Training

Mythbuster | 5 Bodybuildingmythen, die nicht aussterben wollen

Von Anna Kley |

Es gibt Mythen, die wollen einfach nicht aussterben. Auch im Bodybuilding gibt es sie. Das sind „Weisheiten“ die im Laufe der Zeit immer weitergegeben wurden, obwohl sie mittlerweile gar nicht mehr stimmen. Aber sie halten sich hartnäckig, ungeachtet ob die Wissenschaft oder Medizin zwischenzeitlich etwas anderes sagt.

In diesem Artikel wollen wir mit 5 Bodybuildingsmythen aufräumen und hoffen, dass sie irgendwann untergehen und in Vergessenheit geraten.

 


 

Mythbuster | 5 Bodybuildingmythen, die nicht aussterben wollen

 

Mythos #1: Männer und Frauen

 
https://uploads-cdn.thgblogs.com/wp-content/uploads/sites/443/2015/07/26053106/Schnell-Abnehmen-Die-3-besten-Uebungen.png
 

Männer und Frauen können nicht gleich trainieren. Dieser Mythos hält sich ganz wacker. Aber er ist falsch. Sobald Männer und Frauen gleiche Trainingsziele haben, gleicht sich auch ihr Trainingsplan. Wenn ein Mann die Brust trainieren will, dann hat er dafür verschiedene Übungen, zum Beispiel Bankdrücken. Was macht die Frau wenn sie Brust trainieren will?

Nun ja dann entscheidet sie sich für eine Übung, die die Brust trainiert. In diesem Fall auch Bankdrücken. Gibt es hierbei also einen Unterschied in der Art des Trainings? Nein. Es ist beide Male Bankdrücken.

Wenn eine Frau Krafttraining macht, so kann sie ebenfalls die gleichen Übungen durchführen, die auch der Mann durchführt. Natürlich können sich die Gewichte und die Anzahl der Wiederholungen unterscheiden. Aber das ist generell unterschiedlich von Person zu Person.

Auf das Geschlecht kommt es nicht an. Egal ob Mann oder Frau, man sollte sich nicht davor scheuen schwere Gewichte anzupacken, natürlich im Rahmen seiner Möglichkeiten. Aber schweres Gewicht sollte nichts sein wovor man sich fürchtet, sondern im Gegenteil etwas was man anstrebt.

 


 

Mythos #2: Wiederholungen

 

Lange Zeit hat man gedacht, dass die Muskeln wachsen, wenn man ein eher leichtes Gewicht mit vielen Wiederholungen stemmt. Die heutige Wissenschaft hat herausgefunden, dass eher die hohe Muskellast zu Muskelwachstum führt, als die Anzahl der Wiederholungen.

Viele Wiederholungen sorgen dafür, dass der Muskel effektiver wird und die Ausdauer ansteigt. Größere Gewichte sorgen dafür, dass der Muskel wächst. Was tut man also? Grundsätzlich ist Gewicht, dass wir unzählige Male stemmen können, zu leicht! Schwere Gewichte mit wenigen Wiederholungen sind sehr wichtig für das Muskelwachstum. Also sollte man dies unbedingt in seinen Trainingsplan einbauen.

Um beides abzudecken, also Wiederholungen und Gewicht, kann man Reduktionssätze in sein Training einbauen. Das bedeutet, dass man sein Maximalgewicht stemmt und dann stufenweise Gewicht ablegt und so lange weitermacht bis der Muskel ausgereizt ist. So habt ihr einige Wiederholungen gemacht und trotzdem mit Maximalgewicht trainiert.

 


 

Mythos #3: Dauer des Trainings

 
Bodybuildingmythen
 

Manche beteuern, dass Training unter einer Stunde sinnlos ist. Aber das ist nicht ganz richtig. Intensives und konzentriertes Training ist kaum viel länger als 40 – 50 Minuten durchzuhalten. Besonders wenn man die Muskelgruppen splittet und auf einzelne Tage verteilt, ist Training über 60 Minuten nicht sinnvoll und nicht effektiv.

Nach 30 Minuten hat der Körper noch Kraft. Wer regelmäßig weit darüber hinaus intensiv trainiert kann in das sogenannte Übertraining fallen. Der Körper ist dann überlastet und die Verletzungsgefahr steigt. Jeder hat ein eigenes Limit, welches sich auch nach dem persönlichen Trainingslevel richtet. Nur du selbst weißt wo deine Grenzen sind. Darüber hinaus zu gehen würde dich nur zurückwerfen, da Verletzungsgefahr besteht. Teile deine Kräfte gut ein und trainiere die Zeit die du im Gym bist hart. Die Dauer des Trainings ist dann nur zweitrangig.

 


 

Mythos #4: Waschbrettbauch durch Sit-ups

 

Wäre schön wenn das wahr wäre, ist es aber nicht. Lokale Fettverbrennung gibt es leider nicht. Lokaler Fettabbau wird leider nicht durch spezielle Übungen erreicht. Das heißt nur 1000 Sit-ups werden dein Bauchfett nicht wegschmelzen lassen. Was tun also?

Es ist wichtig seinen Gesamtkörperfettanteil zu senken. Erst wenn die Fettschicht weggeschmolzen ist, werden deine Bauchmuskeln sichtbar. Dies kannst du durch intensives Training und eine bewusste Ernährung erreichen. Sit-Ups lassen dein Bauchfett nicht verschwinden, sie sind lediglich eine gute Übung um überhaupt Bauchmuskeln aufzubauen. Wenn du dein Training mit gesunder Ernährung paarst, dann werden die Pfunde purzeln und ein schöner Bauch kommt zum Vorschein, welchen du dir vorher erarbeitet hast.

 


 

Mythos #5: Fettabbau

 
Bodybuildingmythen
 

„Krafttraining baut kein Fett ab.“ Diese Aussage ist schichtweg falsch. Körperliche Anstrengung verbrennt Kalorien. So auch intensives und konzentriertes Krafttraining. Wir bauen durch Krafttraining Muskeln auf und stärken sie.

Auch im Ruhezustand verbrennen unsere Muskeln Kalorien und bauen Fettspeicher ab. Wer es schafft sein Krafttraining abwechslungsreich zu gestalten und einzelne Muskelgruppen zu trainieren, der wird auf Dauer Muskeln aufbauen, die praktisch selbstständig arbeiten. Auch Regelmäßigkeit im Training ist sehr wichtig. Immer am Ball zu bleiben kostet Kraft und Mühe. Aber der Erfolg ist gigantisch.

 


 

Fazit

 

Mythen entstehen immer wieder und wenn sie erst mal in der Welt sind, wollen sie einfach nicht aussterben. Wichtig ist es immer mit der Zeit zu gehen und ab und zu den neuesten medizinischen Stand abzufragen.

Die Medizin findet immer wieder interessante Details über den menschlichen Körper heraus. Dies kommt uns beim Training zu Gute. Up to date zu bleiben wird uns helfen maximalen Erfolg zu erzielen.

Keine Tags vorhanden



admin

admin

Autor und Experte


Klicke hier und entdecke unsere aktuellen Angebote Jetzt kaufen