Ernährung

Sollte ich Cheat Meals auf regelmäßiger Basis nutzen?

Dies ist eine wirklich geläufige Frage sowohl unter Athleten als auch unter Hobbysportlern, sollte ich mehr „cheaten“?

 


 

Sollte ich Cheat Meals auf regelmäßiger Basis nutzen?

 

Was ist ein „Cheat Meal“?

 
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Allgemein formuliert, und für den Sinn und Zweck dieses Artikels, ist ein „Cheat Meal“ eine Mahlzeit, von einer Person konsumiert, wobei die enthaltenen Kalorien oder Makronährstoffe völlig egal sind. Ein Cheat könnte zufällig eingenommen werden, oder aber geplant, jede Woche oder jeden Monat, je nach Person.

Cheat Meals bestehen oft aus Lebensmitteln oder Getränken, die völlig außerhalb des Rahmens der jeweiligen Diät der Person sind, daher kann man sie auch als „völliges Ausrasten“ bezeichnen.

Personen verwechseln häufig Refeed-Tage mit Cheats, obwohl ein Cheat Meal grob gesagt denselben Zweck dient wie ein Refeed: Beide werden die Glykogen-Speicher wieder füllen, die Hormonwerte ausbalancieren und die geheimen Gelüste der Person zufriedenstellen.

Ein Refeed unterscheidet sich dabei vom cheat meal dahingehend, dass Makro’s oder Kalorien geplant sind und im Rahmen bleiben, ein Refeed sind regulierter als ein Cheat Meal.

 


 

Das Problem mit Cheat Meals

 

Obwohl ich persönlich ein Freund davon bin, schöne Erinnerungen zu speichern anstatt Makronährstoffe und ich daran glaube, dass man zu einem gegebenen Anlass auch mal zuschlagen und genießen sollte, ohne gleich von seinem Ernährungsgewissen gegeißelt zu werden, können häufige und unkontrollierte Cheat Meals für manche Individuen ein Problem darstellen.

Neben dem Kalorienüberschuss, der unfassbare Höhen erreichen kann, wenn das Konzept hinter Cheat Meals missbraucht wird, kann es auch zu Völlerei und Überfressen anstiften.

Cheat Meals stiften aber auch zur Verteufelung bestimmter Nahrungsmittel und Getränke an. Normalerweise sollte Deine Ernährung aus gesunden Nahrungsmitteln, also vor allem  aus Obst und Gemüse bestehen, Du kannst also ruhig ein paar Naschereien einbauen, ohne gleich alle Ernährungsziele deswegen in die Tonne treten zu müssen und Du sofort in einem riesigen Kalorienplus bist.

Wenn Du bestimmte Lebensmittel zu idealisiert als ‚gut oder böse‘ darstellst, wird es sich wie Versagen anfühlen, wenn Du doch einmal ein ‚böses‘ Lebensmittel isst.

Ein häufiges Problem bei Cheat Meals ist die Tatsache, dass die Rückkehr zur normalen, disziplinierten Ernährung sich als schwer erweist, wenn man einmal zu sehr zugelangt hat. Es ist leicht, ein einfaches Cheat Meal zu einem Cheat Day zu machen, der dann zur Cheat Woche wird und immer so weiter.

Wenn Du also ‚böse‘ Lebensmittel immer mal in Deinen Plan einbauen kannst, ohne gleich alles als Cheat Meal abzustempeln, dann sieht Deine Lebensmittelauswahl gleich viel besser aus.

 


 

Flexibles Diäten und Portionsgrößen

 
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Eine Alternative zu häufigen Cheat Meals (mit Ausnahme von speziellen Anlässen natürlich) ist es, flexibles Diäten in Deine Routine einzubauen. Das hat eine ganze Reihe von Vorteilen bezüglich Essens-Flexibilität, heißt aber auch, dass Du Deine Portionsgröße anpassen kannst, um Dein Lieblingsessen immer mal einzubauen.

Wenn Du gerade abnehmen willst, kannst Du immer noch Refeed-Tage in Deinen Ernährungsplan legen, ohne dass gleich alles mit unnötigen Kalorien eskaliert. Dies macht es viel einfacher, in der Spur zu bleiben und Deine Ziele effizient und effektiv zu erreichen, ohne unnötige Hürden mit extra Fettzunahme vom Cheaten hinnehmen zu müssen.

Es heißt auch, dass Du nicht sofort Schuldgefühle bekommst, weil Du Dich nicht an den Ernährungsplan halten kannst, oder nicht diszipliniert bist. Alles in allem hilft flexibles Diäten, eine gesündere Einstellung gegenüber Essen zu entwickeln, und auch wenn Du Dein Essen nicht fortlaufend aufzeichnest (trackst), wirst Du eine ungefähre Ahnung von Portionsgrößen und Kalorienwerten bekommen, also auch intuitiver essen kannst.

– Du kannst Deine Makronährstoffe auch herumschieben, wenn ein ‚spezieller Anlass‘ ansteht, diese Methode ist aber auch für alle geeignet, die auf bestimmte Nahrungsmittel und Getränke nicht verzichten können. Nimm einfach ein paar Makronährstoffe vom nächsten Tag, was Dir für heute mehr Kalorien lässt. Du kannst die extra Kalorien aber auch dahingehend kompensieren, dass Du ein Kohlenhydrat-armes Frühstück oder Mittagessen einbaust, um Puffer für mehr Kohlenhydrate am Abend zu haben.

– Natürlich ist es hier wichtig zu betonen, dass diese Methoden nur für Ausnahmen herhalten und die Mehrheit Deiner Ernährung sich an ‚richtigen Nahrungsmitteln‘ wie komplexen Kohlenhydraten, magerem Eiweiß und gesunden Fetten orientieren sollte.

 

Fazit

 

Cheat Meals funktionieren für manche Menschen, aber es gibt auch andere Herangehensweisen, um die Ernährung flexibel zu halten und trotzdem Deine Ziele sicher zu erreichen.

Flexibles Diäten (z.B. IIFYM) kann für Dich auch in Frage kommen, um Ausnahmen abpuffern zu können und auf Deine individuellen Ziele und Kalorien zugeschnitten sind.

Unsere Artikel sollen informieren und lehren. Die dargebotenen Informationen sollten nicht als medizinische Ratschläge interpretiert werden. Kontaktiere bitte einen Arzt, bevor du mit der Ergänzung von Nahrungsergänzungsmitteln beginnst oder größere Veränderungen an deiner Ernährung durchführst.

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