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Hydro Extreme –Wheyprotein-Hydrolysat der neuen Generation

Wie einige von euch sicherlich schon festgestellt haben, gibt es seit kurzem zwei neue Produkte in die Gruppe unserer Wheyproteine. Die Rede ist von Hydro Extreme und Whey Pro Peptide. Doch worin liegt hier der Unterschied und wann machen diese Produkte einen Sinn?

Um diese Fragen klären zu können müssen wir zuerst einmal verstehen, was Peptide sind und was sie so einzigartig macht.

Proteine – Peptide – Aminosäuren

Proteine, oder auch Eiweiße genannt, sind die Hauptbausteine unseres Körpers und übernehmen ebenso die Funktion der Signalübertragung (Hormone, Neurotransmitter), sowie Transportfunktion, Schutzfunktion und etliche weitere Aufgaben. Es gibt unzählige verschiedene Proteine und jedes  bewirkt etwas Anderes im menschlichen Körper. Damit eine Unterscheidung der Proteine im Körper stattfinden kann, ist jedes von ihnen aus einer einzigartigen räumlichen Zusammensetzung von Peptiden aufgebaut, die wiederum aus einer einzigartigen Sequenz von Aminosäuren bestehen.

So betrachtet ist die Aminosäure der kleinste Baustein, eine Verbindung aus 2 bis ca. 100 Aminosäuren nennt man Peptid und alles was größer ist als das, nennt man Protein. Peptide bestehen also aus mehreren Aminosäuren, sind aber an sich noch sehr klein im Vergleich zu komplexen Proteinen.

Bevor Proteine in den Blutstrom gelangen können, um zu den Organen und Muskelzellen transportiert zu werden, müssen sie zunächst vom Verdauungstrakt in Peptide und Aminosäuren zerlegt werde. Anderenfalls passen sie nicht durch die Transportkanäle in der Darmwand und das ist auch gut so. Stellt euch vor, ihr könntet komplette Proteine resorbieren. So würde eine sehr große Anzahl von Antikörpern aus der Nahrung, in den Körper gelangen und großen Schaden anrichten. Genau genommen gibt es ein Krankheitsbild, welches genau dafür bekannt ist. Es nennt sich „leaky gut syndrome“, zu deutsch „durchlässiger Darm Syndrom“, wobei die Patenten extrem anfällig für nahrungsbedingte Erkrankungen sind.

Der Vorteil von Peptiden gegenüber Proteinen liegt also darin, dass kein oder kaum Verdauungsaufwand betrieben werden muss und die Nährstoffe somit noch schneller im Blut sind.

Die Aufnahme im Darm erfolgt dann über spezielle Transportkanäle, wobei jeder Kanal nur ein Molekül auf einmal aufnehmen kann. Und genau hier kommt der Vorteil von Peptiden gegenüber Aminosäuren zum Tragen. Dadurch dass ein Peptid aus ein paar Aminosäuren besteht, aber kurze Peptide trotzdem noch groß genug sind um durch die Kanäle zu passen, können gleich mehrere Aminosäuren, verpackt in einem Peptid, auf einmal resorbiert werden. Kurzkettige Peptide sind damit die schnellste Möglichkeit, die Nährstoffe dort hin zu bringen, wo sie hin sollen.

Hydrolysierte Proteine sind also genau betrachtet nichts weiteres, als vorzerkleinerte Proteinketten. Die Peptide haben allerdings meist einen etwas bitteren Geschmack, der vor allem durch die nun frei werdenden Aminosäuren BCAAs und Prolin entsteht. Hydro Extreme ist daher in den Geschmacksrichtungen Berry Blast und Tropical Storm erhältlich, die bereits an einzelnen Aminosäuren wie unseren BCAAs gezeigt haben, dass sie diesen bitteren Geschmack am besten überdecken können.

Unterschied zwischen Hydro Extreme und Whey Pro Peptide

Bei unserem Whey Pro Peptide handelt es sich um unser beliebtes Impact Wheyprotein, welches durch 4% BCAA Peptide ergänzt wurde. Diese BCAA Peptide sind sehr schnell im Blut und wirken praktisch als erste Stufe, in dem sie die Proteinsynthese stimulieren. Da Wheyprotein ohne hin sehr schnell verdaubar ist, erreicht es seinen Peak kurze Zeit später, wodurch es durch die vorher stimulierte Proteinsynthese besser zum Aufbau von Magermasse genutzt wird.

Hydro Extreme ist dagegen ein partiell hydrolysiertes Wheyprotein, wodurch es die Peptide des Whey selbst sind, die am schnellsten aufgenommen werden. Dadurch wird es dann interessant, wenn es darum geht, ein schnelles Protein zu liefern ohne viel Verdauungsenergie zu verschwenden.

Wie bereits im Intra-Workout Artikel angesprochen, macht das vor allem vor und während dem Training Sinn, da hier die Energie für die Muskelarbeit zur Verfügung stehen sollte. Aber auch nach dem Training, wenn man seine Muskeln so schnell wie möglich mit Nährstoffen versorgen will, kann die Einnahme zielführend sein.

Das Protein besitzt einen Hydrolyse-Grad von 23-29%, was besagt, dass diese Prozentzahl der Proteine in Peptidform vorliegt. Der Rest des Wheys bleibt intakt und sorgt dafür, dass der Aminosäurestrom etwas länger erhalten bleibt. Obendrein ist dadurch auch der Geschmack nicht ganz so schlimm wie bei komplett hydrolysierten Proteinen. 

Wheyprotein Hydrolysat und Proteinsynthese

Wie wir nun festgestellt haben, erreichen hydrolysierte Proteine am schnellsten das Blut, doch was bringt uns das, wenn es in der Realität keinen Unterschied macht?

Nun, das haben sich auch die Forscher um B. Pennings gefragt. In ihrer Studie verglichen Sie Caseinprotein, Casein Hydrolysat und Wheyprotein Hydrolysat im Bezug auf die Proteinsyntheserate. Am Ende konnte sich das Whey Hydrolysat ganz klar durchsetzen. Casein Hydrolysat landete auf Platz 2 und das normale Casein erhielt den dritten Platz [1]. Zwar wurde diese Studie an älteren Menschen durchgeführt, jedoch nimmt die Proteinsyntheserat mit zunehmendem Alter ab, wodurch es gerade unsere Senioren sind, bei denen es sehr schwierig ist die Proteinsynthese anzuregen.

Eine weiter Studie verglich die Wheyprotein Isolat und Hydrolysat im Hinblick auf die die Schnelligkeit der Regeneration nach dem Training. Hierbei wurde die Leistungsfähigkeit der Probanden direkt nach dem Training, sowie 1, 2, 6 und 24 Stunden später gemessen. Im Ergebnis konnte festgehalten Werden, dass die Hydrolysat-Gruppe bereits nach 6 Stunden ihre Leistungsfähigkeit wiederhergestellt hatte [2]

Fazit

Die beiden vorgestellten Proteine sind vor allem für fortgeschrittene und ambitionierte Athleten empfehlenswert. Die beschleunigte Regeneration und erhöhte Proteinsynthese können auf einem hohen Leistungsniveau durchaus einen Unterschied machen, wenn man bereit ist einen etwas schlechteren Geschmack in Kauf zu nehmen. Anfängern würde ich dagegen ehr zu den Basics – unserem Impact Wheyprotein –  raten, welches ein ebenfalls sehr hochwertiges Produkt darstellt.

Simon Goedecke


Quellen

[1] Pennings B, et al. Whey protein stimulates postprandial muscle protein accretion more effectively than do casein and casein hydrolysate in older men. Am J Clin Nutr. (2011), URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21367943

[2] Buckley JD, et al. Supplementation with a whey protein hydrolysate enhances recovery of muscle force-generating capacity following eccentric exercise. J Sci Med Sport. (2010), URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18768358

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Diaset Newby

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