Ernährung

Probleme mit Heißhunger? Untersuchungen zeigen, dass Training dagegen helfen kann

Snacking ist deine Schwäche? Dann höre jetzt gut zu, denn es könnte Hoffnung geben.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie im International Journal of Obesity fand heraus, dass Sport und Training einen positiven Einfluss auf die Nahrungsmittelauswahl von Personen zu haben scheint – und das ohne dass die Leute sich dessen bewusst sind (1). Gute Nachrichten für all jene, die sich gesünder ernähren möchten.

Die U.S. Studie, an der rund 2.680 Probanden im Alter zwischen 18 und 35 Jahren teilnahmen, fand an der University of Houstan und der University of Alabama statt. Die Studenten, die ausgewählt wurden, waren jene, die keinen regelmäßigen Sport betrieben haben (weniger als 30 Minuten pro Woche) und die keiner konkreten (gesunden) Ernährung folgten.

Die Teilnehmer absolvierten ein 15-wöchiges aerobes Trainingsprogramm, welches aus drei 30-minütigen Workouts pro Woche bestand – es wurden Laufbänder, stationäre Fahrräder und Cross-Trainer verwendet. Die Teilnehmer trugen während jeder Einheit einen Herzschlagmonitor, um die Trainingsintensität zu tracken und man bat sie darum einen „Nahrungsfrequenz“-Fragebogen vor und nach dem Training auszufühlen.

Probleme mit Heißhunger? Untersuchungen zeigen, dass Training dagegen helfen kann


Im Verlauf des Programms wurden insgesamt 4.335 Ernährungsbeobachtungen mit 102 verschiedenen Lebensmitteln festgehalten, aus denen die Forscher Ernährungsmuster ableiten konnten. Diese Ergebnisse zeigten, dass sich die meisten Ernährungsmuster-Punktzahlen infolge des Trainings verringerten – konsequenterweise führte eine höhere „Dosis“ Sport zu einer verringerten Präferenz zum Snacking und einer stärkeren Regulation der Nahrungszufuhr.

Als man bei der siebten Woche des Trainings angelangt war – also etwas zur Mitte hin – berichteten die Forscher davon, dass der Großteil der Studenten solche Lebensmitteln, wie Früchten, Gemüse und magere Fleischssorten den Vorzug gaben, während sie zuvor noch auf ungesündere Lebensmittel, z.B. Frittiertes oder Softgetränke, setzten.

Fazit: Obwohl man den Teilnehmern nicht gesagt hatte, dass sie ihre Ernährung ändern sollten, taten sie dies trotzdem.

Dies ist ein weiterer Grund, um die Sneaker zu entstauben und deine Herzschlagrate hochzutreiben, oder? Unabhängig davon, ob du dir eine Studiomitgliedschaft holst, einen Lauf absolvierst oder dich dazu entschließt mit dem Fahrrad zur Arbeit zu pendeln, anstatt den Bus zu nehmen – dies könnte den entscheidenden Unterschied machen, wenn du dich gesünder ernähren möchtest.

Diese neue Studie hilft zudem eine mehr als etablierte Theorie zu stützen, die eine Beziehung zwischen Sport und der Menge an appetit-regulierenden Hormone im Körper herstellt. So fand z.B. eine Studie, die im European Journal of Applied Physiology veröffentlicht wurde, heraus, Teilnehmer nicht nur nach einem Sprinttraining, sondern auch in den Stunden danach weniger Appetit aufwiesen (2).

Die Chancen stehen also gut, dass du wählerischer bei deinen Snacks sein wirst, wenn du einen Lauf absolviert hat. Aber vielleicht wirst du auch gar nicht das Verlangen nach einem Snack verspüren. Ja, wir haben dir ja gesagt, dass es noch Hoffnung gibt.

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Unsere Artikel sollen informieren und lehren. Die dargebotenen Informationen sollten nicht als medizinische Ratschläge interpretiert werden. Kontaktiere bitte einen Arzt, bevor du mit der Ergänzung von Nahrungsergänzungsmitteln beginnst oder größere Veränderungen an deiner Ernährung durchführst.


  1. Joo, J., Williamson, S. A., Vazquez, A. I., Fernandez, J. R., & Bray, M. S. (2019). The influence of 15-week exercise training on dietary patterns among young adultsInternational Journal of Obesity, 1.
  2. Deighton, K., Barry, R., Connon, C. E., & Stensel, D. J. (2013). Appetite, gut hormone and energy intake responses to low volume sprint interval and traditional endurance exerciseEuropean journal of applied physiology113(5), 1147-1156.


Lauren Dawes

Lauren Dawes

Autor und Experte

Lauren hat einen Abschluss in Anglistik. Schwimmen war schon immer ihrer Leidenschaft und innerhalb der letzten Jahre hat sich den Kraftsport für sich entdeckt, wobei in ihrer wöchentlichen Yoga-Einheit stets Raum zur Verbesserung bietet.

Lauren liebt es an Wochenenden zu kochen und zu brunchen. Sie genießt es neue Rezepte mit ihren Mitbewohnern auszuprobieren - was ihr dabei hilft von der Studentenküche loszukommen, die üblicherweise nur aus Nudeln besteht. Darüber hinaus versucht sie eine Balance zwischen Gym und Gin zu erhalten.

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