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Alternative Koffein Quellen & Einnahme | Mehr Energie, mehr Wachheit

Deutschland, 6:30 Uhr.

Der Wecker liegt zerbrochen an der Wand, er hat den schwungvollen Wurf aus Deinem Handgelenk heute nicht überlebt. Selbst schuld, wenn man um die Uhrzeit schon so laut rumschreien muss.

Du sitzt vor Deiner ersten Tasse Kaffee, reibst Dir noch verträumt die Augen, schlürfst in einem 5-Sekunden-Intervall von Deinem duftenden, braunen Gebräu und wartest, dass die Wirkung eintritt.

Die Wirkung, wegen der jeden Tag in ganz Deutschland ca. 150 Millionen Tassen Kaffee getrunken werden. Eine ganze Menge. Aber nachvollziehbar, denn diese Wirkung, frühmorgens, nach einer kurzen Nacht, sucht seinesgleichen. Wenig vermag zu können, was ein gut aufgebrühter Kaffee kann.

Er macht wach und vertreibt die Müdigkeit, er regt den Stoffwechsel und besonders die Fettverbrennung an, er wirkt stimmungsaufhellend, er ist eine der wichtigsten Quellen für Antioxidantien in unserer Ernährung [1]. Er ist also perfekt für den Morgen und für den Nachmittag, um durch das tagtägliche Nach-Mittagessen-Tief zu kommen!


alternative koffein quellen 8 Tipps


Aber was, wenn einem Kaffee nicht besonders schmeckt?

Was, wenn der Magen sich gegen die Säure im Kaffee sträubt?

Von der Wirkung der aktiven Substanz im Kaffee – dem Koffein – kannst Du auch anderweitig profitieren, auch wenn Du, auch welchem Grund auch immer, Kaffee nicht trinken kannst, darfst oder willst. Denn Koffein ist auch in anderen Nahrungsmitteln und Ergänzungsmitteln enthalten, deren gezielter Konsum für die gewünschte Wirkung sorgt.

Heute stellen wir Dir daher 8 Nahrungsmittel und Ergänzungsmittel vor, einige bekannte und einige weniger bekannte, die für dieselbe oder ähnliche Wirkung wie Kaffee – dem Wachmachen dank dem Koffein – sorgen.

Was Du als Vergleich im Hinterkopf behalten solltest, ist folgende Zahl. 120. Soviel Milligramm Koffein enthält eine durchschnittliche Tasse Kaffee (300ml)

 

#1 Tee: grün, schwarz, weiß, Matcha, Oolong, Pu-Erh

Alternative Koffein Einnahme


Tee-Sorten gibt es gefühlt wie Sand am Meer. Dabei sind all die unterschiedlichen Tee-Sorten auf dem Markt auf eine einzige Pflanze – Camella sinensis – zurückzuführen. Der immergrüne Teestrauch kann auf verschiedenen Höhen und in verschiedenen Klimazonen angebaut werden, kann bei unterschiedlicher Strauchhöhe geerntet werden, und unterschiedliche Teile der Pflanze können zu unterschiedlichen Teesorten weiterverarbeitet werden.

Und das Beruhigende bei der ganzen Vielfalt: Alle Sorten enthalten reichlich Koffein! Nämlich ca. 80 mg pro 300ml!

Um über die ganzen Teesorten nicht den Überblick zu verlieren, erhältst Du in aller Kürze einen kleinen Tee-Crash-Kurs:

  • Grüntee: Die Blätter des Teestrauchs, un-fermentiert, un-gedämpft, mild und angenehm im Geschmack
  • Schwarztee: Die Blätter des Teestrauchs, in der Sonne fermentiert, herber und kräftiger im Geschmack
  • Weißer Tee: Hier werden nur die ungeöffneten Knospen des Strauchs geerntet und un-fermentiert verkauft
  • Matcha-Tee: Hierbei werden die Teesträucher ein paar Wochen vor der Ernte mit einer Art Decke verhüllt, so dass sie nur noch 5% des ursprünglichen Sonnenlichts bekommen. Die Folge: sie bilden massiv Chlorophyll und Antioxidantien, daher auch die stechend grüne Farbe.
  • Oolong-Tee: So ein Zwischending zwischen Grüntee und Schwarztee, er ist „halb-fermentiert“
  • Pu-Erh: Gedämpfter und milchsauer vergorener Grüntee, erdig im Geschmack. Nur in der Yunnan-Provinz in China verkäuflich.

#2 Guarana

Guarana ist eine wahre Power-Frucht! Ihr Samen enthält Unmengen von Koffein und stimmungsaufhellenden Substanzen. Ursprünglich kommt diese Pflanze aus Südamerika und ist mittlerweile bei uns vor allem in Energy-Drinks zu bekommen. Oder als Extrakt. Aber Vorsicht bei der Dosierung: Schon 3g des Pulvers entsprechen einer Tasse Kaffee.

#3 Mate-Tee

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Der Mate-Strauch ist auch in Südamerika heimisch und hat in Form der Limonade Club-Mate mittlerweile auch in Deutschland Kult-Status erreicht. Der Geschmack ist ebenfalls erdig und herb und nicht jedermanns Geschmack. Fans schwören hingegen auf den Tee mit dem Vermerk, dass der Geschmack nach ein paar Tassen besser wird. Oder Du trinkst einfach das leckere Club-Mate, mit Auge auf den Zuckergehalt.

Koffein-Gehalt: 40mg pro 300ml

#4 Tablettenform: Reines Koffein oder Thermopure von Myprotein

Natürlich kannst Du Koffein auch in fester Form, synthetisch und in eine handliche Tablette gepresst, konsumieren. Vor dem Training oder am Morgen hat so eine Tablette dieselbe Wirkung wie eine Tasse Kaffee, die Du vielleicht nicht überall mit hinnehmen kannst. Die Tablette schon!

Koffein-Gehalt pro Tablette: 100mg

Das Thermopure bekommst du hier.

#5 Schokolade

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Schokolade enthält ebenfalls in geringen Mengen Koffein und ein Analogon, das Theobromin. Je dunkler die Schokolade, desto mehr von dieser Substanz ist enthalten. Sie wirkt zwar nicht wie reines Koffein, es wird kein Energie-Kick kommen, sondern spendet eher angenehmen Antrieb.

Übrigens: Es gibt auch Schokolade mit zugesetzem Koffein da draußen. Koffein-Schokolade am Morgen? Was gibt es Besseres?

#6 Trainingsbooster

Viele – die meisten – Trainingsbooster enthalten auch Koffein in irgendeiner Dosis. Also schaue doch einmal auf Deinen Booster, wieviel bei Dir enthalten ist.

Wenn Du früh Sport treibst oder Deine Arbeit eher stehend als sitzend ist, hast Du schon einmal statt einer Tasse Kaffee eine Tasse Booster zum Frühstück probiert? Zum Beispiel den MyPre oder Pulse V4.

#7 Softdrinks

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Cola, Pepsi und Co. Dürfen natürlich nicht fehlen! Auch sie enthalten Koffein. Dabei bleibt Dir überlassen, ob Du Dich für die Light-Version ohne Zucker oder aber mit Zucker entscheidest. Wie auch immer: Koffein ist immer enthalten! Durchschnittlich 54mg pro 300ml Getränk!

#8 Wege, auch ohne Koffein am Morgen wach zu werden

Es geht natürlich auch ohne Koffein, früh effektiv wach zu werden. Hier sind meine Favoriten:

  • Kälte: Eine eiskalte Dusche am Morgen… und mit eiskalt meine ich Eis-kalt. Ein paar Minuten lang. Das Adrenalin wird Dich ebenfalls gut wach machen
  • Sport: Sport am Morgen, auf nüchternen Magen, ist ein herrlicher Weg, den Tag zu beginnen! Der Kopf ist noch frei, die Gedanken leicht vernebelt, der Körper wird langsam warm, und man kann sich in Ruhe auf den kommenden Tag vorbereiten. Und wird durch die Anstrengung ganz nebenbei wach
  • Mitmenschen: Kommunikation, also Reden mit Menschen, die man mag, ist ein natürlicher Weg, wach zu werden, da das Gehirn gezwungen ist, zu arbeiten. Das Radio anstellen ist ein Weg, dies zu erreichen, wenn Du allein wohnst oder früh als Erster aufstehst
  • Hunde: Hundegebell ist ein angeborener Instinkt im Menschen, dass gleich irgendwas passiert. Wenn Du also einen Hund hast, der früh immer um die gleiche Zeit anfängt, unruhig zu werden oder zu bellen, kannst Du ihn gleich nehmen, eine Runde im Wald drehen, und dabei wach zu werden. Und lass Dich ruhig von der Aufregung des Vierbeiners früh anstecken. In jedem Fall ein schwungvoller Start in den Tag!

Fazit

Ein guter Kaffee gehört zu einem guten Morgen einfach dazu. Aber es muss nicht immer zwingend Kaffee sein – manchen Menschen schmeckt er nicht, oder sie vertragen ihn nicht, oder trinken halt doch lieber Tee. Alternativen gibt es in jedem Fall – heute haben wir Dir ein paar der wichtigsten und leckersten gezeigt. Also, ran ans Ausprobieren!

 

Unsere Artikel sollen informieren und lehren. Die dargebotenen Informationen sollten nicht als medizinische Ratschläge interpretiert werden. Kontaktiere bitte einen Arzt, bevor du mit der Ergänzung von Nahrungsergänzungsmitteln beginnst oder größere Veränderungen an deiner Ernährung durchführst.


[1] Pulido, R.; Hernandez-Garcia, M.; Saura-Calixto, F. (2003): Contribution of beverages to the intake of lipophilic and hydrophilic antioxidants in the Spanish diet. In: European journal of clinical nutrition 57 (10), S. 1275–1282. DOI: 10.1038/sj.ejcn.1601685.

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Martin Auerswald

Martin Auerswald

Autor

Martin ist Biochemiker und Biohacker und beschäftigt sich seit über 5 Jahren damit, wie er möglichst einfach seine Gesundheit und Leistungsfähigkeit auf ein neues Level bringen kann. Dazu hilft ihm sowohl sein biochemisches Grundwissen aus dem Studium sowie neueste Bücher, Studien und Eigenexperimente.


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