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Motivation: Besiege den inneren Schweinehund mit diesen 4 Tipps

Von Tim Gelhausen

Keine Lust, zum Training zu gehen? Sicherlich keine Neuheit, sowas macht jeder einmal durch – eigentlich können wir doch gar nichts für unsere Unlust, ist es doch dieser fiese, innere Schweinehund, der einen Zuhause fesselt und sicherstellt, dass unser Sixpack in weite Ferne rückt.

Aber was wäre, wenn wir endlich wieder Herrchen über den Hund werden könnten?

Varianten der Motivation

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Arten der Motivation:

  1. Intrinsische Motivation – Im sportlichen Rahmen ist eine intrinsische Motivation wünschenswert, da diese Art der Motivation nicht von den antizipierten Folgen der Handlung abhängt, sondern vielmehr durch eine Freude an der Durchführung der Handlung besteht, da diese selbst zufriedenstellend erscheint [1]; das heißt, jemand ist dann intrinsisch motiviert, wenn er aus Spaß am Widerstandstraining ins Fitnessstudio geht – der geformte Körper ist quasi nebensächlich.
  2. Extrinsische Motivation – Der intrinsischen Motivation gegenüber steht die extrinsische Motivation, welche durch die Konsequenz, der absehbaren Folge der Handlung entsteht. Schüler beispielsweise, welche extrinsisch motiviert sind, wollen eine positive Folge herbeiführen (eine gute Note) oder eine negative Konsequenz vermeiden (negative Bewertungen von Lehrern oder Eltern) [2]. Spinnt man eine entsprechende Analogie zum Fitnesssport, ist dann jemand extrinsisch motiviert, wenn das Ergebnis des harten Trainings (Sixpack, geformter Hintern) Anreiz ist, das Studio aufzusuchen.

Oftmals ist eine Person zunächst extrinsisch motiviert, sobald sie mit dem Training anfängt: Instagram-Bilder deiner beliebtesten Bodybuilder oder auch episch-animierte Videos auf den sozialen Netzwerken können deine extrinsische Motivation kurzfristig anfeuern, aber idealerweise würde durch das regelmäßige Training und den folgenden Ergebnissen eine intrinsische Motivation entstehen, welche es einem um ein vielfaches einfacher macht, Ziele zu erreichen – denn wenn man Freude am Sport findet, wird man künftig mit deutlich weniger Motivationstiefs zu kämpfen haben – man wird regelrecht süchtig, Gewichte zu stemmen.

4 Wege, um dich zu motivieren

Inspirierendes Bildmaterial auf YouTube, Instagram oder sonstigen Plattformen mag dich hin und wieder dazu bewegen, deine Sporttasche zu packen und loszulegen, allerdings ist das keine permanente Lösung, denn letzten Endes machst du deinen Erfolg damit von dritten abhängig.

Hier sind 4 Strategien, deine Motivation über längeren Zeitraum zu erhalten.

Motivation: Besiege den inneren Schweinehund mit diesen 4 Tipps

Tipp #1: Pack deine Sporttasche am Abend zuvor

Tipp #2: Plane im Voraus!

Zugegeben…ein alter Trick – aber Alter ist kein Kriterium für Validität. Wenn du deine Sporttasche am Abend zuvor vorbereitest, setzt du eine klare Ansage für den nächsten Tag und raubst dir selber eine Ausrede, nicht zum Sport zu gehen; schließlich ist schon alles vorbereitet!

Möchtest du dir wirklich selber eingestehen müssen, dass deine Unlust Schuld am körperlichen Stillstand ist?

Tipp #2: Inspirierende Zitate

Tipp #2: Inspirierende Zitate

Damit ist nicht gemeint, hin und wieder im Internet nach ein paar klugen Sprüchen zu suchen, nein: Viel mehr solltest du dir einige wenige Zitate oder Sprüche heraussuchen, welche für dich individuell von großer Bedeutung sind, zu deinen Zielen passen oder dich zu Taten animieren und diese täglich lesen, um dich an dein Vorhaben zu erinnern.

Um sicherzustellen, dass du die Zitate auch wirklich jeden Tag siehst, drucke sie aus und hänge sie an Plätzen auf, an denen du zwangsweise vorbeigehst (beispielsweise an den Kühlschrank, die Zimmertür, am Kleiderschrank oder Spiegel).

Hier sind 5 verschiedene Zitate, welche sich großer Bekanntheit rühmen:

– „Whether you think you can or think you can’t – you’re right“ – Henry Ford

– „The body achieves what the mind believes.“ – Arnold Schwarzenegger

– „Think training is hard? Try losing.“ – Davee Jones

– „If it doesn’t challenge you, it doesn’t change you.“ – Fred Devito

– „The secret of getting ahead is getting started.“ – Mark Twain

Tipp #3: Verbinde dein Vorhaben mit einem Gegenstand

Tipp #3: Verbinde dein Vorhaben mit einem Gegenstand

Es ist wesentlich schwieriger, ein Vorhaben abzubrechen, wenn du rund um die Uhr damit konfrontiert wirst. Einen persönlichen Gegenstand, welchen du idealerweise täglich am eigenen Körper trägst, kann dir dabei helfen. Solltest du eine temporäre Diät durchziehen wollen, nimm dir (beispielsweise) ein Armband zur Hand, welches du repräsentativ für dein Vorhaben dauerhaft in Sicht hast.

Somit wirst du jedes Mal, wenn du auf dein Handgelenk schaust, an deine Mission erinnert.

Tipp #4: Motiviere dich selbst!

Tipp #4: Motiviere dich selbst!

Die Webseite Futureme.org ermöglicht es, eine selbstgeschriebene Mail zu einem bestimmten Zeitpunkt an dich selber zu schicken. Was zunächst simpel erscheint und einem vermutlich auch etwas seltsam vorkommt – ist in Wahrheit ein starker Motivator: Beispielsweise könntest du dir selber alle 2 Wochen eine Mail zukommen lassen, in welcher du Erfolge antizipierst bzw. Ziele festlegst; wenn du diese dann erreichst, macht sich ein wohliges Gefühl des Erfolges breit. Falls nicht, hast du genügend Anreiz, mehr Gas zu geben.

Natürlich könnten die Mails genauso Zitate beinhalten, wie du sie in Punkt 2 siehst. Darüber hinaus sind noch weitere Inhalte denkbar – Erinnerungen, Motivierende Bilder oder Belohnungen in Aussicht stellen, falls du erreichst, was du dir vorgenommen hast.

Quellen

[1] Vollmeyer, R. / Brunstein, J. (2005): Motivationspsychologie und ihre Anwendung. Zit.n.: Deci & Ryan, 1985a; Koch, 1956, McReynolds, 1971.

[2] Vollmeyer, R. / Brunstein, J. (2005): Motivationspsychologie und ihre Anwendung, S. 39f.

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