Supplemente

Chlorella – Das grüne Kraftpaket für einen verbesserten Stoffwechsel

Superfoods sind seit geraumer Zeit in aller Munde. Im wahrsten Sinne des Wortes. Dabei versteckt sich hinter vielen dieser exotischen Wundermittel nichts weiter als schlaues Marketing.

Wirklich gute Superfoods, die den Namen auch verdienen und deren Rücken von einer ganzen Reihe wissenschaftlicher Studien gestärkt wird – das gibt es nur selten.

Eines dieser Superfoods möchte ich Dir heute vorstellen – Chlorella!

 


 

Chlorella – Das grüne Kraftpaket für einen verbesserten Stoffwechsel

 

Mikroalgen – Eine kleine Geschichte

Chlorella

Chlorella und Spirulina sind die zwei Mikroalgen, von denen die Welt heute spricht. Dabei kannten sie die Azteken schon vor vielen hunderten von Jahren. Der Legende nach waren diese grünen Pflanzenteppiche, die auf Süßwasserseen wuchsen, nur den stärksten Soldaten vorenthalten, um sie auf den Kampf vorzubereiten.

Nach den neuesten Studien der letzten Jahren könnte aber einiges dran sein an diesen Legenden …

Lustigerweise war es die NASA, welche Spirulina und Chlorella aus ihrem Winterschlaf erweckt hat. Denn NASA-Wissenschaftler suchten nach Lebensmittel für Astronauten, für den Weltraum – großangelegte Studien folgten, in denen die Heilkräfte der Algen untersucht wurden. Danke, NASA!

 


 

Was genau ist Chlorella?

 

Mikroalge schön und gut, aber was genau ist das?

Nun, Mikroalgen sind einzellige Lebewesen. Während Du und ich aus ca. 100 Billionen (eine Zehn mit 14 Nullen) bestehen, besteht eine Mikroalge aus einer einzigen Zelle – genauso wie Bakterien und andere Einzeller. Dabei sieht diese eine Zelle fast so aus wie eine übliche pflanzliche Algen-Zelle.

Nur, dass sie alleine lebt statt im Verband. Dies bedeutet, dass sie mehr Nährstoffe anhäufen muss, um über die Runden zu kommen.

Spirulina und Chlorella (v.A. Chlorella vulgaris )  sind die zwei prominentesten Beispiele für Mikroalgen, welche essbar sind.

 


 

Warum sollte ich überhaupt Algen essen?

Chlorella

Stimmt, Du bist schließlich keine Seekuh. Allerdings bist Du auch ein selbstständig denkendes Lebewesen, welches sich eine eigene Meinung bilden kann.

Wir möchten Dir heute weder etwas unter die Nase binden, noch Dich zu etwas zwingen, sondern informieren. Und Chlorella ist es wert, sich darüber zu informieren!

Wir möchten Nahrungsmittel essen, die unserem Körper ein Upgrade, einen Vorteil verschaffen. Nicht mehr, nicht weniger. Und wenn es ein Nahrungsmittel gibt, das das sehr gut kann, und dieses Mittel eine Alge ist, warum nicht?

 


 

Welche Vorteile haben Mikroalgen nun?

 

– ✔ Ökologische Erzeugung. Es fallen nur wenige Treibhausgase bei der Produktion von Chlorella-Algen an, da diese Photosynthese betreiben und wenig zum Wachsen benötigen.

– ✔ Langjährig erprobt. Chlorella ist keine neumodische Erscheinung, denn alte Völker in Amerika nutzten sie schon in der Antike.

– ✔ Grüne Kraftpakete. Diese kleinen Pflänzchen haben es wirklich in sich und sind ein wahres Sammelsurium biologisch aktiver Stoffe! Mehr dazu im nächsten Kapitel.

Ich sagte bereits, dass hinter Chlorella nicht nur schlaues Marketing, sondern Wissenschaft steckt. Tolle gesundheitliche Effekte, auf die Du im ersten Moment bei dieser kleinen grünen Alge vielleicht nicht kommen würdest.

 


 

7 Vorteile von Chlorella, mit denen Du nicht gerechnet hast!

 

#1 Achtung, Nährstoffbombe!

 

Chlorella enthält einige lebenswichtige Nährstoffe in Hülle und Fülle:

– Protein: Chlorella besteht zu 50-60% aus purem Protein. Und damit wahrscheinlich eine der proteinreichsten essbaren „Pflanzen“ übberhaupt

– Vitamin B12: Chlorella scheint eine ganz ausgezeichnete Quelle für dieses Vitamin zu sein. Daher ist Chlorella vor allem für Vegetarier und Veganer eine wertvolle Ergänzung, um dieses Vitamin in ausreichender Menge zuzuführen.

– Eisen: Wie seine kleine Schwester Spirulina ist auch Chlorella sehr reich an Eisen, was u.a. zur Behandlung von Eisenmangel-Anämie eingesetzt werden kann (Selmi, 2011).

– Magnesium: Seine grüne Farbe erhält Chlorella durch seinen Namensgeber, den grünen Farbstoff Chlorophyll. Und wo Chlorophyll ist, da ist auch das Magnesium nicht weit.

– Omega-3-Fettsäuren: Da Chlorella eine Alge ist, ist sie auch eine reichhaltige Quelle an Omega-3-Fettsäuren, welche ein wichtiger Treibstoff für Dein Gehirn sind. Außerdem schützen sie vor den meisten Zivilisationskrankheiten. Also greif ruhig ordentlich zu Chlorella, um Deinen Stoffwechsel auf Trab zu bringen!

 

#2 Detox pur!

 

Diese kleine Mikroalge kann noch mehr: sie hilft Deinem Körper nämlich auch dabei, giftige Schwermetalle wie Arsen auszuleiten (Uchikawa, 2011).

Eine übermäßige Schwermetall-Belastung ist maßgeblich für viele neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson verantwortlich. Chlorella kann also auch Dein Gehirn vor Schäden schützen.

 

#3 Erhöht die Ausdauerleistung

 

In einer Studie mit jungen Sportlern (Altersdurchschnitt: 21 Jahre) konnten 6g Chlorella (täglich) die Ausdauerleistung sowie den Sauerstoffverbrauch erheblich steigern (Umemoto, 2014). Der Placebo konnte dies nicht.

Worauf diese Wirkung zurück zu führen ist, wurde nicht näher untersucht, aber wahrscheinlich sind die Mechanismen dieselben wie bei den anderen Punkten.

 

#4 Entzündungshemmer

 

Oxidativer Stress ist ein großes Übel für Deine Körperzellen. Dies kann weitere Probleme wie chronische Entzündungen und Krebs nach sich ziehen.

Chlorella enthält viele aktive Antioxidantien, von denen einige bekannte Gesichter dabei sind: Chlorophyll, Vitamin C, Beta-Carotin, Lycopen und Lutein (Lordan, 2011).

 

#5 Senkt den Cholesterinspiegel

 

In einigen Studien, z.B. bei Merchant et al., 2011, konnten 5-10g Chlorella täglich den Cholesterinspiegel signifikant senken. Dafür verantwortlich gemacht wird besonders das Magnesium, die Proteine sowie Ballaststoffe aus der Zellwand der Mikroalgen.

 

#6 Blutdrucksenkend

 

Bluthochdruck entsteht auch, wenn ein Enzym namens eNOS nicht mehr richtig funktioniert. eNOS produziert ein Gas namens Stickoxid (NO), welches die Gefäße wieder weitet. So steigt auch die Durchblutung des Körpers und der Energieverbrauch.

Chlorella kann die eNOS-Funktion wiederherstellen, indem es das Enzym vor oxidativem Stress schützt (Shimada, 2009).

#7 Verbessert die Blutzuckerwerte

Chlorella schützt auf noch unbekannte Weise vor chronisch erhöhtem Blutzucker. Wie Du sicher weißt, ist erhöhter Langzeitblutzucker ein wichtiger Marker für früh einsetzenden Diabetes Mellitus.

Wahrscheinlich kommt die schützende Wirkung von Chlorella über das Senken von oxidiativem Stress, besseren Magnesiumwerten sowie eines besseren Energie-Flusses im ganzen Körper (Mizoguchi, 2008).

 


 

Wie schmeckt Chlorella?

Chlorella

Zugegeben – Mikroalgen überzeugen nicht Jedermann mit ihrem Geschmack. Daher ist es eine weise Entscheidung, Chlorella in Tablettenform zu konsumieren.

Denn Geschmack hin oder her – dass Chlorella den Namen Superfood wirklich verdient, haben wir Dir heute ausdrücklich gezeigt.

Und wenn es schon in Tablettenform angeboten wird, immer her damit!

 


 

Fazit – Die Power-Alge in Tablettenform

 

Chlorella ist eines dieser Lebensmittel, welche Deiner Gesundheit ein ordentliches Upgrade verschaffen kann.

In Tablettenform kannst Du es hier mal versuchen (und bitte berichten, wie es Dir damit geht!). Für die ganz Hartgesottenen, unerschrockenen Pfadfinder gibt es Chlorella auch in Pulverform und macht sich in Smoothies sehr gut.


Cherng, J. Y.; Liu, C. C.; Shen, C. R.; Lin, H. H.; Shih, M. F. (2010): Beneficial effects of Chlorella-11 peptide on blocking LPS-induced macrophage activation and alleviating thermal injury-induced inflammation in rats. In: International journal of immunopathology and pharmacology 23 (3), S. 811–820. DOI: 10.1177/039463201002300316.

Lordan, Sinéad; Ross, R. Paul; Stanton, Catherine (2011): Marine Bioactives as Functional Food Ingredients. Potential to Reduce the Incidence of Chronic Diseases. In: Marine Drugs 9 (6), S. 1056–1100. DOI: 10.3390/md9061056.

Merchant, R. E.; Andre, C. A. (2001): A review of recent clinical trials of the nutritional supplement Chlorella pyrenoidosa in the treatment of fibromyalgia, hypertension, and ulcerative colitis. In: Alternative therapies in health and medicine 7 (3), S. 79–91.

Mizoguchi, Toru; Takehara, Isao; Masuzawa, Tohru; Saito, Toshiro; Naoki, Yo (2008): Nutrigenomic studies of effects of Chlorella on subjects with high-risk factors for lifestyle-related disease. In: Journal of medicinal food 11 (3), S. 395–404. DOI: 10.1089/jmf.2006.0180.

Panahi, Yunes; Darvishi, Behrad; Jowzi, Narges; Beiraghdar, Fatemeh; Sahebkar, Amirhossein (2016): Chlorella vulgaris. A Multifunctional Dietary Supplement with Diverse Medicinal Properties. In: Current pharmaceutical design 22 (2), S. 164–173.

Selmi, Carlo; Leung, Patrick S. C.; Fischer, Laura; German, Bruce; Yang, Chen-Yen; Kenny, Thomas P. et al. (2010): The effects of Spirulina on anemia and immune function in senior citizens. In: Cellular and Molecular Immunology 8 (3), S. 248–254. DOI: 10.1038/cmi.2010.76.

Shimada, Morio; Hasegawa, Takashi; Nishimura, Chiaki; Kan, Hiroko; Kanno, Toshihiro; Nakamura, Toshio; Matsubayashi, Tsuneo (2009): Anti-hypertensive effect of gamma-aminobutyric acid (GABA)-rich Chlorella on high-normal blood pressure and borderline hypertension in placebo-controlled double blind study. In: Clinical and experimental hypertension (New York, N.Y. : 1993) 31 (4), S. 342–354.

Uchikawa, Takuya; Kumamoto, Yoshimitsu; Maruyama, Isao; Kumamoto, Shoichiro; Ando, Yotaro; Yasutake, Akira (2011): Enhanced elimination of tissue methylmercury in Parachlorella beijerinckii-fed mice. In: The Journal of toxicological sciences 36 (1), S. 121–126.

Umemoto, Sachiro; Otsuki, Takeshi (2014): Chlorella-derived multicomponent supplementation increases aerobic endurance capacity in young individuals. In: Journal of clinical biochemistry and nutrition 55 (2), S. 143–146. DOI: 10.3164/jcbn.14-58.

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Martin Auerswald

Martin Auerswald

Autor

Martin ist Biochemiker und Biohacker und beschäftigt sich seit über 5 Jahren damit, wie er möglichst einfach seine Gesundheit und Leistungsfähigkeit auf ein neues Level bringen kann. Dazu hilft ihm sowohl sein biochemisches Grundwissen aus dem Studium sowie neueste Bücher, Studien und Eigenexperimente.


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