Ernährung

Myprotein Produktvorstellung: Vegan Blend (Geschmacksneutral)

Von Damian N. Minichowski

Bevor es ans Eingemachte geht, sollte ich an dieser Stelle zugeben, dass ich kein eingefleischter (Haha!) Vegetarier oder gar Veganer bin, dennoch habe ich mir das Vegan Blend vor einiger Zeit geholt, weil ich zum einen neugierig auf den Blend gewesen bin und zum anderen eine pflanzliche Protein-Ergänzung gar nicht so verkehrt empfinde. (Üblicherweise nehm ich unser Impact Whey als „Shake“-Versorung – aber Abwechslung tut ja bekanntlich gut und insofern war das auch für mich ein Novum.

Das Vegan Blend von Myprotein kannst du übrigens hier bequem im Shop kaufen.

Myprotein Produktvorstellung: Vegan Blend (Geschmacksneutral)

Die Sache mit den pflanzlichen Proteinen

Reisprotein: Besser als sein Ruf

Reisprotein: Besser als sein Ruf – kombiniert man das ganze noch mit der Erbse und Hanf, ergibt sich ein gutes Aminosäureprofil.

Zwar gehen die Leute immer davon aus, dass pflanzliche Protein gleich mit einer minderwertigen Qualität einhergehen, aber dies ist ein Trugschluss, dem man relativ leicht erliegt, wenn man nicht um den synergistischen Kombinations-Effekt unterschiedlicher Proteine weiß – entgegen populärer Behauptungen stellt das Vegan Blend durchaus ein sehr effektives und hochwertiges Produkt dar. (Beide Analyse-Zertifikate zur jeweiligen Aminosäuren-Zusammensetzung gibt auf den jeweiligen Produktseiten, aber ich erspare dir die Sucherei: Ersenprotein-Isolat (Klick), Hanfprotein (Klick) & Reisprotein-Konzentrat (Klick))

Vegan Blend: Die Proteinquellen auf einen Blick

Die Erbse ist vergleichsweise am an Methionin, Tryptophan, Cystein und Tyrosin, während das Konzentrat aus braunem Reis genau die Aminos in erhöhter Konzentration beinhaltet.

Der große Vorteil von Erbsenprotein ist, dass es sehr magenfreundlich und non-allergen ist. Diese Proteinart ist reich an Leucin (6,6g/100g), einer verzweigtkettigen Aminosäure (BCAA), die eine wichtige Stellung bei der Energiedeckung und Aktivierung der Proteinsynthese einnimmt.

Das Reisprotein-Konzentrat von Myprotein weißt ebenfalls eine erhöhte Leucin-Konzentration (8,4g/100g) und wartet ebenfalls mit einer beachtlichen Menge an Valin (5,8g/100g)   – eine weitere BCAA – auf. Es gilt als leicht zu verdauen und verfügt ebenfalls über ein geringeres Allergenpotenzial.

In Sachen Hanfprotein lässt sich sagen, dass die Konzentration der Aminos zwar nicht so hoch ausfällt, aber es sich, alles in allem, um ein pflanzliches Protein mit einem nahezu vollständigen Aminosäureprofil aufwartet – das fehlende Tryptophan wird indes durch Reis- und Erbsenprotein ergänzt. Der große Pluspunkte von Hanf ist nicht etwa der THC-Gehalt, sondern die attraktiven Begleitstoffe, die einen wesentlichen Beitrag zur Fitness und Gesundheit leisten können. Zum einen enthält es eine ideales „Omega-3-zu-Omega-6“-Verhältnis (Hanfprotein ist mit 2,5g Fett auf 100g Pulver vergleichsweise fettig), enthält eine Fettsäure namens GLA (Gamma-Linolensäure) und verfügt über ein nicht zu unterschätzendes Mikronährstoffprofil.

Die Aufmachung

10637445-1395068394-710016Das Vegan Blend kommt in unserer gewohnten blau-weißen Verpackung, nämlich als wiederverschließbarer Zipbeutel, daher. Im Shop kannst du zwischen einem 1kg oder 2,5kg Beutel wählen. Ich habe mich seinerzeit in meinem „geschmacksneutralen Wahn“ für die unflavoured-Version entschiedenm aber da machen wir einem die Wahl auch sehr einfach: Das Vegan Blend gibt es zur Zeit nur in zwei Geschmackrichtungen.

Wer auf ein geschmacksneutrales Pulver verzichten möchte, der kann Alternativ zu „Schokolade“ greifen. Dieses Produkt-Review bezieht sich daher auf die neutrale Variante des Vegan Blend.

Die Verpackung ist schnörkellos und in gewohnter Weise „minimalistisch“ gehalten: Vorne die Produktbezeichnung, Geschmacksrichtung, Verpackungsgröße sowie das Produktionsdatum (MANU), die Chargen-Nummer (BATCH) sowie das Mindesthaltbarkeitsdatum (BBD). Hinten die Zubereitungsanweisung und die Zutatenliste.

Achtung: Die Verpackungsangaben sind alle in englischer Sprache, doch das sollte den meisten bereits bekannt sein. Auf der Produktseite zum Vegan Blend sind alle wichtigen Informationen (auch die Kalorienangaben und Einnahmehinweise) in deutscher Sprache.

Der Inhalt

Vegan-Blend-2Wer Proteinpulver kennt, der wird beim Aussehen nicht überrascht sein. Das Vegan Blend sieht aber in der neutralen Version wie Schoko-Whey aus. Riechen tut es eher mehlig/nussig. Geruchsmäßig darf man allerdings kein allzu großes Erlebnis erwarten, aber das liegt ganz einfach in der Natur der Rohstoffe.

Unser Vegan Blend verfügt pro Portion (30g; Scoop enthalten) über folgende Nährwerte:

  • – Brennwert: 472 kJ
  • – Brennwert: 113 kcal
  • – Protein: 22,6 g
  • – Kohlenhydrate: 3,7 g
  • – Fett: 0,9 g

Damit enthält das Vegan Blend einen minimal höheren Kalorienwert aufs Gramm gerechnet auf, als das Impact Whey Protein. 1 Portion Whey liefert dir 19,6g Protein (25g) während eine Portion Vegan Blend (30g) 22,6g Protein enthält. Gramm für Gramm liegt es damit ein klein wenig unter dem Impact Whey.

Wie setzt es sich nun konkret zusammen? Das Vegan Blend weist folgende Inhaltsstofffe auf:

Proteinisolat aus Erbsen, Proteinkonzentrat aus Naturreis, Hanfprotein, Kakaopulver (nur Sorte „Schokolade“), Aromastoffe (nur aromatisierte Sorten), Digezyme® (Amylase, Protease, Cellulase, Beta-D-Galactosidase, Lipase), Süßstoff (Sucralose® [nur aromatisierte Sorten]).

Wir uns dazu entschlossen das Vegan Blend mit Verdauungsenzymen (Patentname Digezyme®) auszustatten, um eine maximale Aufnahme der darin enthaltenen Nährstoffe zu gewährleisten.

Vegan-Blend-3

Zubereitung / Geschmack

Vegan-Blend-5Shaker auf, Wasser rein, Vegan Blend rein. Zuschrauben und ordentlich durchschütteln. Was schon bei Whey und Co. funktioniert, ist auch hier von Erfolg gekrönt. Bei meinem „Lackmus“-Test habe ich keine negativen Dinge beim Anrühren feststellen können. Es gibt keine Klumpen und es löst sich auf – also das, was es auch tun soll.

Geschmacklich muss ich aber zugeben, dass das Vegan Blend vermutlich keine Gourmets anspricht – okay, das tut neutrales Whey auch nicht. Das Besondere am Geschmack des Vegan Blends ist das nussige Aroma und die mehl-artige Konsistenz; hier hilft auch alles Schütteln der Welt nicht mehr – aber das ist ein Kompromiss, den man bei einer solchen Proteinsortenmischung eingehen muss.

Da ich ansonsten keine Erfahrung mit pflanzlichen Proteinquellen in Pulverform habe, kann ich nun nicht genau sagen, ob dies positiv oder negativ zu bewerten ist. Aber was tut man nicht alles, um die Proteinsynthese in Fahrt zu bringen…!

Gesamturteil

Vegan-Blend-4Unter dem Strich lässt sich sagen, dass das Vegan Blend, bestehend aus Erbsenprotein-Isolat, Hanfprotein und Reisprotein, theoretisch wie praktisch eine kluge und nährstoffreiche (vollwertige) Kombi darstellt, dass sich natürlich vor allem an Vegetarier und Veganer richtet, aber auch für „Fleischfresser“ eine gute und nicht verkehrte Wahl darstellt.

Gerade dann, wenn du auf der Suche nach einer preislich-attraktiven Proteinpulver-Version auf Pflanzenbasis bist und auf Sojaprotein verzichten möchtest, kannst du mit dem Vegan Blend nicht viel falsch machen. Geschmacklich bleibt es zwar auf der Strecke und auch die Konsistenz ist gewöhnungsbedürftig, aber damit kann man sich arrangieren.

Wenn du das Protein nicht als Shake magst, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es sich danke der nussigen Note hervorragend zum Backen und verfeinern von Zutaten eignet – wer weiß, vielleicht trudeln ja schon bald die ersten Rezepte auf „Vegan Blend“-Basis ein…?

Falls du damit Erfahrung hast, kannst du uns ja gerne eine Mail zuschicken oder im entsprechenden Forenbeitrag dein Rezept zum Besten geben (wir können es dann – wenn du willst – in die ZONE einstellen).

Du willst dich über das Vegan Blend unterhalten? Hier geht es zur Forendiskussion


Quellen

Reis: Flickr / Charles Haynes. CC Lizenz. URL: https://www.flickr.com/photos/haynes/2173115812/.

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