Ernährung

Fleisch auf Pflanzenbasis – Ist das die Zukunft?

Pflanzliche Fleischersatzprodukte sind in aller Munde, aber was taugen sie eigentlich? Sind sie wirklich gesund und können sie uns beim Muskelaufbau? Und wie sieht es mit ihrem Einfluss auf die Umwelt aus? Können wir einen leckeren Burger genießen und gleichzeitig noch etwas für unsere Gesundheit tun?

Immer mehr Menschen achten auf eine bewusstere Ernährung und versuchen ihren Fleischkonsum zu reduzieren. In diesem Artikel erfährst du, ob pflanzliche Produkte eine sinnvolle Alternative darstellen können:

 

Der Markt boomt

Jeder von uns hat bestimmt schon mal den ein oder anderen Veggie-Burger probiert. Und da hört das Sortiment noch lange nicht auf – vom Steak bis zum Würstchen gibt es mittlerweile jede Form von Fleischersatz.

Die Hersteller verbessern kontinuierlich den Geschmack, sowie das Aussehen ihrer pflanzlichen Fleischersatzprodukte, damit sie so nah wie möglich an das „Original“ herankommen. Jede Woche scheinen neue Produkte dieser Art in den Regalen unserer Supermärkte aufzutauchen und die Firmen, die diese herstellen, wie Pilze aus dem Boden zu schießen.

Aber wie sieht die Zukunft für diese Hersteller aus?

Experten gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2026, der Markt dieser Fleischersatzprodukte einen Wert von 6,5 Mrd. Dollar erreichen wird.

Rosige Aussichten also. Mit Hilfe von Bohnen, Quinoa, Erbsen oder Sojaprotein entstehen pflanzliche Produkte, die letztendlich wie Fleisch schmecken. Was ist daran auszusetzen?

Endlich ein köstlicher Burger – und das ohne schlechtes Gewissen. Ob sich diese Fleischersatzprodukte aber wirklich langfristig durchsetzen und eine Alternative darstellen können, hängt auch von anderen Faktoren ab.

Dem Geschmack zum Beispiel.

 

Wie schmeckt Fleisch auf Pflanzenbasis?

Wenn wir Lebensmittel kaufen, fragen wir uns in der Regel als allererstes: „Schmeckt das?“ Können pflanzliche Ersatzprodukte mit dem Original geschmacklich mithalten?

Es sind genau diese Zweifel, die viele Konsumenten davon abhalten, pflanzliche oder vegane Fleischalternativen zu probieren. In einer Studie des IFIC (International Food Information Council) gaben 53% der Befragten an, von dem guten Geschmack der Alternativen überzeugt zu sein. Andere 35% meinten, die Konsistenz würde an die von echtem Fleisch herankommen.

Da Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, können diese Zahlen selbstverständlich nicht für alle sprechen. Aber bei solchen Ergebnissen, können pflanzliche Produkte doch eigentlich gar nicht so schlecht sein, oder?

Am besten probierst du die Produkte selbst und bildest dir deine eigene Meinung.

 

Wie sieht es mit dem Protein aus?

Und hier die Frage, die uns alle interessiert: Können Fleischalternativen unsere Trainingsroutine unterstützen oder schaden sie eher?

Viele Sportler haben Bedenken, dass diese Produkte ihren Muskelzuwachs negativ beeinflussen könnten. Denn wie wir alle wissen, leben unsere Muskeln von Protein.

Die Burger der Firma Beyond Meat werben mit >20g Protein pro Portion (das ist dieselbe Menge wie in unserem Whey Isolat). An dieser Stelle ist jedoch anzumerken, dass echtes Fleisch oder Whey vollständiges Protein darstellen. Das heißt, sie beinhalten alle 9 essentiellen Aminosäuren, die wir für optimalen Muskelaufbau benötigen.

In pflanzlichen Ersatzprodukten finden sich in der Regel Proteine aus Erbse oder Soja. Im Falle von Soja brauchst du dir, um den Aufbau deiner Muskeln keine Sorgen zu machen, da hier alle 9 essentielle Aminosäuren enthalten sind.

Bei Erbsenprotein, so wie in den Produkten von Beyond Meat, sieht das jedoch anders aus. Von den zwei essentiellen Aminosäuren Methionin und Cystein ist nicht genügend enthalten, um als vollständiges Protein gelten zu können. Aus diesem Grund müsstest du diese beiden Aminosäuren aus anderen Quellen aufnehmen. Mit einem Beilagensalat, bestehend aus Quinoa, Nüssen und Samen, wärst hier gut bedient.

Wenn du ganz genau wissen willst, wie viel Protein in dem Produkt deiner Wahl steckt und aus welchen Quellen es stammt, genügt ein Blick auf die Zutatenliste. In der Regel sind pflanzliche Alternativen reich an Protein und können durchaus mit Fleisch mithalten.

Um deine Gains brauchst du dir an dieser Stelle also keine Sorgen zu machen.

 

Sind pflanzliche Alternativen gesünder als Fleisch?

Da Fleischalternativen aus Pflanzen bestehen, liegt es nahe, anzunehmen, sie seien besser für deine Gesundheit.

In Wahrheit findet sich in den meisten dieser Produkte jedoch gar kein Gemüse. Ist die Hauptzutat Soja, dann wirst du auf der Liste eher Zusatzstoffe finden.

Dies ist vermutlich das größte Manko der fleischfreien Alternativen, sie sind verarbeitete Lebensmittel. Da sie viele Zusätze und Emulgatoren enthalten, lohnt es sich, die Inhaltsstoffe genauer anzusehen.

Leider gibt es bisher auch noch keine eindeutigen Antworten darauf, ob pflanzliche Fleischalternativen gesund sind, oder nicht. Wie sonst auch bei diesem Thema ist es wichtig zu wissen, welche Zutaten verwendet wurden und die Produkte in eine ausgewogene Ernährung einzubetten, die zum Großteil aus selbstgekochten, veganen Gerichten besteht.

 

Ist Fleisch auf Pflanzenbasis gut für die Umwelt?

Die größte CO2-Belastung wird durch die Produktion von Fleisch verursacht. Diese einzudämmen hat demnach nur Vorteile für unsere Umwelt.

2018 haben Beyond Meat und die University of Michigan eine Studie durchgeführt, in der festgestellt wurde, dass die Produkte der Firma 46% weniger Energie zur Herstellung und 93% weniger landschaftliche Fläche benötigen als für die Herstellung von normalem Fleisch (1).

Außerdem produziert der Beyond Burger 90% weniger Treibhausgase. Laut diesen Ergebnissen ist Fleisch auf Pflanzenbasis also durchaus gut für die Umwelt und das ist, ganz eindeutig, ein großer Pluspunkt.

Da wir Stück für Stück an einer „grüneren“ Welt arbeiten, könnten diese Art von Produkten dazu beitragen, dass unsere tägliche Ernährung umweltfreundlicher wird.

 

Take Home Message

Fleisch auf Pflanzenbasis hat durchaus Potenzial. Aber wird es sich auch in Zukunft durchsetzen können? Eines ist sicher, die Produkte sind gut für unsere Umwelt und unterstützen den Muskelaufbau. Wie genau sie sich auf unsere Gesundheit auswirken, ist jedoch noch nicht ausreichend erforscht.

Wenn du so wenig verarbeitete Lebensmittel (und Fleisch) wie möglich in deinem Speiseplan haben möchtest, kannst du deine pflanzlichen Alternativen auch ganz einfach selbst herstellen.

Unsere Stefanie zeigt dir, wie es geht. So bist du auf der sicheren Seite.

 

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Unsere Artikel sollen informieren und lehren. Die dargebotenen Informationen sollten nicht als medizinische Ratschläge interpretiert werden. Kontaktiere bitte einen Arzt, bevor du mit der Ergänzung von Nahrungsergänzungsmitteln beginnst oder größere Veränderungen an deiner Ernährung durchführst.


1. Heller, Martin C. and Gregory A. Keoleian. (2018) “Beyond Meat’s Beyond Burger Life Cycle Assessment: A detailed comparison between a plant-based and an animal-based protein source.” CSS Report, University of Michigan: Ann Arbor 1-38.



Evangeline Howarth

Evangeline Howarth

Autor und Experte

Bereits in jungen Jahren nahm Evangeline im Wettkampfsport teil. Als qualifizierter RYA Beiboot Instructor versteht sie die Wichtigkeit einer vernünftigen Ernährung, um genug Energie im Extrem- und Ausdauersport zu haben, insbesondere aufgrund ihrer Erfahrung in britischen Olympioniken-Team und als Kapitän und Coach ihres Universitätsteams.

In ihrer Freizeit liebt es Evangeline laufen zu gehen - insbesondere Marathon. An Wochenenden praktiziert sie oft Wassersportarten oder genießt das Wandern. Ihre Lieblingsabende verbringt sich mit HIIT Einheiten oder Kniebeugen im Gym, bevor sie gut gewürzte Gerichte mit einer Menge Gemüse isst - yum!

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