Supplemente

Vitaminmangel? Symptome und Folgen!

Von Laura Gomboc

Vitaminmangel – Symptome und Folgen

Vitamine – die kleinen, unsichtbaren Stoffe in gesunden Lebensmitteln, vor allem Obst und Gemüse -sind für viele wichtige Körperfunktionen zuständig.

Doch was passiert, wenn wir einen Mangel an einem gewissen Vitamin haben? Was sind die Folgen? Und wie hoch ist die Gefahr für uns wirklich? Das werden wir in diesem Artikel klären!

Was sind Vitamine?

Vitaminmangel – Symptome und Folgen


Vitamine sind als organische Verbindungen, die der Körper nicht oder nur unzureichend selber herstellen kann, definiert. Dabei werden zwei wichtige Arten unterschieden:

  • die fettlöslichen Vitamine, die hauptsächlich für die Proteinbildung zuständig sind und
  • die wasserlöslichen, die uns bei der Hormonproduktion unterstützen.

Was ist ein Vitaminmangel?

Unser Vitaminbedarf ist abhängig von physiologischen Faktoren wie dem Alter, eventueller Schwangerschaften oder Wachstumsphasen. Auch Umwelteinflüsse spielen eine Rolle.

Beispielsweise ist im Winter der Vitamin D-Bedarf höher, außerdem spielt der Tabakkonsum, Alkoholmissbrauch und die Einnahme gewisser Medikamente eine Rolle. Andere Gründe, warum der Vitaminbedarf höher ausfallen kann, sind pathologische Faktoren wie Absorptionsstörungen chronische Entzündungen und Erkrankungen des Immunsystems.

Ein Vitaminmangel äußert sich nicht immer sofort und sehr stark. Fettlösliche Vitamine können im Fettgewebe und in der Leber mehrere Wochen und Monate gespeichert werden. Wasserlösliche Vitamine hingegen müssen regelmäßig zugeführt werden, da der Körper keinen nennenswerten Speicher aufbauen kann.

Fettlösliche Vitamine

Vitaminmangel – Symptome und Folgen


Vitamin A

Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin, das besonders für den Sehvorgang, den Gewebeaufbau und die Immunabwehr zuständig ist. Enthalten ist Vitamin A unter anderem in grünem Gemüse, in Hülsenfrüchten, in Vollkornprodukten sowie in Eigelb und Leber. Der Referenzwert für die nötige Aufnahme von Erwachsenen liegt bei etwa 1mg pro Tag. Die Aufnahme von Vitamin A ist stark an die Fettverdauung gekoppelt.

Ein Mangel an Vitamin A entsteht deswegen zum Beispiel durch eine fettarme Ernährungsweise. Auch Leberschäden, Gallensäuremangel, Fettabsorptionsstörungen, Alkoholkonsum und Rauchen können zu einem Mangel führen.

Frühe Symptome sind schlechtes Dämmerungssehen, Hautveränderungen und eine erhöhte Infektneigung. Langfristige Folgeschäden können Probleme der Augen bis hin zur Erblindung, gestörte Zahnbildung und bei Kindern Wachstumsstörungen sein. Ein derartig starker Mangel ist jedoch selten.

Vitamin D

Die wichtigste Quelle dieses Vitamins ist die Eigensynthese durch den Kontakt der Haut mit Sonnenlicht. Eine ausreichende Synthese findet von April bis September statt, wenn 2-3 Mal pro Woche etwa 25% der Haut für 5-30 Minuten der Sonne ausgesetzt werden.

Im Winter reichen die Reserven noch einige Wochen, dann kann die Supplementation auf jeden Fall sinnvoll sein, sollte jedoch ärztlich abgesprochen werden, um eine Überdosis zu vermeiden. Weitere Quellen sind fette Seefische, Hühnerei, Pilze und Avocados.

Die wichtigsten Aufgaben von Vitamin D ist der Knochenstoffwechsel und die Regulierung des Kalziumhaushaltes. Außerdem verbessert es das Immunsystem, die Muskelentwicklung und -funktion sowie die Insulinsekretion und die Glukoseverwertung.

Ein Mangel an Vitamin D äußert sich in einer verminderten Biosynthese und einer Infektanfälligkeit. Krankheitsbilder bei einem starken und langfristigen Mangel sind Rachitis, wobei die Mineralisierung der Knochen gestört ist, sowie die Osteomalzie, die einen Abbau der Knochenstruktur bedeutet.

Vitamin E

Vitamin E ist besonders bekannt für seine antioxidative Wirkung. Enthalten ist es in vielen Lebensmitteln, unter anderem in pflanzlichen Ölen, Nüssen, Getreidekeimen und Hülsenfrüchten. Der tägliche Bedarf beträgt 12-14mg / Tag. Zu beachten gilt es, dass Vitamin E gegenüber Sauerstoff und mehrmaligem Erhitzen äußerst instabil ist.

Ein Mangel an Vitamin E ist sehr selten bei unserer Ernährung. So reicht ein Teelöffel Weizenkeimöl oder 30 Gramm Mandeln aus um den Tagesbedarf zu decken. Deswegen entsteht ein Mangel höchstens durch Stoffwechselkrankheiten und kann zu Blutveränderungen und Immunschwäche führen.

Vitamin K

Das vierte fettlösliche Vitamin ist Vitamin K, das eine besondere Bedeutung beim Knochenstoffwechsel und bei der Blutgerinnung hat. Erwachsene sollen täglich 60 Mikrogramm pro Tag aufnehmen, was sie durch grünes Blattgemüse, Öle und Haferflocken und viele andere Lebensmittel meist gut schaffen.

Ein Mangel von Vitamin K ist daher wirklich selten. Verantwortlich sind eine äußerst ungesunde Ernährung sowie Fettverdauungs- und Absorptionsstörungen. Außerdem gibt es Medikamente, die die Vitamin K Aufnahme hemmen. Frühe Symptome eines Mangels sind Blutungen und langfristig können Blutgerinnungsstörungen und Störungen des Kalziumstoffwechsels entstehen.

Wasserlösliche Vitamine

Vitaminmangel – Symptome und Folgen


Vitamin C

Vitamin C ist wohl das bekannteste Vitamin: in Obst und Gemüse zahlreich vorhanden ist es ein wichtiges Antioxidans ist und an vielen Funktion des Immunsystems beteiligt. Während Tiere Vitamin C synthetisieren können, müssen wir Menschen ca. 100mg pro Tag durch die Nahrung zuführen. Besonders Raucher sowie Menschen, die Medikamente einnehmen, haben einen erhöhten Bedarf.

Ein Mangel äußert sich in Zahnfleischbluten, Schwäche und Infektanfälligkeit. Ein schwerer Mangel führt zu gestörter Wundheilung, Gelenksschmerzen, Frakturen und Depressionen. Ein extremer Mangel kann bei Kindern zu Störungen der Knochenbildung und des Wachstums führen. Eine dauerhafte Supplementation ist nicht sinnvoll, da wir hierzulande generell sehr gut mit Vitamin C versorgt sind.

Vitamin B

Die diversen Vitamin B-Arten haben als Gemeinsamkeit, dass sie den Stoffwechsel in vielerlei Hinsicht beeinflussen. In Getreidesorten, Fleisch, Innereien und Hülsenfrüchten sind sie stark vorhanden. Vitamin B1, B2, B3, B5 und B7 sind meistens nicht kritisch zu sehen bezüglich der Versorgung. Bei Vegetariern ist die Aufnahme von B6 und B12 kritisch. Vitamin B6 kann aber aus Kartoffeln und Getreide bezogen werden.

Vitamin B12 ist in Fleisch, Innereien und Fisch enthalten. Für Vegetarier und Veganer aber auch Menschen, die nur selten Fleisch und Fisch essen, ist ein Mangel an Vitamin B12 nicht auszuschließen. Im Vergleich zu den anderen wasserlöslichen Vitaminen kann es sehr gut im Körper gespeichert werden, sodass man auch mehrere Monate ohne Fleisch und Fisch gut versorgt sein kann. Bei längerer Dauer ist die Supplementation jedoch sinnvoll, denn ein Mangel beeinträchtigt nahezu alle Zellen des Körpers und kann zu zahlreichen Symptomen führen.

Vitamin B9, dass auch als Folat oder in künstlicher Form als Folsäure bekannt ist, ist für Zellteilung und -wachstum zuständig. In der Schwangerschaft ist der Bedarf stark erhöht, weswegen diese Menge durch Ernährung kaum gedeckt werden kann. Frauen, die schwanger sind und oder schwanger werden wollen wird geraten, rechtzeitig mit der Supplementierung zu beginnen. Ein Mangel könnte zu Frühgeburten, Missbildungen, Beeinträchtigungen der DNA und Fehlgeburten führen.

Fazit

Vitaminmangel – Symptome und Folgen


Mit den meisten Vitaminen sind wir dank der westlichen Ernährung relativ gut versorgt. Gewisse Krankheiten, Medikamente oder besondere Ernährungsformen wie Vegetarismus können zu Mängeln führen.

  • Besonders kritisch ist Vitamin D in den Wintermonaten.
  • Schwangere sollten Vitamin B9 (Folat) extra zuführen um die Gesundheit des Kindes zu sichern.
  • Vegetarier und Veganer sollten Vitamin B6 und ganz besonders Vitamin B12 im Auge behalten.

Generell gilt jedoch, dass jede Supplementation von ärztlicher Seite unterstützt und betreut werden sollte, da auch eine Überdosis äußerst gefährlich sein kann.


  1. Ibrahim Elmadfa: Ernährugnslehre. 3. Auflage, 2015.

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