Supplemente

Nootropika: Wirken sie? Welche Nebenwirkungen gibt es?

Nootropika stellen ein Minenfeld dar. Diese Zusammensetzungen sind eine Klasse an Medikamenten, sowie Supplements, welche sowohl natürlicher, als auch pharmakologischer Herkunft sind. Diese sollen die Leistungsfähigkeit des Gehirns verbessern. Als zusammengesetzter Lehnbegriff der griechischen Wörter nous (Verstand), sowie trepein (Wendung, Richtung) sollen diese Supplemente Verbesserungen auf neurologischer Ebene bewirken.

Deshalb lehne dich zurück und lies weiter, während ich es übernehme den Nutzen dieser „smarten“ Komponent-Wirkstoffe aufzuschlüsseln.

 


 

Nootropika: Wirken sie? Welche Nebenwirkungen gibt es?

 

Was sind Nootropika?

Nootropika

Der rumänische Wissenschaftler Dr. Corneliu Giurgea synthetisierte 1964 das erste künstlich hergestellte Nootropikum mit Namen Piracetam und wählte die Bezeichnung „Nootropika“ um die Effekte hervorzuheben, welche diese Substanzen auf die Kapazität, sowie Leistungsfähigkeit unseres Gedächtnisses haben (1-2).

Dr. Giurgea entwickelte ebenso diverse Kriterien, welche erfüllt sein müssten, um Wirkstoffe als Nootropika zu klassifizieren. Die Kriterien besagen, dass solche Substanzen die Eigenschaften besitzen müssen:

  • Das Erinnerungs-, sowie Lernvermögen zu erweitern
  • Die Fähigkeit zu verbessern, unter hinderlichen Bedingungen (z. B. Krankheit) gut zu funktionieren
  • Das Gehirn vor chemischen, sowie physischen Einwirkungen zu schützen (z. B. Drogen)
  • Die Effizienz der neuronalen Signalübertragung im Cortex, sowie den subcorticalen Gehirnarealen zu verbessern
  • Weder einen sedativen, noch stimulatorischen Effekt zu bewirken
  • Wenige Nebenwirkungen, sowie keine Toxizität zu haben

In Anknüpfung an diese Arbeit legte Dr. Vladimir Skondia, Wissenschaftler des belgischen Pharma-Konzerns UCB, weitere Klassifizierungskriterien für Nootropika fest. Seine Richtlinien (3) basierten eher auf den metabolischen Charakteristika dieser Wirkstoffe. Seiner Klassifizierung nach sollten Nootropika die Voraussetzungen erfüllen:

  • Keine direkte Veränderung der Blutgefäße, über eine Vasodilatation bzw. Vasokonstriktion zu bewirken
  • Den elektroenzephalographen (EEG) Rhythmus des Gehirns nicht zu verändernDie Blut-Hirn-Schranke nicht zu überwinden
  • Keine Veränderung der Stoffwechselaktivität des Gehirns zu bewirken
  • Wenige oder keine Nebeneffekte besitzen
  • In klinischen Studien hinsichtlich möglicher Wirkungen auf den Gehirnstoffwechsel untersucht zu werden

Aufgrund zwei konkurrierender Klassifizierungs-Kataloge ist es nicht verwunderlich, dass die Definition, was genau ein Nootropikum ausmacht bzw. was nicht, diskutierbar ist. Viele Nootropika erfüllen beide Klassifizierungen in Teilen, manche sogar ganz.

Um eine Verständlichkeit dieses Artikels zu erleichtern, werden wir Wirkstoffe, welche häufig als Nootropika bezeichnet werden, anhand ihrer Wirkungsweise auf Stoffwechselebene (nach Dr. Skondias Kriterien) näher betrachten und mit deren funktionellen Fähigkeiten auf die Gedächtniskapazität (z. B. Lern-, Erinnerungsvermögen) (nach Dr. Giuregas Kriterien) vergleichen.

Es werden sowohl natürliche, als auch pharmazeutische Nootropika näher betrachtet, allerdings nicht einige spezifische, die kognitive Leistung verbessernde Wirkstoffe, wie Koffein, sowie Alderall, welche zwar die Gehirnleistung-fördernde Effekte besitzen, jedoch auch Veränderungen bewirken, die sie nach obigen Kriterien ausschließen.

 


 

Pharmazeutische Nootropika: Racetame

Nootropika

Wie bereits erwähnt stellte das erste künstliche Nootropikum einen Wirkstoff namens Piracetam (2-oxo-1-Pyrrolidin-Acetamid) dar. Heutzutage gibt es eine Reihe weiterer Wirkstoffe (z. B. Anuracetam, Oxiracetam, Noopept), welche neben Piracetam die Gruppe der „Racetame“ bilden. Diese verschiedenen Wirkstoffe besitzen leichte Unterschiede hinsichtlich ihrer Wirkungsweise, sowie –stärke in Vergleich zu Piracetam. In der Regel werden diese Wirkstoffe als kognitive Leistungsverbesserer verkauft und sind in England (UK) verschreibungspflichtig.

 

Wirkstoffprinzip

 

Piracetam stellt ein Derivat des Neurotransmitters GABA (Gamma-Aminobuttersäure), welcher die synaptische Aktivität, sowie neuronale Signalübertragung hemmt.

Widersprüchlicher Weise dazu weiß man jedoch, dass Racetam-Wirkstoffe die Enzymaktivität stimulieren und so Veränderungen an einer Schlüsselrezeptor-Membran im Zentralen Nervensystem bewirken: AMPA (α-amino-3-hydroxy-5-methyl-4-isoxazolepropionic acid). Dieser spezielle Rezeptor steuert über Glutamat die Erhöhung der Impulsübertragung zum Zentralen Nervensystem und kann so bei Aktivierung die Funktion der synaptischen Aktivität des Gehirns erhöhen.

Die Wirkung von Piracetam entsteht über eine Reihe neuronaler, sowie kardiovaskulärer Effekte, welche möglicherweise mit wiederhergestellter Membranflüssigkeit in den Gehirnzellen zusammenhängt. Unter diese neuronalen Effekte fällt eine erhöhte Neuroplastizität, erhöhter Schutz der Neuronen, sowie eine Wiederherstellung synaptischer Impulsübertragung über neuronales Gewebe.

Gefäßveränderungen finden sowohl über eine Reduktion der Konstriktion der Blutgefäße, als auch der Dichte der Akkumulation der roten Blutkörperchen in den Blutgefäßen der Zellwände des Gehirns statt. Derartige metabolische Veränderungen würden einer Deklarierung von Piracetam als Nootropikum nach den Kriterien Skondias widersprechen.

 

Vorteile

 

Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2002 (4), welche 19  Erstversuchsreihen betrachtete und 1488 Probanden umfasste, zeigte, dass mithilfe einer Piracetam-Behandlung nach Ansicht der Wissenschaftler eine 30%ige Verbesserung der psycho-kognitiven Fähigkeiten, sowie Funktion (gemessen anhand der Clinical Global Impression of Change-Skala) erreicht werden konnte. Diese Studie untersuchte Forschungen eines Zeitraums von 30 Jahren an Patienten mit unterschiedlicher Ausprägung kognitiver Einschränkung.

Diese Ergebnisse werden ebenso durch eine weitere Meta-Analyse gestützt, welche die Erkenntnisse von sechs zufälligen Kontrollstudien, hinsichtlich der Wirkung von Piracetam bei der Behandlung neurologischer Erkrankungen (z. B. Demenz, Alzheimer) (5). Diese Studie zeigte gewisse Vorteile innerhalb dieser Gruppe hinsichtlich einer Verbesserung kognitiver Fähigkeiten (Erinnerung, visuospatiale Aufmerksamkeit).

 

Sicherheit/ Nebenwirkung

 

Eine Analyse von Fachliteratur (91 Versuche) zeigte, dass Piracetam ein geringes Risiko der Verursachung von Muskelzuckungen, Gewichtszunahme, Depression, sowie Nervosität aufweist. Diese Nebenwirkungen traten jedoch lediglich in 2% aller Fälle auf (6). Nach 25 Jahren klinischer Verwendungshistorie besitzt Piracetam ein bestätigtes Sicherheitsprofil bei minimaler Toxizität (selbst bei einer Tagesdosis von 24g) (7).

 

Dosierung

 

Die angemessene orale Dosis an Piracetam, welche benötig wird, kann in Abhängigkeit der Anwendungsbedingungen schwanken, für kognitive Störungen liegt sie bei 2,4- 4,8g täglich.

 


 

Pflanzliche Nootropika

Nootropika

Es existieren verschiedene Pflanzen, sowie Kräuter, welche in der Vergangenheit hinsichtlich ihrer Vorteile für kognitive, sowie mentale Funktionen untersucht wurden. Dieser Artikel geht auf die bekannteren unter ihnen ein, welche erwähnte Kriterien erfüllen.

 


 

Bacopa monnieri

 

Dieses ausdauernde, nicht-aromatische Gewächs wird oft für nootropische Mischungen verwendet, aus gutem Grund. Es ist über die Kontinente hinweg heimisch, wird jedoch hauptsächlich in den Marschen Asiens (wie z. B. Indien, Nepal, China, sowie Vietnam) angebaut. Allerdings findet es sich auch in den Feuchtgebieten der USA (wie Florida oder Hawaii).

Wirkungsweise

Bacopa monnieri (BM) besteht aus Bakosiden, welche Dammaran-Typen triterpenoider Saponine darstellen (8). Dies bezeichnet die chemische Struktur der Zusammensetzung. Saponine stellen eine Klasse chemischer Wirkstoffe dar, welche in Pflanzen vorkommt, Triterpene sind chemische Zusammenschlüsse einer bestimmten Struktur (drei Terpen-Einheiten. Das am häufigsten untersuchte Triterpen ist Squalen, welches die Basis von Steroiden bildet.

Diese spezifische Struktur ist von hoher Wichtigkeit, da es scheint, dass sie eine Reihe weiterer biochemischer Effekte von BM bewirkt. Diese werden in Folge noch genauer betrachtet.

Antioxidativer Schutz neuronaler Systeme

Das Nervensystem (insbesondere das Gehirn) ist aufgrund seiner hohen Stoffwechselrate, sowie des hohen Gehalts an Eisen bzw. seiner Zusammensetzung an ungesättigten Fettsäuren, äußerst anfällig für oxidativen Schaden (9). Ebenso wird es durch die Blut-Hirn-Barriere geschützt, die natürliche Antioxidantien daran hindern kann ihre Wirkung auf freie Radikale im Gehirn zu entfalten (10).

Es gibt Anzeichen dafür, dass BM bei der Bekämpfung freier Radikale über eine Erhöhung der Spiegel von anti-oxidativen Schlüsselwirkstoffen, wie z. B. Glutathion, Vitamin C, Vitamin E, sowie Vitamin A im Gehirn, kapazitätserweiternd wirkt (11). Zusätzlich dazu zeigte sich an einem chemisch induzierten Parkinson-Modell (an Ratten) eine Faltungsreduktion um 3.5 eines spezifischen neuronalen Proteins, welches in Zusammenhang mit neurologischer Degeneration (Alpha-Synuclein-Protein), sowie eines Faltungsschutzes von 2.7 gegenüber oxidativem Schaden (12).

Dies zeigt die unglaubliche Fähigkeit, anti-oxidative Prozesse im Zentralen Nervensystem zu bewirken, sowie die Hirnfunktion zu unterstützen.

Acetycholinesterase-Hemmung

Acetylcholin stellt einen wichtigen Neurotransmitter des Zentralen Nervensystems dar, welcher dessen Erhalt, sowie Erinnerungsvermögen bzw. kognitive Prozesse unterstützt. Dieser Transmitter kann von einem bestimmten Enzym, namens Acetylcholinesterase (ACHe) jedoch innerhalb 1/500 einer Sekunde abgeschaltet werden (13). Während dies normalerweise zur Erhaltung eines Gleichgewichts der Botenstoffe im Gehirn dient, kann eine Überfunktion von ACHe die kognitive Funktion senken. Es muss nicht zusätzlich erwähnt werden, dass alles, was die Aktivität dieses Enzyms reduzieren kann, möglicherweise die Gehirnfunktion verbessert.

BM war in der Lage in Tierversuchen das normale Gleichgewicht zwischen Acetylcholin, sowie ACHe (14) über eine erhöhte Acetylcholinproduktion (15-17) wieder herzustellen. Die Urheber der Studie vermuten daher eine neuroprotektive Wirkungsweise von BM auf das alternde Gehirn.

Erhöhter zerebraler Blutfluss

Die Gesundheit von Hirngewebe hängt auch von einer adäquaten Blutversorgung zur Bereitstellung von ausreichen Sauerstoff, sowie Nährstoffen ab. Ein eingeschränkter Blutfluss hängt mit diversen neurologischen Problemen (wie z. B. Demenz) zusammen (18).

Hier konnte mithilfe der oralen Gabe einer Tagesdosis von 40mg/kg BM eine 25%ige Verbesserung des zerebralen Blutflusses erreicht werden (19). Während dies in Widerspruch zu Skondias Klassifizierungskriterien steht, ist es gut möglich, dass dies ebenso für die nootropischen Vorteile von BM verantwortlich ist.

Vorteile

Mithilfe von BM konnte sowohl bei eingeschränkten, als auch gesunden Personen eine Verbesserung physiologischer, sowie funktioneller Faktoren erreicht werden.

Bei Ratten mit chemisch induziertem Alzheimer konnte mithilfe einer Tagesdosis von 50mg/kg eine Verbesserung des geschädigten Erinnerungsvermögens über eine Reduktion der Lipid-Peroxidation, sowie Wiederherstellung anti-oxidativer Enzyyme bewirkt werden (20). Ebenso bewirkte BM die Hemmung von b-Amyloid-Plaque (eine der neurodegenerativen Hauptkomponente bei Alzheimer) bei in Vitro-Versuchen (21). In einem Test an Mäusen bewirkte es eine Reduktion von Gehirn-Plaque um 60% (23).

Bei menschlichen Probanden konnte mithilfe von BM eine signifikante Verbesserung von 52% hinsichtlich Erinnerungs-Aufgaben, sowie einer verbesserten Erinnerungsspanne erzielt werden (24). Diese Studie lässt vermuten, dass BM eine Reduktion der Vergesslichkeitsrate unterstützt, sowohl bei, als auch ohne Demez-Erkrankung. Dies geschieht über seine Wirkung auf das Acetylcholin, sowie  anti-oxidative Wirkungsweise.

Weitere Studien am Menschen untersuchten den Effekt von BM auf die Verbesserung von Lern-, sowie Erinnerungsfähigkeit. Eine Studie zeigte, dass BM unter verschiedenen Nootropika (unter anderem auch Panax Ginseng, sowie einem Medikament namens Modafinil) die beständigste Wirkung hatte (25). Die größten Effekte ergaben sich bei auditiven, sowie verbalen Lernaufgabe (wie z. B. die Wiederholung von Worten. Dies belegt teilweise auch die historische Verwendung von BM durch vedische Gelehrte zur Einprägung langer Textpassagen, sowie Hymnen mit aktuellen Untersuchungen.

Sicherheit/ Nebenwirkungen

Bei Versuchen an Ratten konnte über einen Zeitraum von 90 Tagen bei der oralen Gabe von 500mg/ kg keine Nebenwirkungen beobachtet werden (29). Dies entspricht einer täglichen Dosis von 25g/kg bei erwachsenen Menschen (30). Die häufigsten Nebenwirkungen waren leichte gastrointestinale Störungen (30). Eine double blind-Placebo-Studie an erwachsenen Männern konnte bei Tagesdosen von 300g über einen Zeitraum von vier Wochen keine Nebenwirkungen feststellen (31).

Dosierung

Die experimentelle Standarddosis beim Menschen liegt zwischen einem 150-300mg-Äuquivalent pro Tag zur Unterstützung kognitiver Funktionen (30).

 


 

Ginkgo Biloba

Nootropika

Ginkgo Biloba (GB) ist eine in China beheimatete Baumart, die in der Vergangenheit weite Verwendung als Quelle pflanzlicher Arzneistoffe gefunden hat. Ebenso stellt sie, sowohl in Europa, als auch den USA eine der meistverkauften pflanzlichen Supplemente dar (32). Ginkgo Biloba-Extrakt enthält verschiedene phyto-pharmakologische Wirkstoffe, wie z. B. Ginkgo-Flavonoid-Glykoside (24%), Terpen-Laktone (6%), sowie einen geringen Bestandteil an Ginkgo-Säuren (32,33).

Wirkungsweise

Es wird vermutet, dass diese besondere Pflanze durch ihre anti-oxidativen Fähigkeiten als Nervenzellschutz wirkt, eine Zusammensetzung von Zellmembranen zur Zellstabilisierung, sowie über die Hemmung des Blutplättchen aktivierenden Faktors (34-37).

Zusätzlich dazu konnte herausgefunden werden, dass Ginkgo Biloba eine Entspannung der Blutgefäße der Zellwände bewirkt, sowie die zellulären Acetylcholin-Spiegel über sowohl eine Verhinderung des Verlusts von Acetylcholinrezeptoren, als auch eine Stimulation des Gehirns der Acetylcholin-Vorform Cholin, verändert (32,38)

Vorteile

Ähnlich wie bei Bacopa monnieri konnten die erläuterten physiologischen Vorgänge, welche durch den Konsum von Ginkgo Biloba induziert werden, bewiesenermaßen die Gesundheit, sowie Funktion des Gehirns verbessern, ebenso einer Ablagerung von beta-amyloider Plaque im Gehirn entgegenwirken (39). Dies hat ähnliche Vorteile zu Folge, sowohl bei Personen mit neurologischen Erkrankungen (z. B. Demenz bzw. Alzheimer), als auch bei Gesunden.

Studien haben beispielsweise gezeigt, dass GB bei der Verbesserungen von Demenz-Symptomen ebenso effektiv ist, wie die weit verbreitete pharmakologische Ergoloid-Mesylat-Therapie, welche aus einer Kombination verschiedener Medikamente zur Erleichterung der Insuffizienz-Symptome eines Verlusts an geistiger Kapazität, während des Alterungsprozesses besteht (40). Dieses Ergebnis wird durch weitere Studien gestützt, die GB einen vergleichbaren Effekt hinsichtlich einer Verbesserung bei Messungen der kognitiven Funktion bei Alzheimer-Patienten zum Medikament Donepezil nachwiesen (41). Ebenso besitzt es eine gleichwertige Effektivität bei der Behandlung leichten Alzheimers, wie sämtliche Cholinesterase-Hemmer der 2. Generation (42).

Auch bei gesunden Menschen bietet GB einige Vorteile. Eine Studie zeigte, dass eine Dosis von 180mg GB-Extrakt über einen Zeitraum von 6 Wochen bei gesunden Individuen zu signifikanten Zuwächsen hinsichtlich der Fähigkeit Wörter, außerhalb eines Kontexts nach einer Unterbrechung von 30 Minuten wiederzugeben (43). In dieser Studie zeigten sich ebenso signifikante Verbesserungen bei einer verzögerten Gesichtserkennung. Hierbei wurde ein Gedächtnistest, die Wechsler-Memory-Skala III Gesichter II verwendet. Die effektivste Wirkungsdosis lag hier bei 180mg, niedrigere Dosierungen von 120mg lieferten keine derartigen Ergebnisse (44).

Sicherheit/ Nebenwirkungen

Aufgrund ausreichender Beweislage ist eine Verwendung von GB sowohl für gesunde, als auch Menschen mit Vorerkrankung als sicher zu bezeichnen (45). Jedoch ist bei einer gleichzeitigen Einnahme mit Blutverdünnern, wie z.B. Warfarin bzw. Aspirin Vorsicht geboten, da GB hemmend auf den Plättchen aktivierenden Faktor wirkt (ein Protein, welches die Blutgerinnung unterstützt.

Auch wenn in einigen Studien kein hemmender Effekt von GB auf die Schnelligkeit der Blutgerinnung nachgewiesen werden konnte (46), wird dennoch empfohlen einen Konsum spätestens 36 Stunden vor einer Operation zu unterbrechen (einige Untersuchungen empfehlen sogar 14 Tage!) (47).

Dosierung

Bei Personen mit diagnostizierter kognitiver Fehlfunktion durch z. B. Demenz oder einem klinisch belegten Verlust des Erinnerungsvermögens liegt die verwendete Dosierung bei 120-240mg täglich (verteilt auf drei Gaben) (48). Die effektivste Wirkung an Gesunden bewegt sich eng innerhalb dieser Grenzen bei 180 mg pro Tag (43). Es wird vermutet, dass sich die besten Ergebnisse mit einer täglichen Dosis über einen Zeitraum von 6 bis 12 Wochen erzielen lassen. Erste Verbesserungen werden frühestens nach 4 Wochen bemerkbar (49-51).

 


 

Huperzin

Nootropika

Das nächste pflanzliche Nootropikum auf unserer Liste ist Huperzin-Extrakt (wissenschaftlicher Name: huperzia serrata), welche eine Art des Bärlapp darstellt, der in China, sowie Indien heimisch ist. Seine nootropischen Eigenschaften werden seiner molekularen Zusammensetzung zugeschrieben, welche Huperzin A enthält.

Wirkungsweise

Ähnlich den in Bacopia monnieri enthaltenen Bakosiden, stellt auch Huperzin A eine Terpene-Form (Sesquiterpene) dar, welche den aktiven Wirkstoffbestandteil dieser Pflanze darstellt. Die Hauptwirkung (hinsichtlich der Behandlung von Neuropathien des Gehirns) stellt seine  Funktion als Acetylcholinesterase-Hemmer dar (52-54). Wie bereits erwähnt bewirkt dieses Enzym bei einer Überfunktion eine schnelle Reduzierung kognitiver Funktionen. Huperzin A ist hier in der Lage wieder ein Gleichgewicht der Acetylcholin-Level herzustellen, wodurch die Gehirnfunktion verbessert wird.

Ebenso stellt dieser Wirkstoff einen NMDA (N-Methyl-D-Asparaginsäure)-Rezeptor-Antagonist dar, welcher ein Glutamatrezeptor in Nervenzellen ist, der wichtig für die Kontrolle der synaptischen Physiologie ist, welche für die Funktion des Erinnerungsvermögens benötigt wird.

Vorteile

Die positive Wirkung eines Huperzin-Konsums auf sowohl die kognitive Gesundheit, als auch die Hirnfunktion wurden sowohl durch Labor-, sowie klinischen Studien untersucht. Die Anwendung von Huperzin an neuronale Zellen konnte einen Zelltod bei Toxinaussetzung reduzieren (57).

Untersuchungen an Patienten mit Alzheimer zeigten eine positive Wirkung hinsichtlich einer Verbesserung von Konstruktionen der Gehirnfunktion, ebenso wie des Erinnerungsvermögens, der Kognition, sowie des Verhaltens (58). Bei 58% der behandelten Patienten zeigten sich Verbesserungen in mindestens einem dieser Bereiche, womit sie 22% höher als die Placebo-Kontrollgruppe lagen.

Sicherheit/ Nebenwirkungen

Neben Verbesserungen hinsichtlich der mentalen Kapazität, sowie Funktion, wies eine orale Gabe von Huperzin über einen Zeitraum von 8-24 Wochen (bei einer ungefähren Tagesdosis von 300-500mg) nur minimale Nebenwirkungen auf (59). Die Untersuchung, welche Daten von 474 Patienten umfasste, konnte keine Beeinflussung von Vital-, Blut- oder EKG-Werten feststellen. Etwaige Nebenwirkungen waren nur sehr schwach ausgeprägt und konnten über Supplementierung verhindert werden. Dies waren unter anderem Schwindel, sowie Erbrechen.

Dosierung

Innerhalb der Untersuchungsreihen variierten die Dosierungen, bewegten sich jedoch immer innerhalb von ca. 100-500mg pro Tag (2-3 orale Dosen) (59-60).

 


 

Vinpocetin

Nootropika

Das letzte der hier vorgestellten pflanzlichen Nootropika ist Vinpocetin. Diese Zusammensetzung wird auf künstliche Weise aus dem Monoterpenoid Vincamin gewonnen, welches aus dem Kleinen Immergrün extrahiert wird, die in Zentral- sowie Südeuropa beheimatet ist. Erstmals konnte der Wirkstoff 1975 von einem ungarischen Wissenschaftler isoliert werden. Es besitzt eine Reputation sowohl aufgrund seiner neuroprotektiven Wirkung, als auch in der Behandlung neurologischer Störungen, sowie bei Schäden des Erinnerungsvermögens.

Wirkungsweise

Der prädominante Wirkmechanismus, auf dem Vinpocetin die Gehirnfunktion, sowie die Kognition beeinflusst ist über eine Verbesserung der Gehirnzirkulation, sowie der Sauerstoffaufnahmen (61).

Eine ausreichende Sauerstoffversorgung (welche über einen adäquaten Blutfluss erreicht wird) befähigt das Hirngewebe korrekt zu funktionieren und wirkt erhaltend hinsichtlich unserer Denk-, sowie Urteilsfähigkeit. Durch Gewährleistung einer ausreichenden Sauerstoffversorgung, ist das Gehirn zu einer ausreichenden ATP-Produktion für chemische Reaktionen, sowie synaptische Aktivitäten in der Lage. Die Wirkung von Vinpocetin hinsichtlich einer Verbesserung der zerebralen ATP-Spiegel ist durch zahlreiche Untersuchungen belegt. Allerdings würde dies Vinpocetin nach Skondias Klassifikation interessanterweise von einer Deklarierung als Nootropikum ausschließen.

Ein weiterer Mechanismus nootropischer Wirkungsweise ist die Wirkung von Vinpocetin (ähnlich weiteren Nootropika)auf den Cholin-Kreislauf. Vor allem Vinpocetin erhöht die Aktivitätsrate für bestimmte Nervenzellen zur Produktion von Acetylcholin und erhält eine korrekte Balance zwischen diesem Neurotransmitter, sowie der Acetylcholinesterase (63).

Vorteile

Die positiven Effekte von Biotin auf die kognitive Funktion, sowie das Erinnerungsvermögen konnten sowohl in Tier- als auch Versuchen am Menschen nachgewiesen werden. Europäische Studien zeigten, dass Vinpocetin, sowohl die kognitive Funktion, als auch das Kurzzeitgedächtnis bei Menschen, sowie  Tieren verbessern konnte.

Eine Studie an Freiwilligen konnte beispielsweise mithilfe einer zweitägigen Behandlung von 40mg Vinpocetin unter Verwendung der Sternberg-Technik das Erinnerungsvermögen verbessern (67). Dieser Test stellt eine Gruppe von Symbolen (Nummern/ Zahlen/ Formen) dar, welche dem Teilnehmer gezeigt werden. Diesem wird dann in der Folge die Fragestellung gegeben, ob ein spezifisches Symbol in dieser Gruppe enthalten war. Diese Untersuchung legt nahe, dass es äußerst wahrscheinlich ist, dass während der Erstellung einer kurzzeitigen Erinnerung (z. B. das Wiedererkennen eines Symbols in einer vorher gesehenen Gruppe) Vinpocetin die Fähigkeit, jeden Artikel zu untersuchen, sowie mit den anderen zu vergleichen, um die korrekte Antwort zu finden, zu verbessern (z. B. auch bei der Wiederholung von Sequenzen in der richtigen Abfolge).

Sicherheit/ Nebenwirkungen

Vinpocetin ist ohne jeden Zweifel, selbst bei einer täglichen Dosis von bis zu 30mg eine äußerst sichere Substanz (68). Ebenso ist bewiesen, dass dieser Wirkstoff keine größeren Nebenwirkungen besitzt (69).

Dosierung

Die Dosierung von Vinpocetin variiert von 10mg täglich bis zu einer maximalen Dosis von 40mg (67).

 


 

Nootropische Aminosäuren

Nootropika

Die letzte Form nootropischer Supplemente, die wir hier betrachten stellen weder Medikamente, noch pflanzliche Wirkstoffe dar. Stattdessen geht es um eine besondere chemische Zusammensetzung, welche aus der Aminosäure L-Carnitin abgeleitet wird. Spezifisch geht es um Acetyl-L-Carnitin (ALC). ALC wird in unseren Körpern im Gehirn, der Leber, sowie den Nieren von einem speziellen Enzym, namens ALC-Transferase hergestellt.

 


 

Acetyl-L-Carnitin (ALC)

 

Wirkungsweise

ALC stellt einen weiteren Wirkstoff mit nootropischen Vorteilen für das nervale System unseres Körpers durch eine Beeinflussung des Acetylcholin-Spiegels dar. Im Detail bewirkt ACL einen Effekt, der das parasympathische Nervensystem antreibt. Dies geschieht hauptsächlich über eine Erhöhung der Acetylcholin-Level im Nervensystem. Dieser Mechanismus gilt als unterstützend bei der Behandlung diversen Erkrankungen des Gehirns, von kognitiven Einschränkungen bis hin zu Alzheimer und sogar Depression (70-72).

Allerdings sind die zugrundeliegenden physiologischen Effekte von ALC, sowie sein Einfluss auf den Acetylcholin-Spiegel umstritten. Es wird vermutet, dass es möglicherweise die übermittelnde Aktivität des Zentralen Nervensystems auf verschiedene Weisen beeinflusst. Dies umfasst unter anderem die Blockierung von hemmenden Potentialen (73), sowie die Stimulation der Synapse (74).

Zusätzlich zu seinem Effekt auf das Acetylcholin, bewirkt ALC eine Beeinflussung der neuralen Energieproduktion. Dies geschieht über eine Stabilisierung der Zellbewegung durch die Membran, ebenso wie über eine erhöhte Aufnahme von Acetyl-Coenzym A in den Mitochondrien während der Fettsäure-Oxidation. Hierdurch wird subsequent ein zusätzlicher Speicher an Energie bereitgestellt, der bei der einem Tod von Nervenzellen vorbeugen kann.

Weitere Wirkungen sind eine Erhöhung der (Glukokortikoide) Kortikosteroide, sowie der Nervenwachstumsfaktoren im Hippocampus (ein wichtiges Gehirnareal, welches für die Kontrolle des Erinnerungsvermögens verantwortlich ist) (75), sowie durch neuroprotektive Antioxidation (75-76).

Vorteile

Es zeigten sich positive Wirkungen auf die kognitive Leistung, sowie Gehirnfunktion, sowohl unter Personen mit Alzheimer, als auch Depression.

Studien mit verschiedenen Untersuchungsmethoden unter Alzheimer-Patienten, welche über einen Zeitraum von 3-6 Monaten, bei einer Tagesdosis von 1-3g ALC, gingen, zeigten Verbesserung hinsichtlich diverser Aspekte der Gehirnleistung, so auch bei verschiedenen Lernaufgaben hinsichtlich Aufmerksamkeit, Unterscheidung , sowie dem Erkennen von Personen (78-80).

Ebenso zeigten sich Verbesserungen beim Kurzzeitgedächtnis, bessere Leistungen in psychometrischen Tests (81-82), sowie der Prävention einer Verschlechterung der Reaktionszeit durch die Krankheit (78).

Bei älteren Patienten mit Depression zeigte sich bei täglichen Dosis von 1.5g ALC eine gute Wirkung bei der Reduktion depressiver Symptome (83-84).

Sicherheit/ Nebeneffekte

ALC gilt weitestgehend als sicher (auch bei längeren Anwendungszeiträumen von bis zu einem Jahr), ohne Anzeichen für mögliche Nebenwirkungen, abgesehen von Schwindel, sowie Erbrechen.

Dosierung

ALC wird nahezu ausschließlich oral in Dosen von 1-3g täglich (für gewöhnlich aufgeteilt ein 3 Einzelgaben) verabreicht.

 


 

Take Home Message

 

Nootropika stellen eine faszinierende Supplement-Klasse dar. Zugleich bieten sie eine sichere, effektive Art der Medikation, sowohl für Personen mit Vorerkrankungen, als auch Gesunde.

So kannst du zur Ergänzung aus verschiedenen Arten pflanzlicher, aminosäurebasierender, sowie pharmazeutischer Nootropika deine bevorzugte Brainfood-Variante wählen. Auf jeden Fall stellen sie ein interessantes Thema für alle dar, die möglicherweise etwas kognitive Optimierung anstreben.

Unsere Artikel sollen informieren und lehren. Die dargebotenen Informationen sollten nicht als medizinische Ratschläge interpretiert werden. Kontaktiere bitte einen Arzt, bevor du mit der Ergänzung von Nahrungsergänzungsmitteln beginnst oder größere Veränderungen an deiner Ernährung durchführst.


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