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Corinne Evans über Selbstliebe, Körperpositivität & das Werden einer Mutter

Corinne Evans über Selbstliebe, Körperpositivität & das Werden einer Mutter

Wenn man durch Instagram scrollt und – Post um Post – auf die verzerrte Version der Perfektion unserer Gesellschaft starrt, dann ist klar, dass wir einige REALE Menschen mit Körperpositivität brauchen, um unsere Feeds zu füllen.

Wenn der Sommer näher rückt und leichte Bekleidung das Selbstvertrauen oft auf einem historischen Tiefpunkt sinken lässt, dann ist es an der Zeit, von einem starken Befürworter der Selbstliebe und des lebendigen Lebens zu hören.

 

Triff‘ Corinne – Myprotein Ambassador, Surferin, Bloggerin und neue Mutter

Wenn du durch ihr Instagram-Profil scrollst, dann wirst du von dem progressiven Selbstvertrauen, welches dieses Mädel hat, schier erschlagen. Ihre ehrlichen und nachvollziehbaren Bildunterschriften implizieren, dass sie jemand ist, den man wirklich bewundern kann – und das scrollen durch ihren Feed ist wirklich Balsam für die Seele.

Wir brennen darauf mehr über Corinne’s Beach-Look und ihr strahlendes Lächeln herauszufinden. Lass uns also schauen, was diese surfende Super-Mutter zu erzählen hat…

Corinne Evans über Selbstliebe, Körperpositivität & das Werden einer Mutter

Corinne wusste von klein auf, wie wichtig ein aktiver und ausgewogener Lebensstil ist. Sie sagt: „Ich tanzte viel und dies lehrte mich, wie wichtig es ist, aktiv, flexibel und stark zu bleiben. Meine Eltern haben mich immer sehr darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig es ist, sich gesund zu ernähren. Ich schätze, das ist etwas, das mit mir zusammenhängt und etwas ist, wofür ich lebe.“

Corinne zog im Alter von 11 Jahren nach Cornwall und begann als Teenager zu surfen, aber es brauchte etwas Ausdauer, bevor sie anfing, wirklich etwas daraus zu machen.

„Ich fand es ziemlich einschüchternd – besonders als Frau. Als ich mich in das Surfen verliebte, wusste ich, dass ich nichts anderes mehr tun wollte.“

Nicht zuzulassen, dass sie von ihren Unsicherheiten übermannt wird, bedeutete, dass Corinne ihre wahre Leidenschaft und Berufung zum Leben entdeckte. „Ich habe es mir zum Ziel gesetzt, innerhalb der Branche zu reisen, zu surfen und zu arbeiten – und genau das habe ich getan.“

Corinne ist jetzt die stellvertretende Redakteurin eines Surfmagazins und sie teilt ihre Leidenschaft auch über ihren Blog und den atemberaubenden Instagram-Feed.

 

„Es gab Zeiten, in denen ich in den Spiegel schaute und nur Makel sah.“

Trotz ihrer großartigen Karriere und ihres positiven Mantra hat Corinne immer noch von Zeit zu Zeit mit ihrem eigenen Körperbild zu kämpfen – was beweist, dass niemand dagegen immun ist.

„Vor der Schwangerschaft hing ich mich oft an meiner körperlichen Erscheinung auf. Ich hatte Zeiten, in denen ich in den Spiegel schaute und nur Makel sah – wie viele von uns.“

Das änderte sich in den späteren Phasen ihrer Schwangerschaft: „Ich sah einfach lange Zeit sehr aufgebläht aus, aber als mein Bauch wuchs, fühlte ich mich großartig. Ich fühlte mich so körperlich selbstbewusst.“

Corinne Evans über Selbstliebe, Körperpositivität & das Werden einer Mutter

Corinne’s sachliche Einstellung, wenn es um ihr Körperbild geht, hat ihr definitiv geholfen, sich mit all diesen großen Veränderungen auseinanderzusetzen. Indem sie der Selbstliebe Priorität eingeräumt hat, konnten diese Unsicherheiten nie ihr Leben übernehmen – etwas, das mit der Geburt ihres Sohnes Albee noch mehr in den Vordergrund gerückt wurde.

Als Teil dieser Priorität ist sie auch darin bestrebt, die sozialen Medien als Plattform zu nutzen, um das Vertrauen in den eigenen Körper zu stärken und ein unterstützendes Umfeld für sich und andere zu schaffen.

„Ich habe einen Social Media Feed kuratiert, der mich inspiriert, motiviert und dazu führt, dass ich mich ermutigt fühle – und genau so ein Gefühl möchte ich auch meinen Anhängern geben.“

„Ich liebe ehrliche Instagram-Accounts und vermeide solche, die mich zu Selbstzweifeln bringen. Social Media hat meine Körperwahrnehmung als solche nicht beeinflusst – es hat mich nur bewusster gemacht, was ich poste.“

 

„Inzwischen ist es mir egal, dass ich keiin Sixpack oder Tigh Gap habe.“

Von ihrem Kraftmangel nach der Geburt war Corinne sehr entmutigt, aber es veränderte völlig, wie sie ihren eigenen Körper sah.

„Mein postpartaler Körper hat mich sehr überrascht. Ich habe nicht so viel zugenommen, aber ich fühlte mich schwach, womit ich am meisten zu kämpfen hatte. Es störte mich nicht, wie ich nach der Geburt aussah, aber ich hasste die Art und Weise, wie ich mich fühlte. All meine Kräfte schienen verschwunden zu sein.“

„Ich betrachte meinen Körper jetzt auf eine ganz andere Weise. Es ist mir egal, dass ich keinen Sixpack oder Tigh Gap habe. Ich bin stolz darauf, dass mein Körper meinen Sohn genährt hat, ihn wachsen lies und ihn zur Welt gebracht hat. Und natürlich auch, dass er mir weiterhin erlaubt, zu surfen und zu trainieren. Ich liebe meinen Körper und fühle mich sicherer denn je.“

Viele Frauen sorgen sich darum, dass sie die Figur, die sie vor dem Baby hatten, verlieren (oder fürchten sich vor dem Kampf, diese zurückzubekommen), da man weniger Zeit als vorher hat – aber Corinne scheint sich bereits damit abgefunden zu haben. Sie erklärt: „Dein Körper wird sich verändern – er ist dazu bestimmt – aber nimm diese Veränderungen an. Liebe deinen Körper und nimm jede Phase, wie sie kommt.“

„Es dauerte ein gutes Jahr, um dein Baby zu erziehen, und es wird den größten Teil eines Jahres dauern, bis sich dein Körper von der Schwangerschaft und Geburt erholt hat.“

Diese Geduld und Akzeptanz ist etwas, von dem wir alle lernen können – egal ob du eine Mutter bist oder einfach nur auf deine Körperziele hinarbeitest.

Corinne Evans über Selbstliebe, Körperpositivität & das Werden einer Mutter

Albee zu haben, hat nicht nur ihren Körper verändert, sondern ihr komplette Leben. „Ich bin nicht mehr die Nummer eins. Albee steht über allem anderen, so wie ich es mir wünsche, aber das bedeutet nicht, dass es einfach ist.“

Jeder Elternteil wird wissen, dass ein Beruf samt Betreuung eines Babys eine Herausforderung ist – und das, bevor du überhaupt daran denkst, Zeit für dich selbst oder Sport einzuplanen. Es gibt so viele andere Dinge, um die sich Corinne kümmern muss.

 

„Ich fand das Stillen hart und landete irgendwann im Krankenhaus…“

„Ich liebe es, Mutter zu sein. Es ist bei weitem das Beste, was ich je getan habe, und ich kann mir nicht vorstellen, Albee nicht in meinem Leben zu haben. Es war eine Achterbahnfahrt der atemberaubenden Momente zur puren Frustration. Es ist einer der schwierigsten Jobs, den ich je hatte, und es gibt kein Regelwerk oder Handbuch, dem man folgen kann.“

Da es so viel Gerede über den besten Weg zur Dasein als Elternteil gibt, ist es leicht, sich mit unerwünschten Ratschlägen und Meinungen überflutet zu fühlen, aber Corinne ist offen für die guten Dinge und die schwierigeren Zeiten.

„Ich fand das Stillen hart und landete wegen mehrerer Infektionen im Krankenhaus. Ich empfand das Schlaftraining als extrem anstrengend, aber lohnend, sofern es funktionierte. Doch Albee lachen zu hören oder ihm dabei zuzusehen, wie er lernt, wie man klatscht, löscht sämtliche Erinnerungen an das 2-Uhr-Nachts-Aufwachen vollständig!“

Sich an die zweite Stelle zu setzen (selbst wenn du es willst), kann bedeuten, dass die Zeit für sich selbst und ein regelmäßiges Trainingsprogramm, verloren geht, aber Corinne fand Wege, um dieses Problem zu bewältigen und um ihre Stärke, seitdem Albee da ist, wieder aufzubauen.

„Sobald ich wieder trainieren und konsequent surfen konnte, fühlte ich mich genauso fit (wenn nicht sogar fitter) als vor Albee.“

Sie hat festgestellt, dass sie, indem sie kleine Aspekte der Selbsthilfe in ihr Leben integriert, sie sich auch mehr wie sie selbst fühlt. Corinne erklärt: „Ich achte immer darauf, dass ich gut esse. Ich esse mehr Obst und Nüsse, um meine Energie aufrechtzuerhalten. Ohne meine Trinkflasche gehe ich nirgendwo hin und ich versuche auch, nicht zu viel Kaffee zu trinken – das ist wirklich hart!“

„Ich investiere jetzt mehr Zeit in meine Haar- und Hautpflege. Das Letzte, was ich wollte, war, so müde auszusehen, wie ich mich fühlte!“

Corinne Evans über Selbstliebe, Körperpositivität & das Werden einer Mutter

Was die Zeit zum Erreichen dieser Ziele angeht, so hat Corinne auch einen guten Rat für neue Mütter.

„Am Anfang wird es sich so überwältigend anfühlen, weil du nie Zeit für dich selbst haben wirst, aber es wird sich ändern. Es wird die Zeit für dich selbst geben und du wirst dir die Zeit nehmen können. Sei nicht so hart zu dir selbst, iss‘ gut, leg‘ die Gesichtsmaske auf und entspann‘ dich.“

 

„Ich möchte, dass die Leute meine Beiträge sehen, die Bildunterschriften lesen und sich verstanden fühlen – auch wenn es nur ein kleiner Teil davon ist.“

Corinne hat die große Überzeugung, dass Bewegung in jeder Form besser ist, als nichts – und so nimmt sie jede Gelegenheit wahr. „Ich versuche, einmal am Tag für einen Spaziergang am Strand oder an den Klippen nach draußen zu kommen. Es hilft, meinen Geist zu befreien und gibt mir auch ein wenig Ruhezeit, die mir guttut.“

„Ich muss mir Zeit für mich selbst nehmen und jedes kleine Zeitfenster nutzen, in dem ich zur Arbeit oder zum Training komme. Ich habe jetzt noch viel mehr zu erledigen, aber es ist unglaublich, wie schnell man sich anpasst. Ich frage mich: „Was habe ich mit meiner ganzen Freizeit gemacht, bevor ich Mutter wurde?“

Das Training für einen bestimmten Körpertyp kann zu einer ungesunden Besessenheit werden, daher sind Corinne’s Gründe für das Training  so unglaublich erfrischend und von jedem nachvollziehbar, der diesen Endorphinrausch schon einmal erlebt hat.

„Gesund zu sein und Sport zu treiben, macht mich glücklich. Wenn ich Wochen habe, in denen ich nicht trainiere und meine Ernährung nicht gut ist, dann macht es mich launisch und kann dazu führen, dass ich in ein negatives Mindset rutsche. Dies unterscheidet sich nicht so sehr von der Zeit, wie ich vor meinem Baby gelebt habe.“

Sie nimmt sich immer noch Zeit für ihre erste Liebe, das Surfen. Die Arbeit im Team mit ihrem Mann bedeutet, dass sie beide Zeit haben, die Dinge zu tun, die ihnen Spaß machen.

„Es ist immer noch ein sehr wichtiger Aspekt meines Lebens. Wenn ich also surfen kann, dann tue ich es auch. Es ist bei weitem nicht so häufig wie vorher, aber ich schätze die Zeiten, in denen ich ins Wasser gehe. Ich liebe sie mehr, als ich es getan habe, bevor ich Mutter wurde. Ich habe einen wirklich unterstützenden Ehemann, der auch surft – was bedeutet, dass wir uns mit dem Surfsport abwechseln, so dass wir beide Zeit im Wasser verbringen können.“

 

„Ich will immer ehrlich und treu zu mir selbst sein und darüber reden, wie ich mich in diesem Moment fühle.“

Corinne Evans über Selbstliebe, Körperpositivität & das Werden einer Mutter

Trotz ihrer coolen, gesammelten und akzeptierenden Art, wurde sie seit ihrer Mutterzeit immer noch mit Überraschungen konfrontiert.

„Ich hatte nicht erwartet, so viel zu weinen, wie ich es tat – Freudentränen, traurige Tränen und Tränen ohne Grund! Etwa eine Woche nachdem ich Mutter wurde, kaufte mir mein Mann ein Paar wirklich süße, gemütliche Socken zum Tragen, da er wusste, dass ich oft kalte Füße bekam, wenn ich nachts zum Stillen aufstehen musste. Ich erinnere mich, dass er sie mir geschenkt hat und ich bin einfach in Tränen ausgebrochen!“

Sie verwendet Instagram, um mehr von diesem realen Situationen, mit dem man sich identifizieren kann, an die Öffentlichkeit zu bringen.

„Ich möchte immer ehrlich und treu zu mir selbst sein und darüber reden, wie ich mich in diesem Moment fühle. Mein Ziel hinter meinen Beiträgen ist es, Frauen entweder zu inspirieren, zu motivieren oder dazu zu bringen, über Körperpositivität – und neuerdings über das Körperbild nach der Geburt – zu sprechen.“

Ich will nie die Wahrheit schönreden – ich will immer authentisch und mit jedem verbunden sein, der sich mit meinen Beiträgen beschäftigt. Ich möchte, dass die Leute meine Beiträge sehen, die Bildunterschriften lesen und es nachvollziehen können – auch wenn es nur ein kleiner Teil davon ist.“

In einer Welt voller Filter und voller Bildbearbeitung bietet Corinne einen genuinen und authentischen Blick auf eine Frau und neue Mutter, deren altes und neues Leben nun irgendwie miteinander vermischt werden müssen. Es sieht so aus, als würde sie auch einen ziemlich tollen Job machen. Ihr erstaunlicher Blick auf das Leben und die Selbstliebe ist nichts anderes, als inspirierend und gefüllt mit der Art von Zufriedenheit, die wir alle anstreben sollten.

Für weitere wunderbare Updates über Corinne und ihre neue Familie, solltest du hier ihren Instagram-Kanal abchecken.

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Evangeline Howarth

Evangeline Howarth

Autor und Experte

Bereits in jungen Jahren nahm Evangeline im Wettkampfsport teil. Als qualifizierter RYA Beiboot Instructor versteht sie die Wichtigkeit einer vernünftigen Ernährung, um genug Energie im Extrem- und Ausdauersport zu haben, insbesondere aufgrund ihrer Erfahrung in britischen Olympioniken-Team und als Kapitän und Coach ihres Universitätsteams.

In ihrer Freizeit liebt es Evangeline laufen zu gehen - insbesondere Marathon. An Wochenenden praktiziert sie oft Wassersportarten oder genießt das Wandern. Ihre Lieblingsabende verbringt sich mit HIIT Einheiten oder Kniebeugen im Gym, bevor sie gut gewürzte Gerichte mit einer Menge Gemüse isst - yum!

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