Ernährung

Die Vorteile von Kokosöl

Kokosöl ist gerade in den letzten Jahren sehr beliebt in der Bodybuilding- und Fitness-Szene geworden. So sieht man mittlerweile sogar viele Profis, die es oft benutzen und empfehlen. Doch wird Kokosöl auch seinem Ruf gerecht?

Die Vorteile von Kokosöl

Wie der Name schon sagt, wird Kokosöl aus den Früchten der Kokospalme gewonnen. Dabei wird das Fruchtfleisch zusammengepresst, bis das Öl austritt. Im Vergleich zum Kokosfett, welches man in jedem Supermarkt bekommt, ist Kokosöl also ein natives Öl und beinhaltet noch alle Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, sowie Geruchs- und Geschmackstoffe. Das handelsübliche Kokosfett hingegen wird über ein Extraktionsverfahren mit Hilfe von chemischen Extraktionsmitteln und Hitze gewonnen. Dadurch ist es möglich nahezu 100% des Öles aus der Kokosnuss zu gewinnen. Anschließend werden die Extraktionsmittel entfernt und das Öl wird von Geruchs- und Geschmacksstoffen befreit, wobei aber auch alle Mikronährstoffe mit entfernt werden. Zuletzt wird das Öl gehärtet. Dabei werden aus ungesättigten Fettsäuren, über Anlagerung von Wasserstoff, gesättigte Fettsäuren gemacht. Dadurch wird es sehr hitzebeständig und eignet sich gut zum braten. 

CoconpureZurück zu unserem nativen Öl. Kokosöl besteht zu ca. 90% aus gesättigten Fettsäuren. Das besondere ist jedoch, dass 65% dieser Fettsäuren so genannte mittelkettige Triglyceride (MCTs) sind. MCTs findet man in anderen Lebensmitteln nur in sehr geringen Konzentrationen. Diese Fettsäuren haben jedoch einen ganz speziellen Vorteil, sie können im Blut frei transportiert werden. Die meisten anderen Fettsäuren müssen bei der Verdauung erst in spezielle Transporter verpackt werden damit sie im Blut transportiert werden können. Dadurch nehmen sie auch einen etwas längeren Weg als die wasserlöslichen Nährstoffe und sind nicht so schnell am Ort des Geschehens.

Die MCTs brauchen dieses Transportsystem nicht und gelangen direkt von dem Verdauungstrakt über das Blut zur Leber, wo sie anschließend verstoffwechselt werden können. Desweiteren kommt hinzu, dass MCTs ebenfalls keinen speziellen Transporter benötigen um in die Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen) zu gelangen. Die meisten anderen Fettsäuren benötigen auch hier wieder ein spezielles Transportsystem.

Durch diese beiden Besonderheiten kommt es dazu, dass die MCTs eine sehr schnelle Energiequelle darstellen, die obendrein noch schwerer im Fettgewebe speicherbar sind als ihre langkettigen Kollegen. Studien unterstützen diese These in dem sie nachwiesen, dass der teilweise Austausch von langkettigen Fettsäuren durch MCTs zu einem Körperfettverlust führt. Jedoch sollte man bedenken, dass Kokosöl kaum essentielle Fettsäuren beinhaltet. Wer also denkt, er könnte seinen kompletten Fettbedarf über MCTs decke, der hat sich getäuscht. Ebenso interessant ist die Tatsache, dass MCTs durch ihre kürzeren Ketten, besser in Ketonkörper umgewandelt werden können. Besonders von Vorteil, wenn man gerade auf einer ketogene Diät ist, aber auch für nicht-ketogene Ernährungsweisen interessant.

 Kokosöl wirkt weiterhin antibakteriell und entzündungshemmend. In höheren Dosen wirkt es sogar positiv auf die Lebergesundheit und die Leber ist das Zentrum des Stoffwechsels. Ihr solltet sie daher gut behandeln. Sehr beliebt ist auch das Auftragen von Kokosöl auf die Haut oder in die Haare. Dadurch werden die sie Haare vor dem Austrocknen geschützt. Weiterhin hilft es durch die bereits erwähnten anti-entzündlichen Eigenschaften der enthaltenen Laurinsäure gegen Hautreizungen. Aus diesen Gründen wird natives Kokosnussöl auch sehr gerne in pflegenden Kosmetikprodukten verwendet.

Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass sich natives Kokosöl sehr gut zum kochen eignet. Es ist hitzestabiler als die meisten anderen Pflanzenöle und kann somit sehr gut zum Braten verwendet werden.

Von Simon Goedecke

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