhen um sicherzustellen, dass wir die Vorteile des Kurkuma auch vollends nutzen können.

Also. Bring Würze in dein Leben!

Unsere Artikel sollen informieren und lehren. Die dargebotenen Informationen sollten nicht als medizinische Ratschläge interpretiert werden. Kontaktiere bitte einen Arzt, bevor du mit der Ergänzung von Nahrungsergänzungsmitteln beginnst oder größere Veränderungen an deiner Ernährung durchführst.

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