Supplemente

DL Phenylalanin | Wirkung und Vorteile einer Supplementierung

Von Alexander Moeksis

Aminosäuren zählen zu den beliebtesten Nahrungsergänzungen der heutigen Zeit. Einige von ihnen tragen zu Verbesserungen der Leistungsfähigkeit, des Pump-Effekts, der Regenerationsfähigkeit oder der Immunabwehr bei.

Und so sind beispielsweise L-Glutamin, L-Arginin, L-Citrullin oder L-Leucin vielen Fitnesssportlern bereits bestens bekannt. Es existiert jedoch auch eine bislang weniger bekannte Aminosäure, deren Supplementierung stimmungserhellend und aufweckend wirken kann. Klingt verlockend, nicht wahr? Die Rede ist von „DL – Phenylalanin“. Was sich genau hinter diesem Namen verbirgt und inwiefern diese Aminosäure die genannten Effekte tatsächlich mit sich bringt, dazu gibt es in diesem Artikel einen ausführlichen Bericht. Los geht’s!

 


 

DL Phenylalanin | Wirkung und Vorteile einer Supplementierung

 

Definition und Wirkung von DL – Phenylalanin

Phenylalanin

Zunächst eine kurze Begriffserklärung: Im Fokus steht die Aminosäure Phenylalanin. Die Bezeichnung DL – Phenylalanin sagt lediglich aus, dass es sich bei einem in dieser Form gekennzeichneten Supplement um eine Kombination aus L-Phenylalanin und D-Phenylalanin handelt. Während L-Phenylalanin auf natürliche Weise in Proteinen zu finden ist, wird D-Phenylalanin nach Vorlage des natürlichen Vorbilds produziert.

Bei Phenylalanin selbst handelt es sich um eine „essentielle“ Aminosäure. Das bedeutet, unser Körper ist nicht in der Lage, sie selbstständig herzustellen. Stattdessen ist er auf eine externe Versorgung aus unserer Ernährung angewiesen. Phenylalanin stellt zudem die Vorform der Aminosäure Tyrosin dar und dient als Baustein für verschiedene Proteine und wichtige Botenstoffe, die in unserem Körper produziert werden.

Betrachten wir die einzelnen Stoffe einmal genauer, wird der Einfluss von DL – Phenylalanin auf unseren körperlichen und geistigen Zustand etwas deutlicher erkennbar. So ist die Aminosäure direkt an der Produktion der Botenstoffe Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin Serotonin und Beta-Endorphin beteiligt. Dies gelingt unter anderem durch einen biochemischen Prozess in der Leber, mit diesem Phenylalanin in L-Tyrosin und anschließend in Adrenalin und Noradrenalin umgewandelt werden. Zudem kann Phenylalanin über einen separaten Pfad in Phenylethylamin umgesetzt werden. Hierbei handelt es sich um eine Substanz, die in unserem Gehirn vorkommt und im Verdacht steht, unsere Gemütsverfassung verbessern zu können.

Unser Körper benötigt Phenylalanin demnach, um Botenstoffe herzustellen, von denen einige auch als Neurotransmitter bezeichnet werden. Sie bestimmen, wie wir unsere Umgebung wahrnehmen und wirken sich somit auch auf unseren Gemütszustand aus.

 


 

Vorteile einer Supplementierung von DL – Phenylalanin

 

Durch die Beteiligung der Aminosäure an der Produktion der genannten Botenstoffe kann eine Nahrungsergänzung mit DL – Phenylalanin dazu führen, dass wir uns zufriedener und wacher fühlen. Des Weiteren kann DL – Phenylalanin zur Behandlung chronischer Schmerzen eingesetzt werden, ebenso wie zur Verbesserung des Erinnerungs- und Konzentrationsvermögens.

Eine Supplementierung ist besonders dann sinnvoll, wenn der eigene Bedarf an L- Phenylalanin durch Einschränkungen innerhalb der eigenen Ernährungsweise nicht gedeckt werden kann. Allerdings enthalten viele verschiedene Lebensmittel bereits mehr als ausreichend Milligramm der Aminosäure. Besonders reichhaltig sind dabei beispielsweise Sojabohnen, Erdnüsse, Thunfisch sowie Filet vom Rind.

Es kann jedoch der Fall eintreten, dass unser Körper krankheits – oder auch stressbedingt einen Mehrbedarf an Phenylalanin erfordert. Beispiele hierfür sind (wie bereits erwähnt) chronische Schmerzen, Depressionen sowie akuter, chronischer Stress, z.B. ausgelöst durch Infektionen, Traumen oder auch durch Sport. Eine Supplementierung in Krankheitsfällen sollte jedoch niemals eigenständig, sondern stets in Absprache mit einem Facharzt erfolgen.

 


 

Nebenwirkungen und Einschränkungen

Phenylalanin

Über Nebenwirkungen und mögliche Überdosierungen ist in Bezug auf die Einnahme von DL- Phenylalanin nichts bekannt. Was unser Körper an Phenylalanin nicht benötigt, wird über den Urin wieder ausgeschieden. Dennoch sollte sich an den jeweiligen Einnahme-Empfehlungen orientiert werden, da eine Mehrdosierung die Nieren unseres Körpers unnötig belastet.

Es gibt jedoch ein paar Ausnahmefälle, in denen auf eine Supplementierung von DL – Phenylalanin verzichtet werden sollte. So ist eine nahrungsergänzende Einnahme der Aminosäure in folgenden Fällen nicht ratsam: Bei Schwangerschaft, Schizophrenie und hohem Blutdruck, bei einer Melanom- oder Einnahme von Fenfluramin, Antidepressiva oder MAO-hemmenden Medikamenten.

 


 

Fazit

 

Durch die Beteiligung von Phenylalanin an der Produktion von Botenstoffen wie Adrenalin, Serotonin und Dopamin kann sich eine Supplementierung positiv auf die geistige Wachheit sowie auf den mentalen Gemütszustand des Körpers auswirken. DL – Phenylalanin wirkt daher in erster Linie stimmungsaufhellend sowie aufmerksamkeits- und konzentrationsfördernd. Zwar kann die Einnahme von DL – Phenylalanin auch weitere Vorteile im Rahmen von Erkrankungen mit sich bringen, diese sollten jedoch stets zuvor mit einem Arzt besprochen und eigenständige Behandlungsversuche vermieden werden.

Wer sich allerdings lediglich auf der Suche nach einem leichten positiven Schub in Bezug auf die eigene Laune sowie die Aufmerksamkeits – und Konzentrationsfähigkeit befindet, für den könnte DL – Phenylalanin eine interessante Ergänzung darstellen.

Nichtsdestotrotz stehen nach wie vor ausgewogene Ernährung und ausreichend Regeneration an erster Stelle, wenn es um einen wacheren und auch zufriedeneren Zustand geht. In diesem Sinne: „Stay positive!“

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