Ernährung

Gesunde Snacks für Kinder | Exklusives Interview mit der Ernährungswissenschaftlerin Dr. Emma Derbyshire

Wir hatten das Vergnügen die mehrfach ausgezeichnete Ernährungswissenschaftlerin und Buchautorin Dr. Emma Derbyshire zum Thema Kinderernährung zu interviewen.


 

little beasts


 

„Little Beasts stellt eine innovative Produktpalette für Kinder dar, welche im Vergleich zu herkömmlichen Supermarktalternativen nicht nur signifikant geringere Mengen an Zucker, Fett und Natrium aufweist, sondern zudem auch noch völlig ohne künstliche Süß- und Farbstoffe auskommt – eine gesunde Snackalternative für aktive Kinder von 3 bis 12 Jahren.“
Dr. Emma Derbyshire
Ernährungsberaterin & preisgekrönte Buchautorin


 

Wie wichtig ist es, insbesondere bei Kindern auf eine ausgewogene Ernährung zu achten?

„Die Ernährung bei Kindern spielt eine immens wichtige Rolle, da sie sich noch im Wachstum befinden und es somit essentiell ist, ihnen die richtigen Nährstoffe für ihre Entwicklung zur Verfügung zu stellen.
Hinzukommt, dass die meisten Kinder nicht nur kognitiv, sondern auch körperlich aktiver als Erwachsene sind, weshalb also aus einer Vielzahl von Gründen auf eine ausgewogene Ernährung bei Kindern geachtet werden sollte.

Des Weiteren haben die Lebensmittel, die wir unseren Kindern geben, eine direkte Auswirkung auf ihre zukünftigen Ernährungspräferenzen. Im Hinblick auf ihre aktuelle sowie zukünftige Gesundheit, ist es also von enormer Wichtigkeit ihnen von klein auf zu zeigen, was gut für sie ist.


 

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Worauf sollten Eltern Ihrer Meinung nach besonders Wert legen?

Insbesondere bei körperlich aktiven Kindern sollte auf eine regelmäßige Nährstoffzufuhr geachtet werden. Denn gerade nach einem anstrengenden Schultag gilt es die Energiespeicher zu füllen, um für diverse Freizeitaktivitäten gerüstet zu sein – aber bitte nicht in Form von raffiniertem Zucker!

Lebensmittel mit einem geringen glykämischen Index – also Lebensmittel, die ihre Energie langsam ins Blut abgeben – wie Müsliriegel, Bananen oder Trauben sind hierfür bestens geeignet. Um dem Körper neben ausreichend Energie, auch genügend Baustoff für das Wachstum zur Verfügung zu stellen, sollte ferner auch auf eine ausreichende Eiweißzufuhr geachtet werden.


 

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Wie können Eltern nachhaltig dafür sorgen, dass ihre Kinder weniger Fast Food konsumieren?

 

„Das ist alles andere als eine leichte Aufgabe, denn normalerweise wollen Kinder immer genau das, was auch ihre Freunde essen – und das ist in der Regel alles andere als gesund!

Bei meiner Tochter habe ich es mit ein wenig Kreativität geschafft, sie auch für gesundes Essen zu begeistern: So klebe ich zum Beispiel Aufkleber auf ihre Brotdose, ritze kleine Grimassen in die Bananenschale und probier einfach ihr Essen in einer kinderfreundlichen Art und Weise anzurichten. Sie liebt es, jeden Tag was anderes in ihrer Lunch-Box zu haben und ich kann beruhigt sein, da ich weiß, dass sie über den Tag gesund isst!“


 

 

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Haben Sie auch einen Tipp für Eltern, deren Kindern äußerst wählerisch beim Essen sind?

„Viele Kinder sind wählerische Esser und tuen sich vor allem mit Gemüse schwer. Studien konnten zeigen, dass der wiederholte Kontakt und somit das wiederholte Anbieten am ehesten zu einer schrittweisen Akzeptanz führt. Deshalb kann ich betroffenen Eltern nur raten, nicht aufzugeben. Falls eine Aversion gegen ein bestimmtes Lebensmittel besteht, kann auch probiert werden, es in unterschiedlichen Formen darzureichen: Brokkoli zum Beispiel, was für die meisten Kinder sicherlich alles andere als ein Lieblingslebensmittel ist, kann auch als Suppe oder mit einem Dipp serviert werden. Auch hier gilt: Einfach ein wenig ausprobieren und kreativ werden!

Und falls eine Abneigung gegen Gemüse allgemein besteht, können Eltern auch ruhigen Gewisses auf Multivitamintabletten oder nährstoffreiche Shakes zurückgreifen. Nichtsdestotrotz sollte aber darauf geachtet werden, dass diese eine ausgewogene und gesunde Ernährung nur ergänzen und nicht ersetzen sollten.

Um Lebensmittelaversionen von Beginn an vorzubeugen, sollte bereits im frühen Kindesalter sichergestellt werden, dass Gemüse und Salat ihren Platz auf dem Teller finden. Auch wenn es leichter ist, Kinder an süßes Obst als an Gemüse zu gewöhnen, sollte hier alles andere als nachgegeben werden. Bei bereits älteren Kindern kann schon das gezielte „Verstecken“ von Gemüse – zum Beispiel kleingeschnitten in Suppen – oder ein ansprechendes Anrichten, wahre Wunder bewirken!


 

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Eignen sich Nahrungsergänzungsmittel auch für Kinder oder ist Eltern von ihrem Gebrauch eher abzuraten?

„Da es ein Großteil der Kinder in Europa es ohnehin an Vitaminen und anderen essenziellen Nährstoffen mangelt, können Nahrungsergänzungsmittel hier vor allem helfen, Mängel beziehungsweise Dysbalancen auszugleichen. Trotz alledem sollten sie nicht als Ersatz für eine vollwertige und ausgewogene Ernährung angesehen werden, sondern diese lediglich ergänzen.“

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Nina Chin

Nina Chin

Autor und Experte


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