Ernährung

Säuren und Basen | Was du bei deiner Ernährung berücksichtigen solltest

Du fühlst dich oft müde, bist schlapp, antriebs- und energielos? Eine Übersäuerung des Körpers kann dazu führen, dass du dich so fühlst.

Was sind die Ursachen? Die, sagen wir mal ‚moderne Ernährung‘ kann der Grund sein und so zu einer Übersäuerung von deinem Organismus beitragen! Viele Menschen unterschätzen diese Thema und wissen gar nicht, welche Beschwerden durch Übersäuerung enstehen.

Doch wir klären dich auf!

Aber erst einmal, was verstehst man eigentlich unter Übersäuerung?


Säuren und Basen | Die Definition

Säuren und Basen | Die Definition

Eine Übersäuerung wird als Azidose – oder Acidose (lat. acidus = Säure) – bezeichnet. Dabei wird in der Medizin eine wichtige Unterscheidung gemacht: akute Azidose oder chronische Azidose. Handelt es sich um eine akute Azidose, ist diese lebensbedrohlich und muss notfallmedizinisch behandelt werden. Dieser spezielle Fall einer Azidose ist hier zweitrangig.

Wir befassen uns mit der chronisch latenten Azidose (CLA). Diese ist eine dauerhafte, schleichende Form der Übersäuerung in den Körperzellen und Organen. Dabei muss das Organ noch gar nicht sauer im chemischen Sinne sein, also einen kleineren pH-Wert als 7 aufweisen. Auch wenn die Basen, die als Gegenspieler die Säure abpuffern, aufgebraucht sind, spricht man bereits von einer CLA. Der Begriff stammt aus der Komplementärmedizin, also dem Zweig der Medizin, der die Schulmedizin ergänzen kann. Dazu gehören die Akupunktur, die Pflanzenheilkunde, aber auch die Säure-Basen-Therapie.


 

Übersäuerung: Symptom oder Ursache?

Übersäuerung: Symptom oder Ursache?

Krankheiten gibt es viele, wirkliche Heilmittel dagegen sind eher rar. Wer sich nicht wohl fühlt, geht zum Arzt und wird dort mehr oder weniger erfolgreich behandelt. Hauptproblem dieser Behandlungen ist, dass sich kaum jemand für die Ursache der Beschwerden interessiert. Auch die Feststellung einer Übersäuerung wird nicht in Betracht gezogen.

Wenn Sie Halsschmerzen haben, bekommen Sie Tabletten gegen Halsschmerzen, wenn Sie arthritische Probleme haben, werden Ihnen entzündungshemmende Medikamente empfohlen und wenn Sie einen hohen Blutdruck haben, dann wird Ihnen eben ein blutdrucksenkendes Medikament verschrieben.

Hat sich jemals irgendjemand darum gekümmert, WARUM Sie Halsschmerzen haben? WAS zu Ihrer Arthritis führte? WIESO Sie unter Bluthochdruck leiden?

Übersäuerung: Ursache der meisten Gesundheitsprobleme

Übersäuerung ist oftmals der Grund für viele Beschwerden. Übersäuerung ist ein Zustand, der ganz zu Beginn eines jeden Leidensweges steht. Leider spürt man eine Übersäuerung anfangs nicht, denn sie kommt schleichend.

Der menschliche Organismus versucht, oftmals über mehrer Jahre hinweg, eine bestehende Übersäuerung zu kompensieren. Das gelingt auch eine Zeit lang. Und dann tauchen die ersten Symptome auf. Meistens fühlt man sich anfangs „nur“ ein wenig energielos, schlapp, müde und ohne jeglichen Antrieb und ist ausgelaugt. Im Laufe der Zeit kommen die verschiedensten Leiden und Symptome noch dazu. Da viele Medikamente die bestehende Übersäuerung noch verstärken, kommt man sehr leicht in einen Teufelskreis ohne Ausweg.

Sodbrennen: Ein Zeichen der Übersäuerung?

Viele Menschen denken beim Begriff „Übersäuerung“ sofort an Sodbrennen. Doch gibt es hier Unterschiede, die man beachten sollte.

Da eine Übersäuerung die Ursache der meisten Gesundheitsprobleme darstellt (außer bei angeborenen Krankheiten) , ist sie auch an der Entstehung von Sodbrennen beteiligt. Sodbrennen ist also lediglich eines der vielen möglichen Symptome einer chronischen Übersäuerung.


 

Übersäuerung: Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt

Übersäuerung: Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt

Doch was ist nun mit „Übersäuerung“ wirklich gemeint? Es geht – wie der Name schon ausdrückt – um zu viel Säure. In unserem Organismus gibt es Bereiche, die sauer sein müssen (das Scheidenmilieu zum Beispiel oder der Dickdarm) und es gibt Bereiche, die – um perfekt funktionieren zu können – basisch sein müssen (z.B. das Blut, die Zwischenzellflüssigkeit oder der Dünndarm).

Um diesen  Säure-Basen-Haushalt in seinem Gleichgewicht zu halten, gibt es verschiedene kegelmechanismen. Zu diesen Mechanismen gehören die Atmung, die Verdauung, der Kreislauf und die Hormonproduktion. Sie sind stets dafür da, diesen Haushalt in einem Gleichgewicht zu halten.

Schon mal was von dem PH – Wert gehört? Der PH – Wert gibt an, ob eine (Körper-)Flüssigkeit sauer oder basisch ist, wobei ein Wert von unter 7 eine Säure anzeigt und ein Wert von über 7 bis 14 eine Base. Wenn nun aufgrund äußerer Umstände zu viele Säuren in den Körper gelangen, dann arbeiten die Regelmechanismen auf Hochtouren. Irgendwann sind sie überstrapaziert und können die eintreffende Säureflut nicht mehr bewältigen. Der Zeitpunkt erster Beschwerden ist gekommen, die Übersäuerung ist eingetreten.

Mit gesunder Ernährung nicht möglich

Normalerweise sollten wir essen, um unseren Organismus so zu versorgen, sodass dieser optimal funktionieren kann. Bei der Verdauung und Verstoffwechslung gesunder Nahrung fallen einige wenige unbrauchbare oder sogar giftige Stoffe an.Diese werden von unserem Körper schadlos neutralisiert und ausgeschieden.Eine gesunde Ernährung mit vielen basischen Lebensmitteln und einer ausgewogenen Lebensweise mit  wird also nie im Übermaß schädliche Stoffe produzieren. Unser Körper bleibt im Gleichgewicht und wir bleiben gesund, energiegeladen und leistungsfähig.

Übersäuerung durch ungesunde Lebensweise

Wir jedoch essen oder tun heutzutage Dinge, die unserem Organismus nicht sehr gut tun und ihn dadurch übersäuern. Die Übersäuerung des Körpers wird maßgeblich durch den Verzehr säurebildender Nahrungsmittel und einer ungünstigen Lebensweise beschleunigt. Übersäuerung entsteht folglich durch zu viel

  • Tierische Eiweiße wie Fleisch, Wurst, Fisch und Eier
  • Tierische Milch und die meisten Milchprodukte
  • Sojaprodukte
  • Teig- und Backwaren
  • Süßspeisen
  • Softdrinks
  • Kaffee
  • Alkohol
  • Nikotin
  • Synthetische Lebensmittelzusatzstoffe wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker,

 

Übersäuerung durch ungünstige Ernährung

Bei der Verdauung und Verstoffwechslung der heute üblichen Nahrung entstehen große Mengen Säuren, Gifte und Stoffwechselendprodukte, deren Entsorgung die Regelmechanismen des Körpers überfordern.

Gleichzeitig tun wir möglichst wenig, um unseren Körper bei der Ausscheidung der anfallenden Säure- und Schlackenmenge zu unterstützen. Wir bewegen uns oft nur wenig, sind kurzatmig und wir achten kaum auf eine ausreichende Versorgung von Mineralstoffen und Vitaminen.

Übersäuerung – mögliche Symphome

Mögliche Symthome können Falten oder Cellulite sein.

Zu viele Säuren werden auch in die Gelenke gepackt, wo sie zu Arthritis und Arthrose führen können. Auch in den Nieren, der Galle oder in der Blase sammeln sich Schlacken an und wachsen dort zu Nierensteinen, Gallensteinen oder Blasensteinen heran.

Der Organismus lagert gewisse Schlacken sogar in den Blutgefässen, wo sie zu Verengungen, dann zu Bluthochdruck und schliesslich zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen können.

Übersäuerung durch säurebildende Mineralstoffe

Was aber sind nun diese Säuren oder Schlacken konkret? Unsere Nahrung liefert abgesehen von Kohlenhydraten, Eiweissen und Fetten unter anderem auch Mineralien. Manche davon sind säurebildend, andere wiederum basenbildend.

Die säurebildenden Mineralien sind u. a. Schwefel, Phosphor, Chlor und Jod. Daraus entstehen bei der Verstoffwechslung Säuren wie z. B. Schwefelsäure, Salzsäure und Phosphorsäure.

Die basenbildenden Mineralien sind u. a. Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen. Um gesund zu bleiben, benötigt unser Körper ALLE diese Mineralien. Jeder einzelne Mineralstoff erfüllt in unserem Körper lebenswichtige Aufgaben. Es gibt also weder besonders gute noch ausgesprochen schlechte Mineralstoffe.

Übersäuerung: Ungleichgewicht im Mineralstoffverhältnis

So baut das saure Phosphor gemeinsam mit dem basischen Calcium unsere Knochen und Zähne auf. Für gesunde Knochen brauchen wir also sowohl saure als auch basische Mineralstoffe. Jedoch brauchen wir sie in einem bestimmten Verhältnis.

Unser Körper enthält mehr als doppelt so viel Calcium wie Phosphor. Also sollte auch unsere Nahrung diese beiden Mineralstoffe in genau diesem Verhältnis enthalten. Das Gegenteil aber ist der Fall: Die heute übliche Ernährungsweise basiert auf Getreideprodukten, Milch- und Fleischprodukten und liefert dadurch deutlich mehr Phosphor als Calcium – wobei dieses ungesunde Ungleichgewicht nicht nur bei diesen beiden Mineralstoffen vorhanden ist, sondern bei allen anderen ebenso.

Infolgedessen treffen täglich viel mehr saure als basische Mineralien ein. Unser Körper aber verlangt mehr basische als saure Mineralien. Das Gleichgewicht ist verschoben. Wir sind übersäuert.

Unsere Artikel sollen informieren und lehren. Die dargebotenen Informationen sollten nicht als medizinische Ratschläge interpretiert werden. Kontaktiere bitte einen Arzt, bevor du mit der Ergänzung von Nahrungsergänzungsmitteln beginnst oder größere Veränderungen an deiner Ernährung durchführst.

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Veronika Eibeler

Veronika Eibeler

Autor und Experte


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