Supplemente

Glucosamin – Sag den Gelenkschmerzen den Kampf an!

Von Damian Minichowski

Willkommen in der Welt des Kraftsports! Dort, wo schwere Gewichte und explosive Bewegungen zu Hause sind und wo auch schon mal der Stahl eiskalt fallen gelassen wird, wenn die Kraft aus dem Körper weicht. Mit zunehmender Trainingsdauer und Progression (Kraft wie auch Muskulatur) steigt aber auch die Belastung der Gelenke, der Sehnen und der Bänder im Körper. Ein Aspekt, der dabei von vielen Enthusiasten vernachlässigt wird, ist die unleugbare Tatsache, dass sich diese Komponenten (Gelenke, Sehnen, Bänder) weitaus langsamer anpassen, als es die Muskulatur vermag. (Jeder, der schon einmal auf einen Spagat hintrainiert hat, kann diesen Aspekt mit Sicherheit nachvollziehen – das braucht Zeit. Zeit und Routine.)

Auch bei einer perfekten ausgeführten Übung und einem gewissen Augenmerk auf die Technik kann es daher passieren, dass die betroffenen Körperteile nicht so schnell nachziehen können, wie eure Muskulatur. Die Folge: Gelenkschmerzen, die erst sporadisch auftreten und mit zunehmenden Gewichten schon bald einen chronischen Charakter gewinnen. What do? Nun, natürlich könnte man jetzt die Gewichte zurückschrauben und um diese Mikro-Verletzungen herumtrainieren. Dem Körper die Zeit einräumen, die er für seine Regeneration braucht – und das ist sogar vermutlich ein essenzieller Bestandteil für eine lange Trainingskarriere und anhaltende Gesundheit. Begibt man sich auf die Suche nach kleinen Helferlein, die einem im Zusammenhang mit diesem Problem helfen und die Schmerzen lindern können, so stößt man in der Literatur relativ schnell auf eine Substanz, die ich euch an dieser Stelle kurz vorstellen möchte: Glucosamin. Die wissenschaftliche Faktenlage ist eindeutig, aber ich würde diesen knappen Artikel nicht schreiben, wenn ich nicht persönlich (und viele Bekannte!) von dieser Substanz überzeugt wäre(n).

Doch was ist Glucosamin und was bewirkt es genau?

Glucosamin

2-Amino-2-desoxy-α/β-D-glucopyranose („C6H13NO5“), so die Fachbezeichnung von Glucosamin, ist ein Aminozucker (D-Glucose), der auch in unserem Körper in natürlicher Form vorkommt. Der Schutz-Effekt, der dieser Substanz (oft in synergistischer Verbindng mit Chondroitin, welches die Bioverfügbarkeit des Glucosamins steigert)), ist maßgeblich auf die Tatsache zurückzuführen, dass es den Knorpel schützt und repariert. Kein Wunder also, dass Glucosamin als funktionales Produkt gegen Arthrosebeschwerden (Gelenkentzündungen) verwendet wird. [1] Gemäß Angaben der Mayo-Clinic hat sich insbesondere die Darreichungsform als Glucosamin-Sulfat als potentes Mittel gegen Osteoartrithis (z.B. bei Knieeschmerzen) erwiesen. Dies erfolgt maßgeblich durch eine Stärkung des Knorpelgewebes und einer verbesserten Glycosaminglycan-Synthese. [4]

Tatsächlich ist die Wirkung von Glucosamin sogar dem herkömmlicher Schmerzmittel, die lediglich die Symptome mildern (aber nicht die Ursachen) überlegen und weitaus verträglicher, wie eine recht aktuelle Feldstudie aus dem Journal of Rheumatology zeigt. [2] Hier wurde die Wirkung von Glucosamin-Sulfat (GS: 500 mg/ 3xTag) in einem dreimonatigen Trial mit dem Effekt von Ibuprofen (Ibuprofen: 400 mg/3xTag) im Kontext der Osteoarthritis verglichen. Von den 45 Teilnehmern, von denen 39 die Studie bis zum Ende begleitet haben, berichteten 15 der Teilnehmer (71 %), die mit Glucosamin supplementiert haben von signifikanten Verbesserungen (Kontrollgruppe Ibu = 11 Teilnehmer, 61 %). Thie et al. (2012) resümieren damit gegen Ende der Versuchsreihe:

„Between-group comparison revealed that patients taking GS had a significantly greater decrease in TMJ pain with function, effect of pain, and acetaminophen used between Day 90 and 120 compared with patients taking ibuprofen.”

Damit stellt eine Glucosamin-Supplementation eine attractive Alternative zum Schmerzmittelkonsum bzw. die Substitution desselben dar. [2]

Lippiello (2003) konstatieren ferner, dass die in vivo Wirkung eines Glucosamin-Chondroitin-Komplexes besonders erfolgreich bei gestresstem und älterem Gewebe wirkt (in vergleichsweise jungen Tieren oder nicht gestressten Tieren war die Wirkung weitaus geringer). [3]

Koryphäe Mauro DiPasquale, B.Sc., MD, MRO, MFS und einstiger Worldchampion im Powerlifting, sowie renommierter Autor zahlreicher Werke wie z.B. „The Anabolic Diet“ oder „The Metabolic Diet“ erklärt in einem weiteren Artikel die Funktionswirkung von Glucosamin-Sulfat und zeigt dabei auf, dass bei erheblicher Belastung der Körper nicht oder nur unzureichend in der Lage sein kann, Knorpeltraumata oder –risse mit Hilfe der endogenen Glucosaminproduktion zu regenerieren. [5] Insbesonders als Kraftsportler macht es daher besonders viel Sinn präventiv und behandelnd mit Glucosamin zu supplementieren.

So zeigte eine mehrmonatige Studie an Sportlern, die mit Knieeproblemen zu kämpfen hatten, dass die Supplementierung von Glucosamin (1500 mg Glucosamin-Sulfat für 40 Tage, anschließend 750 mg für 90 – 100 Tage) im höchsten Maße reversibel bei Gelenkproblmen (hier: Knie) wirkt. Nach Abschluss der Trials konnten bereits 52 der 68 behandelten Athleten ihr Trainingsprogramm wieder aufnehmen. Nur vier bis fünf Monate später wurden Zustände, wie vor der Verletzung erreicht. Nach gar zwölf Monate konnten die Forscher sogar keinerlei Knorpelschäden mehr feststellen. [6]

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[1]http://europepmc.org/abstract/MED/9600024/reload=0

[2]http://www.jrheum.org/content/28/6/1347.short

[3]http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1063458403000268

[4]http://www.mayoclinic.com/health/glucosamine/NS_patient-glucosamine

[5]http://www.bodybuilding.com/fun/md89.htm [6]http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1859195/

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Damian Minichowski

Damian Minichowski

Autor und Experte

Damian Minichowski ist ein Trainings- und Ernährungsexperte mit einer starken Affinität und Leidenschaft für Kraftsport. Seit 2010 betreibt er das Kraftsport- & Fitnessportal AesirSports.de https://aesirsports.de/, welches monatlich hunderttausenden trainierenden und ernährungsbewussten Menschen als zentrale Anlaufstelle dient, wenn es um evidenzbasierte Informationen geht. Seit 2018 ist Damian außerdem Herausgeber des Metal Health Rx Magazins https://patreon.aesirsports.de/ , einer digitalen, monatlich erscheinenden Fachzeitschrift für Fitness- und Trainingsbegeisterte. Im Verlauf seiner Karriere schrieb Damian bereits zahlreiche Beiträge in verschiedenen Online Magazinen und Printmedien, darunter Team-Andro.com, Fitnessfreaks.com, Workout.de oder Men’s Fitness und das Shape Up Magazin. Erfahre im Linked In Profil https://www.linkedin.com/in/damian-minichowski/ mehr über Damian und seine Arbeit oder besuche ihn auf seiner Facebook-Seite https://www.facebook.com/AesirSports/ , seinem Youtube Kanal https://www.youtube.com/user/Asenfall . Damian ist nicht nur leidenschaftlicher Kraftsportler – er begeistert sich auch für Musik und Musikfestivals (Heavy Metal, Hard Rock) und liest in seiner Freizeit gerne Fachliteratur zur Fortbildung.


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