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Auf ins Studio | Mentale Aspekte & Gesundheit

Es gibt viele, die darüber berichten sich schuldig zu fühlen, weil sie nicht trainieren; aber was ist in der heutigen zunehmend gesundheitsbewussten Gesellschaft mit jenen von uns, die zwar trainieren gehen wollen, sich dadurch aber selbstsüchtig oder schuldig fühlen?…

In letzter Zeit hat eine Explosion in der Literatur innerhalb psychischer Gesundheit stattgefunden, bei der sich eine zunehmende Anerkennung für Training nicht nur in Bezug auf körperliches und psychisches Wohlbefinden, sondern auch als eine effektive Behandlungsmöglichkeit für psychische Störungen zeigt, welche vergleichbar und in manchen Fällen effektiver als traditionelle Behandlungsmethoden ist. Tatsächlich werden die Auswirkungen von Training auf Depression als zuvor unterbewertet angesehen, wie der Autor einer neuerlichen Metaanalyse schlussfolgert: „Vorangegangene Metaanalysen mögen die Vorzüge von Training aufgrund von Publikationsbias unterbewertet haben. Unsere Daten unterstützen stark die Behauptung, dass Training eine evidenzbasierte Behandlung für Depression ist.“

 


 

 

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Es wurde herausgefunden, dass Training mit Verbesserungen einer Reihe psychologischer und psychiatrischer Zustände wie ADHD, Schizophrenie und Erstepisode-Psychose in Verbindung gebracht werden kann – sogar lediglich eine einzige Runde Training hat positive Auswirkungen auf Angstzustände.

Trotz alledem berichten regelmäßige oder angehende Fitnessstudiobesucher oftmals über ein Gefühl von Schuld dafür, dass sie das Training priorisieren, als wenn es eitel oder egoistisch wäre das zu tun, und dass ihre Zeit anderweitig besser genutzt wäre – z.B. mit Haushaltsarbeit oder „echter“ Arbeit. Darüber hinaus hat die Medienberichterstattung über neuerlich zugeschriebene Zustände wie z.B. Orthorexie und Bigorexie die öffentliche Aufmerksamkeit hinsichtlich der extremen Ausprägung „sauberen Lebens“ und des Strebens nach dem wunderschönen Körper dahingehend betont, dass es äußerst lebensschädigende Auswirkungen haben kann.

Was ist also die Lösung? Es mag ein alter Spruch sein, aber der Schlüssel hierzu ist wirklich, dass alles auf die Balance ankommt. Akzeptanz- und Selbstverpflichtungstherapie (ACT), eine Dritte-Generation-Form oder „neue Welle“ der kognitiven Verhaltenstherapie, kann dazu beitragen, da es einkapselt, wie dies in Bezug auf Fitness, Essen oder freilich irgendwelche anderen Verhaltensentscheidungen erreicht werden könnte.

Obwohl ACT eine evidenzbasierte Behandlungsmethode für psychische Gesundheitszustände ist, kann es auch ein unglaublich effektiver Weg sein, jedem Einzelnen zu helfen sein Leben gesünder und nützlicher zu leben. Anstatt starr an Regeln festzuhalten – wie z.B. „Ich muss jeden Tag trainieren“ oder „Ich kann nur dann ins Fitnessstudio gehen, wenn ich priorisiert habe nach den Bedürfnissen aller anderen zu schauen“ – zielt ACT darauf ab psychologische Flexibilität zu entwickeln, um es Leuten zu ermöglichen besser zu leben.

 

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Auch wenn es gut ist Ziele zu haben (wie z.B. eine feste Nummer an anvisierten Fitnessstudiobesuchen für jede Woche), ermuntert ACT Personen „Ziele locker zu halten“, sie zu benutzen, wenn sie umsetzbar sind (wenn sie bei dieser Gelegenheit mehr anbieten als sie kosten) und sie niederzulegen, wenn dies nicht der Fall ist.

Mit psychologischer Flexibilität als dem Leitfaden für Verhalten werden Entscheidungen im Einklang mit Werten (die Art Person, die du sein willst und wer und was dir wichtig ist) und Durchführbarkeit getroffen – und nicht geleitet von interner Erfahrung (Gedanken, Emotionen und Gefühlen). Auf diese Weise werden unhilfreiche Gedanken wie z.B. „Ich darf nicht gestört werden“ oder „Es ist nachgiebig, wenn ich gehe“ in Bezug auf ihre Nützlichkeit und das Ergebnis, wenn man ihnen folgt, hinsichtlich der Lebensrichtung und im Gegensatz dazu, ob sie wahr oder falsch sind, bewertet. Darüber hinaus wird unangenehmen Gefühlen (wie z.B. Müdigkeit und schlechter Laune) nicht gestattet das Handeln zu bestimmen. Dies macht das Individuum frei dafür Entscheidungen zu treffen, die ein ausgeglicheneres, erfüllteres und gesünderes Leben bieten.

Indem sie psychologische Fähigkeiten wie z.B. Aufmerksamkeit (Defusion und Akzeptanz) trainiert, verhaltensbezogene Entscheidungen trifft und Maßnahmen ergreift, die kontextuell effektiv sind, kann eine Person lernen sich durch das knifflige Minenfeld des Lebens auf einem Weg hindurchzumanövrieren, der sie dorthin führt zu erkennen, wer oder was wichtig ist – selbst wenn das die Erfahrung schwieriger oder ungewollter interner Erfahrungen mit sich bringt (Gedanken und Gefühle), die normalerweise Barrieren für bedeutungsvolle Handlungen darstellen würden.

 

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Wie könnte dein Leben also anders sein, wenn du in der Lage wärst auf eine Weise zu trainieren, die mit den Bedürfnissen deiner Gesundheit und deinen persönlichen Zielen übereinstimmt, während du dich außerdem vollständig in den anderen Bereichen deines Lebens, die dir wichtig sind, engagieren könntest? Wenn du in der Lage wärst eine tägliche Entscheidung zu treffen und basierend auf der Umsetzbarkeit und Werten – im Gegensatz zu zehrenden Forderungen, die von deinem Geist festgesetzt wurden oder von einem andauernden Gefühl von Schuld oder Verpflichtung getrieben sind – flexibel zu handeln? Könnte sich das Leben freier anfühlen und Training eher eine Lebensbereicherung als eine Schwäche oder eine Pflicht sein?

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