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Von der 400m Hindernisläuferin zur Functional Fitness Enthusiastin | Wer ist Samantha Brown?

Den meisten ist sie vielleicht in erster Linie als bessere Hälfte von Zack George, dem fittesten Mann in UK, bekannt – aber Samantha Brown ist so viel mehr als nur das. Auch sie ist eine Athletin und eine verdammt Gute noch dazu.

Von der Schülerin, die an Sport-Events ihrer Grundschule teilnahm, bis zur Athletin, die mehr als nur einmal bei den British Championships antrat: Sam hat es verdient, dass man sie als eine der besten Hürdenläuferinnen Großbritanniens betrachtet.  In ihrem Sportclub hat sie sogar einen Rekord gebrochen, der 28 Jahre zuvor von ihrer eigenen Mutter aufgestellt wurde. Damit lässt es sich auf Familienfeiern doch wunderbar prahlen…

Nichtsdestotrotz lief für diese gnadenlos talentierte Sportlerin nicht immer alles nach Plan. Eine schwere Verletzung hatte ihre Karriere als Hürdenläuferin beendet, aber Sam ließ sich davon nicht abhalten und fand eine neue Leidenschaft.

Und das ist ihre Geschichte:

Von der 400m Hindernisläuferin zur Functional Fitness Enthusiastin | Wer ist Samantha Brown?


 

Wie alles begann

Wir alle erinnern uns gut, an die klassischen Sport-Events in der Grundschule. An das Wettrennen mit Löffel und Ei oder den allzeit beliebten Dreibeinlauf – für viele von uns waren diese ganz klar das Highlight des Schuljahres.

Und an genau solchen Events trat die junge, aber ehrgeizige Sam Brown gegen Jungs an und schlug sie. Sie war ganz eindeutig sehr talentiert und verdammt schnell.

„Ich habe Rennen schon immer geliebt.“

Ihre Mutter war es schließlich, die Sam im Alter von 8 Jahren auf die Laufstrecke brachte. Es war nicht zu übersehen, dass in Sam Talent steckte.  Als sie an den 60-Meter-Sprints ihres Sportclubs teilnahm, stelle sie zu ihrer eigenen Überraschung fest, dass sie immer gewann.

Genauso wie sie sich fürs Laufen begeisterte, entdeckte sie mit 12 Jahren schließlich den Hürdenlauf.

„Meine Mutter kaufte mir Spike-Schuhe und brachte mich zur Bahn. Sie meinte nur, ich sollte Spaß haben und mir nicht allzu viele Gedanken machen.“

Sie muss diese Leidenschaft von ihrer Mutter geerbt haben, die selbst Läuferin in demselben Club war und über 28 Jahre lang sogar den Vereinsrekord hielt. Sieht nach einer verdammt schnellen Familie aus.

„Ich hatte kein wirkliches Vorbild. Aber ich hattes es mir zum Ziel gemacht, den Rekord meiner Mutter zu schlagen. Sie hielt ihn 28 Jahre lang, ohne, dass ihn je jemand gebrochen hat. Vielleicht kann man auch sagen, dass sie so eine Art Vorbild für mich war. Immerhin hatte ich wegen ihr ein Ziel vor Augen.“

 

Sam‘s Karriere als Hürdenläuferin

Sam war eine Spitzenhürdenläuferin und hat einiges vorzuzeigen. Sie hält nicht nur den Rekord für den 400-Meter-Lauf in ihrem alten Sportclub, sondern trat auch bei Elitewettkämpfen an.

Sam hat bereits viermal an den British Championships im Hürdenlauf teilgenommen und kann sich noch sehr gut an ihr erstes Mal dort erinnern.

„Ich weiß noch wie ich den Brief von den British Athletics erhalten habe, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich dabei sein würde. Dann kam ich dort an und überall waren Fernsehkameras aufgebaut. Alles wirkte so professionell. Es ist ein unglaublich gutes Gefühl, wenn man es bis dahin geschafft hat. Man denkt sich: ,Dann muss ich ja schon ein bisschen was drauf haben‘.“

Angespornt von diesem Erlebnis, wuchs Sams Leidenschaft fürs Laufen nur noch mehr. Sie begann im Alter von 12 und nahm an Wettkämpfen teil, bis sie 24 Jahre alt war.

Leider zog sie sich verschiedene, schwere Verletzungen zu, die sie zwangen, ihre Karriere als Hürdenläuferin frühzeitig zu beenden.

 

Die Verletzungen

Jeder Athlet wird bestätigen könne, dass Verletzungen das Schlimmste sind, das einem passieren kann und sie, auf welche Weise auch immer, großen Einfluss auf die Karriere haben.

Für Sam hieß es in diesem Fall, dass sie sich von ihrer ersten großen Liebe trennen musste. Aber was war passiert?

„Zwei Jahre lang hatte ich ein Problem mit meinem Fuß, aber ich wusste nicht so recht, was genau es war. Ich ließ verschiedene MRT-Untersuchungen machen und ging zu allen möglichen Ärzten, um herauszufinden, was nicht stimmte. Es wurde einfach nicht besser.“

Wie jeder vernünftige Sportler nahm sich Sam anschließend eine 6-monatige Auszeit, um sich von ihrer Verletzung zu erholen. Was sie noch nicht wusste war, dass sie ein Jahr später den Sport endgültig hinter sich lassen würde.

Nach ihrem halben Jahr Pause kehrte sie jedoch vorerst zurück und trainierte wieder fünfmal die Woche, dreimal auf der Laufstrecke und zweimal im Gym.

Wieder einmal bereitete sie sich für die British Championships vor und nahm zu dem Zeitpunkt an den South of England Championships teil, als sie bei einem Rennen merkte, dass ihre Wade hart wurde. Sie ließ sich davon jedoch nicht beirren und rollte die Wade aus. Eine Woche vor den British Championships aber passierte es…

„Ich war gerade aus dem Startblock heraus und dabei die ersten beiden Hürden zu nehmen, als sich meine Wade auf einmal so anfühlte, als hätte man mich angeschossen. Zuerst dachte ich, es sei einfach nur ein böser Krampf. Aber tatsächlich konnte ich meinen Fuß nicht mehr bewegen. In dem Moment dachte ich nur „Oh mein Gott, das war‘s. Ich werde nicht an dem Rennen teilnehmen können.‘ Und so war es auch.“

Das war‘s. Das war eine bittere Pille, die Sam da schlucken musste, aber ihr Schicksal wandelte sich und zeigte ihr, dass dies nur der Anfang von etwas Neuem war.

Von der 400m Hindernisläuferin zur Functional Fitness Enthusiastin | Wer ist Samantha Brown?


 

Der Richtungswechsel

Einen Monat vor der Verletzung hatte Sam Zack kennengelernt, der zu dieser Zeit nur eines wollte: An diese Spitze des britischen Functional Trainings.

Ihr Treffen hatte letztendlich eine größere Bedeutung, als sie zunächst annahmen. Ganz am Anfang war Sam nicht einmal in der Lage richtig zu Laufen. An Rennen oder das Bewältigen von Hürden war schon gar nicht zu denken.

Trotzdem wollte sie nicht nur tatenlos herumsitzen, sie wollte wieder fit werden. Glücklicherweise wusste Zack das ein oder andere darüber, wie man in Form kommt und fit wird.

„Ich humpelte vor mich hin und begann wieder damit, ins Gym zu gehen. Zack stellte mir Functional Training Workouts zusammen, wie 30-minütige EMOMs, die ich in meinem Fitnessstudio machen konnte. Ich liebte es.“

Sam machte zunächst langsam, aber wie es sich für einen wahren Athleten gehörte, steigerte sie sich von Workout zu Workout und kämpfte sich durch den Schmerz.

„Als ich wieder joggen und rennen konnte, hatte ich mich bereits in diesen neuen Sport verliebt. Damals war ich an einem Punkt, an dem ich nur darauf gewartet habe, dass jemand in mein Leben tritt. Es war genau der richtige Zeitpunkt.“

Und für Sam hätte es nicht besser laufen können. Endlich konnte sie wieder Sport treiben und hatte Spaß daran, an ihre Grenzen zu stoßen, ohne zwangsläufig wieder Hürdenläuferin zu werden.

 

Sam‘s Take Home Message

Für all diejenigen, die an Wettkämpfen teilnehmen oder daran arbeiten, ein Profiniveau zu erreichen, hat Sam einen hilfreichen Ratschlag:

„Wenn du es mit dem Sport wirklich ernst meinst, musst du dich gut um deinen Körper kümmern. Rolle deine Muskeln aus, vernachlässige dein Stretching nicht und suche Sport-Masseure auf. Kümmere dich einfach um deinen Körper.“

An Sams Geschichte sehen wir, dass alles irgendwie funktionieren wird und die erste Leidenschaft nicht immer die sein muss, die man für den Rest seines Lebens verfolgt.

 

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Isaac Syred

Isaac Syred

Autor und Experte

Isaac ist ein Auszubildender für Markenkommunikation mit einer Passion für Fitness in allen Bereichen. Er hatte schon immer eine Leidenschaft für Fußball, spielte in einer Jugendmannschaft auf hohem Niveau und genießt inzwischen 4 Jahre des kompetitiven Kickboxens. In den letzten Jahren beschloss Isaac sich kontinuierlich im Fitnessstudio zu verbessern, wobei er sowohl funktionale Fitness als auch Workouts im Bodybuilding-Stil genießt. 

Er ist fest davon überzeugt, dass man immer ein Gleichgewicht anstreben sollte und er liebt es, seine Zeit am Wochenende mit Freunden zu verbringen.


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