Ernährung

Bienenpollen | Die gesunde Nahrungsergänzung liefert Protein & Vitamine

Bienen- bzw. Blütenpollen werden von vielen Menschen aufgrund ihrer positiven Wirkung als Nahrungsmittel geschätzt. Schon die alten Ägypter setzten sie als Heilmittel ein, die Wikinger nutzten sie als Nahrungsergänzung, während ihrer oft wochenlang dauernden Seefahrten. Doch was sind diese kleinen goldenen Kügelchen eigentlich genau und worin besteht ihr besonderer Nutzen?

 


 

Was sind Pollen?

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Blütenpollen stellen die männliche Keimzelle einer Blütenpflanze dar. Wind, sowie Insekten tragen sie von Blüte zu Blüte.

Kommt eine Honigbiene zu einer Blüte, beginnt sie mit ihren Kiefern und Vorderbeinen die losen Pollen vom sogenannten Staubblatt abzukratzen. Diese vermischt sie mit etwas mitgebrachtem Honig, Verdauungsenzymen, sowie Speichel und verstaut sie in den Pollensäcken an ihren Hinterbeinen.

Ein Teil der kleinen Pollenpartikel haftet am Bienenkörper an, wird beim Flug zur nächsten Blüte übertragen und bestäubt diese. Sind die Pollensäcke einer Biene gefüllt und der Blütenstaub nach unten gedrückt, entsteht ein einziges goldenes Granulat, welches die Biene zum Stock transportiert, wo es in der Brutaufzucht als Hauptnahrungsmittel dient.

Zur Ernte der Blütenpollen bringen Imker eine Pollenfalle am Eingang zum Stock an, welche das Granulat von den Hinterbeinen abstreift und in einem Auffanggefäß sammelt. Diese werden im Anschluss von Fremdkörpern gereinigt und getrocknet, sodass aus den klebrigen Blütenpollen, welche die Honigbiene gesammelt hat, ein essbares, festes Granulat entsteht.

Für einen Teelöffel dieses Granulats arbeitet eine Biene ca. einen ganzen Monat für jeweils acht Stunden täglich, was seinen besonderen Wert verdeutlicht.

 


 

Inhaltsstoffe von Bienenpollen

 

Blütenpollen stellen eine der reichsten natürlichen Quellen an Vitaminen, Mineralien, Proteinen, Aminosäuren, Enzymen, sowie Co-Enzymen dar und wirken als natürliches Antibiotikum, Antihistamin, sowie potentes Antioxidans.

Die Zusammensetzung der Nährstoffe in Blütenpollen kann, ähnlich wie beim Honig, in Abhängigkeit von Saison, Lage und Herkunft variieren. Im Durchschnitt bestehen sie zu ca. 30-40% aus Proteinen, 55% Kohlehydraten, 3% Mineralstoffen, sowie zu 2% aus diversen Fettsäuren.

1-3% der Bestandteile von Pollen lassen sich chemisch allerdings nicht zweifelsfrei aufschlüsseln und analysieren, sie bilden sozusagen den „magischen“ Bestandteil.

 

Proteine in Bienenpollen

 

Blütenpollen liefern rein pflanzliches Protein, worunter etwa die Hälfte davon essentielle Aminosäuren, wie Isoleucin, Lysin, Methionin, Phenylalalin, Threonin, Tryptophan und Valin, sind, welche der Körper nicht selbst herstellen kann. Sie sind für die Reparatur von Zellschäden, dem Aufbau neuer Muskelfasern, Hautzellen, sowie der Hormon- bzw. Enzymproduktion unabdingbar. Ein Mangelzustand dieser Aminosäuren kann sich in Energiemangel, Muskelschwäche, Haar- bzw. Nagelproblemen, sowie weiteren Symptomen bemerkbar machen.

Im Vergleich liefern Blütenpollen sogar prozentual mehr Aminosäuren als jede andere tierische Quelle, wie z. B. Eier, Käse, Milch bzw. sogar Rindfleisch, womit sie auch für Veganer eine hervorragende Quelle pflanzlichen Proteins darstellen.

Doch hier beginnen die vielfältigen gesundheitlichen Vorteile gerade erst.

 

Fette in Bienenpollen

 

Blütenpollen versorgen den Körper mit wichtigen Fetten, wie z. B. Omega 3-, Alpha-Linolen-, sowie Omega 6-Fettsäure.

Außerdem enthalten sie komplexe Lecithine, welche nachweislich den Spiegel an LDL-Cholesterin senken können und wichtig für eine korrekte Funktionsweise des Gehirns sind.

 

Kohlehydrate in Bienenpollen

 

Ebenso wie Honig enthalten Blütenpollen einfache Kohlehydrate, welche dem Körper schnell zur Verfügung stehen. Damit eignen sie sich gut für einen schnellen Energieschub, unmittelbar vor oder während des Trainings oder Wettkampf.

 

Antioxidantien in Bienenpollen

 

Blütenpollen enthalten 5000 bis 9000 Mikrogramm anti-oxidativ wirkende aktive Carotinoide, welche im Körper in Vitamin A umgewandelt werden. Hier unterstützen sie den Aufbau neuer Gewebezellen und Blutkörperchen, die richtige Funktion von Stoffwechselvorgängen.

Ebenso schützen sie den Körper vor freien Radikalen, Veränderungen der DANN und bewirken eine Stärkung des Immunsystems, was präventiv bei Krebs, Herzversagen, Muskelschwund, sowie Augenkrankheiten wirkt.

Daneben enthalten Blütenpollen auch das Antioxidans Rutin, welches das vaskuläre System stärkt und das Vitamin C im Körper stabilisiert.

 

Vitamine in Bienenpollen

 

Blütenpollen sind wahre Vitaminbomben. Sie enthalten mehr Vitamin B1, B2, sowie E, als jede andere Obst- oder Gemüsesorte, zudem Nicotin-, Pantothen- und Folsäure, neben Vitamin B3, B5, Inositol, Biotin und Vitamin B12, welches nur äußerst selten in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommt. Dieses unterstützt die Funktion des Nervensystems, sowie die Weiterleitung von neuronalen Signalen.

Ebenso enthält ein Gramm frische Blütenpollen 7mg bis 15mg Vitamin C, sowie zusätzliche Spuren an Vitamin K, bzw. D.

 

Mineralstoffe in Bienenpollen

 

In Blütenpollen sind bis zu 60 Haupt- und Spurenmineralstoffe enthalten, unter anderem Kalzium, Eisen, Kalium, Magnesium, Natrium, Jod, Chlor, Kupfer, Phosphor, Mangan und Zink.

 

Enzyme in Bienenpollen

 

Da Blütenpollen verschiedene wichtige Enzyme enthalten, unterstützen sie den Körper bei der Aufspaltung und Weiterverarbeitung der zugeführten Nahrungsmittel. Darüber verbessern sie die Nährstoffaufnahme. Zusätzlich ökonomisieren sie zelluläre Prozesse und sorgen für eine bessere Funktionsweise des Organismus.

Mit 11 Haupt-, sowie über 5000 Neben- bzw. Co-Enzymen zählen Blütenpollen zu den enzymreichsten Produkten überhaupt.

Die hauptsächlich in den Blütenpollen enthaltenen Enzyme stellen Diastase, Phosphatase, Laktat-Dehydrogenase, Amylase, Pektase, Saccharase, sowie Katalase dar.

 


 

Gesundheitliche Wirkung und Vorteile des Konsums von Blütenpollen

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Aufgrund ihrer einzigartigen Zusammensetzung und Inhaltsstoffen bietet der regelmäßige Verzehr von Blütenpollen eine Vielzahl an gesundheitlichen Vorteilen.

Dazu zählen:

– Stärkung des Immunsystems, Verringerung der Infektanfälligkeit

– Hilfe bei der Verdauung

– Steigerung von Energie und Leistungsfähigkeit

– Steigerung der Fettverbrennung

– Entgiftung des Körpers

– Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems, Durchblutungsförderung, Prävention von Herzrythmusstörungen, Venenentzündung, Arteriosklerose

– Gesteigerte Hämoglobinbildung

– Antiallergene Wirkung bei z. B. Asthma, Heuschnupfen

– Muskelaufbau und –versorgung

– Reduktion von Stress, stimmungsaufhellende Wirkung

– Erhöhung von Aufmerksamkeit, Konzentrationfähigkeit, sowie Gedächtnisleistung

– Regeneration, Stärkung von Haar-/ Hautzellen, Prävention von Haarausfall

– Prävention von Osteoporose

– Zellregeneration

 


 

Nebenwirkungen in Bienenpollen

 

Bei Menschen, die auf Bienenprodukte oder Bienenstiche allergisch reagieren, sollte ein Verzehr von Blütenpollen mit anfangs nur sehr geringen Dosen bzw. unter ärztlicher Aufsicht beginnen. Gleiches gilt bei Allergien, wie z.B. Heuschnupfen.

Mögliche allergische Reaktionen können sein:

– Kopfschmerzen

– Schnupfen

– Niesen

– Tränende Augen Fieber

– Schwitzen

– Hautausschlag

Hier ist allerdings zu beachten, dass diese Reaktionen häufig nur vorübergehend in der Anfangsphase auftreten, da über den regelmäßigen Konsum eine schrittweise Desensibilisierung stattfindet.

 


 

Dosierung und Verzehr von Bienenpollen

 

Liegen keine Allergien vor, so empfiehlt sich zu allgemeinen Gesundheitszwecken eine Aufnahme von mindestens 1-2 gehäuften Teelöffeln pro Tag, je nach Bedarf auch mehr.

Die Pollen können auf vielfältige Art und Weise konsumiert werden, in Smoothies oder Wasser gemischt, über Joghurt bzw. Müsli gestreut, vermischt mit Fruchtmus oder pur konsumiert werden. Der Kreativität und den Einsatzmöglichkeiten sind hier keine Grenzen gesetzt. Lediglich auf ein Erhitzen sollte verzichtet werden, um Vitamine, sowie Enzyme zu erhalten. Auch sollte man sie nicht zu Speisen mit einer Temperatur höher als 50 °C geben.

Auch hier zeigt sich wieder, welche gewaltigen gesundheitlichen Vorteile die Schätze der  Natur, sowie naturbelassene, unverarbeitete Nahrung uns bieten können.

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Moritz Wessely

Moritz Wessely

Autor

Ich bin sehr sportbegeistert, betreibe leidenschaftlich gern Geräteturnen, Schwimmen, Muay Thai und Fitness, Bergsteigen und Skifahren. Bereits während meiner Schulzeit bot sich die Möglichkeit, mir einiges an sporttheoretischem Wissen anzueignen. Des weiteren bilde ich mich in diesen Bereichen stets weiter und richte so mein persönliches Training am neuesten Erkenntnisstand aus. Auch brenne ich dafür, diesen Spirit des Höherstrebens mit anderen Menschen zu teilen, diese zu motivieren und dabei zu unterstützen ihre persönlichen Ziele beim Sport zu erreichen.


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