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Abnehmen mit Schwimmen | Alles was du wissen solltest

Von Thomas Lindner

Für die meisten nimmt das Schwimmen eine eher untergeordnete Rolle im Sport ein. Die meisten Ausdauersportler und auch abnehmwilligen gehen lieber eine Runde laufen oder schwingen sich auf das gute alte Fahrrad. Ja sogar für viele Triathleten ist das Schwimmen eher ein Klotz am Bein und alles andere als die Lieblingsdisziplin. Dennoch ist schwimmen eine großartige Methode sowohl seine Gesundheit, die Ausdauer und auch die Kraft zu verbessern und selbstverständlich auch die letzten Kilos loszuwerden.

 


 

Abnehmen mit Schwimmen | Alles was du wissen solltest

 

Warum solltest du schwimmen?

Abnehmen mit Schwimmen

Schwimmen und der Kalorienverbrauch

 

Ein großer Vorteil, den Schwimmen gegenüber anderen Ausdauersportarten hat ist, dass man nicht nur die Beine verwendet (wie beim Laufen und Fahrradfahren), sondern auch die Arme. Durch die Verwendung von mehr Muskeln bzw. Muskelgruppen werden auch mehr Kalorien verbrannt, was wiederum einen positiven Effekt auf die Fettpolster hat. Zum Vergleich braucht man beim Laufen als 90kg schwere Person in 30 Minuten etwa 400-450kcal, beim Kraulschwimmen 550-600kcal. Man darf auch folgenden Faktor nicht außer Acht lassen: Da das Wasser für gewöhnlich unter der Körpertemperatur liegt, muss der Körper seine Temperatur ständig regulieren um sie zu halten, das verbrennt noch mehr Kalorien, ohne dass man sich anstrengen muss.

 

Muskelaufbau

 

Durch das Schwimmen werden wie oben genannt auch Muskeln aufgebaut, da man gegen den Wasserwiderstand „ankämpfen“ muss. Das heißt in weiterer Folge also auch, dass man kräftiger wird und bekanntermaßen erhöhen mehr Muskeln den Energieverbrauch in Ruhe, was sich positiv auf die Figur auswirkt.

 

Abwechslung

 

Schwimmen ist keineswegs langweilig. Man kann viele verschiedene Trainingstempi machen, wie z.B. langsames und ausdauerndes Schwimmen um den aeroben Stoffwechsel zu trainieren, oder auch Sprints um den anaeroben Stoffwechsel zu trainieren. Auch ist „schwimmen“ nicht gleich „schwimmen“. Es gibt viele verschiedene Lagen, die andere Muskeln beanspruchen und unterschiedlich anstrengend sind. Das Kraulschwimmen ist z.B. eine andere Bewegung als das Delphin- oder Brustschwimmen. Langeweile kommt dabei garantiert nicht auf.

Man hat beim Schwimmen auch die Wahl zwischen Indoor und Outdoor. Klar, das geht beim Fahrradfahren oder Laufen auch, aber beim Schwimmen kommt man immerhin auch in der Halle von der Stelle und hat eine gewisse Dynamik, im Gegensatz zum Laufband oder Ergometer.

 

Weniger gefühlte Anstrengung

 

Das einzigarte am Schwimmen ist, dass man scheinbar relativ wenig Anstrengung spürt. Das hat viele Faktoren: Erstens wirkt das Wasser beim durchgleiten wie eine Massagerolle und entspannt hier die Muskeln, die sich anstrengen müssen. Das Wasser ist für gewöhnlich kühl und somit reduziert sich die Schweißproduktion und wenn du denkst, dass du nicht schwitzt, dann nimmst du die Anstrengung als weniger stark wahr. Der Wasserwiderstand ist etwa 14-mal höher als der Luftwiderstand. Man braucht also auch mehr Kraft und die gleiche Strecke zurückzulegen. All diese Faktoren helfen dabei, dass sich das Schwimmen weniger anstrengend anfühlt und man somit länger bzw. härter trainieren kann.

 

Gelenksschonend

 

Schwimmen schont die Gelenke, da so gut wie keine Kraft auf die Gelenke wirkt. Das ist insbesondere für stark übergewichtige Personen von Vorteil. Zum Vergleich: Beim Laufen wirken beim Auftreten enorme Kräfte auf die Kniegelenke, die sie auf Dauer schädigen können, insbesondere dann wenn der Körper 30kg und mehr zu viel auf den Rippen hat. Beim Schwimmen hingegen wirkt gar keine Kraft auf die Knie und somit bleiben diese gesund, während aber ähnlich gute gesundheitliche Effekte erzielt werden können.

 


 

Was du brauchst

Abnehmen mit Schwimmen

Im Prinzip eine Badehose bzw. Badeanzug und das wars dann auch schon.

Natürlich sind nach oben hin wenige Grenzen gesetzt. Empfehlenswert sind auch eine Schwimmbrille und -haube. Dinge wie Pull-Buoys, Paddles, etc. kann man nehmen, braucht man aber nicht unbedingt.

Solltest du noch das letzte bisschen Motivation brauchen, gibt es heutzutage auch schon wasserdichte MP3 Player, damit gibt es keine Ausrede mehr, nicht motiviert zu sein.

 


 

Tipps für Beginner

 

  1. Variiere zwischen den verschiedenen Schwimmstilen, damit viele Muskelgruppen trainiert werden und es nicht langweilig wird
  2. Fange an mit Technikübungen und eigne dir eine gute Technik an, bevor du richtig Gas gibst
  3. Erhöhe mit der Zeit die Dauer oder die Intensität, um immer weiter Erfolge erzielen zu können
  4. Wenn du jemanden im Bekanntenkreis hast, der Ahnung hat, dann lass dich im Wasser beobachten und korrigiere dann deine Technik, die anfangs nicht perfekt sein wird (oder gönne dir ab und zu auch mal eine Trainierstunde)
  5. Auch wenn du die Anstrengung weniger merken wirst als bei anderen Sportarten, achte auf deine Nahrungsaufnahme nach dem Training. Die kann sich nämlich schleichend erhöhen, wenn du nicht aufpasst. Dein Körper holt sich, was er braucht, selbst wenn du es nicht merkst.

 


 

Wie kann eine Trainingseinheit aussehen

Abnehmen mit Schwimmen

– Aufwärmen (z.B. Armkreisen, Kniebeugen, Ausfallschritte)

– 100 – 200m einschwimmen

– 4 x 50m Kraulschwimmen in Ausdauergeschwindigkeit

– 100m Brustschwimmen

– 4 x 50m Kraulschwimmen in Ausdauergeschwindigkeit

– 6 x 50m Brust, Kraul, Rücken im Wechsel alle 50m

– 2 x 25m „Faustschwimmen“ (Statt flachen Händen nur mit Fäusten kraulen)

– 4 x 25m Kraulsprints (möglichst ohne Luft zu holen um das anaerobe System zu trainieren)

– 100m ausschwimmen

 


 

Fazit

 

Schwimmen ist eine tolle Sportart, die sich sowohl positive auf deine Figur auswirken kann und auch viele weitere positive Effekte mit sich bringt. Egal welchen Sport du betreibst, Schwimmen ist immer eine gute Ergänzung zu deinem Programm.

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